Spielberichte

Hainburg dreht das Spiel: Schmid mit Traumtor, Kalina nach der Pause – Prellenkirchen vergibt Elfer

FK Hainburg
SV Prellenkirchen

Packendes Duell auf Augenhöhe in der 2. Klasse Ost: Der FK Hainburg bog gegen den SV Prellenkirchen einen Rückstand in einen 2:1-Heimsieg um. Martin Rödler traf für die Gäste, Dominic Schmid glich kurz vor der Pause per Traumtor aus, Andras Kalina legte unmittelbar nach Wiederanpfiff nach. Spät vergaben die Gäste einen Elfmeter. Trainer Stefan Owesny sprach deshalb von einem glücklichen, aber nicht unverdienten Erfolg – und hob die gute zweite Halbzeit seiner Mannschaft hervor.

Ersatzspieler auf der Bank am Spielfeldrand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vom 0:1 zum Ausgleich – Schmid zündet den „Jahrhundertschuss“

Beide Teams begannen vorsichtig und suchten lange nach klaren Räumen. Nach gut einer halben Stunde schlug Prellenkirchen zu: In Minute 32 stellte Martin Rödler auf 0:1. Aus Hainburger Sicht „eher unglücklich“, wie Trainer Stefan Owesny sagte: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, vielleicht mit leichten Vorteilen für Prellenkirchen in der 1. Halbzeit, und wir gehen da etwas unglücklich in Rückstand, da der Ball abgefälscht war und unser Goalie von der tiefstehenden Sonne geblendet war.“ Kurz vor der Pause antwortete sein Team – und wie: Dominic Schmid ballerte in der 43. Minute zum 1:1. Owesny schwärmte: „Das war ein Jahrhundertschuss, nach einem abgewehrten Eckball hat er aus rund 30 Metern genau ins Kreuzeck getroffen. So ein Tor sieht man sehr selten und freut mich sehr für ihn.“ Mit 1:1 ging es in die Kabinen.

Kalina stellt sofort auf 2:1 – Hainburg übernimmt nach der Pause

Die Ansprache zur Halbzeit zeigte sofort Wirkung. Direkt nach Wiederanpfiff, in Minute 46, traf Andras Kalina zum 2:1 – der Moment, der das Spiel kippte. „Der Schlüssel war sicher das 2:1 gleich nach der Pause“, erklärte Owesny. „Danach waren wir die spielbestimmende Mannschaft.“ Der Coach hatte in der Pause nachgeschärft: „In der ersten Halbzeit haben wir einiges nicht so gemacht, wie ich mir das vorstelle. Das haben wir klar angesprochen, die zweite Halbzeit war dann viel besser.“ Auch spielerisch legte Hainburg zu. „Wir waren offensiv variabler und viel mehr im Spiel“, so Owesny, der trotz des Erfolgs Ansatzpunkte sieht: „Im Ballbesitz brauchen wir mehr Optionen, wir müssen die Bälle öfter fordern und untereinander mehr coachen, dass hat uns in der ersten Hälfte völlig gefehlt.“

Elfer-Drama, fairer Ton und der Blick auf die letzten Runden

Prellenkirchen blieb aber bis zum Schluss gefährlich. Die große Ausgleichschance bot sich den Gästen in der Schlussphase vom Punkt, doch der Strafstoß ging vorbei – ein Knackpunkt aus Hainburger Sicht. „Der verschossene Elfer kurz vor Schluss hat uns im Endeffekt den Sieg gebracht“, gab Owesny offen zu und schob nach: „Ein Unentschieden wäre auch nicht unverdient gewesen. Vielleicht waren wir heute der etwas glücklichere Sieger, aber unverdient war es dennoch nicht.“ Respekt hatte er reichlich für den Gegner: „Der SV Prellenkirchen ist eine sehr routinierte Mannschaft mit Qualität. Die können in dieser Liga jeden schlagen.“ Lob gab es auch für das Gespann: „Der Schiedsrichter hat sehr gut gepfiffen, hat laufen lassen und war unauffällig, dass ist immer ein gutes Zeichen.“ Mit Blick nach vorne setzte Owesny eine klare Marke: „Wir wollen in den letzten drei Runden nochmals alles reinhauen und – wenn möglich – das Punktemaximum holen.“

2. Klasse Ost: Hainburg : Prellenkirchen - 2:1 (1:1)

  • 46
    Andras Kalina 2:1
  • 43
    Dominic Schmid 1:1
  • 32
    Martin Rödler 0:1