In der 2. Klasse Ost hat der SC Hof am Leithaberge den SC Edelstal mit 4:0 besiegt. Für Edelstal-Trainer Jürgen Ethofer war das klare Ergebnis vor allem deshalb bitter, weil seine Mannschaft ordentlich ins Spiel gefunden hatte, sich nach einem Ausschluss auf Hof-Seite in Überzahl aber selbst aus dem Rhythmus brachte. „Wir haben den Faden verloren“, sagte er nach Schlusspfiff.

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Edelstal war nach Einschätzung seines Trainers zunächst ordentlich in der Partie. „Von Start weg waren wir gut im Spiel, haben mit dem Gegner mitgehalten und auch die ein oder andere Chance gehabt“, sagte Jürgen Ethofer. Genau daraus erklärt sich auch, warum das 0:4 aus seiner Sicht deutlicher aussieht, als sich die Anfangsphase angefühlt hatte. Lange hielt seine Mannschaft das Spiel offen, ehe Hof in der 37. Minute erstmals zuschlug. Robert Caljkusic brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Mit diesem Treffer ging es auch in die Pause, und aus Edelstaler Sicht war das schon ein Rückschlag, weil bis dahin noch alles eng beisammen gewesen war.
Den Knackpunkt machte Ethofer klar an einer Szene fest, die auf den ersten Blick eigentlich für seine Mannschaft hätte sprechen müssen. Nach dem Ausschluss auf Hof-Seite, den er als gelb-rote Karte schilderte, verlor Edelstal laut seinem Trainer ausgerechnet den Zugriff. „Die hat uns mehr geschadet als dem Gegner, weil wir keinen Zugriff mehr auf das Spiel hatten und den Faden verloren haben“, sagte er. Kurz danach fiel für ihn das wichtige 1:0. Hof habe diese Phase „gut ausgespielt“, meinte Ethofer, während seine Mannschaft die Überzahl nicht zu ihrem Vorteil nutzen konnte. Gerade das wurmte den Edelstal-Trainer nach Spielschluss spürbar.
Was Edelstal zur Pause noch halbwegs im Spiel hielt, war wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff dahin. „Nach der Pause waren wir anscheinend noch nicht mit den Gedanken am Spielfeld, da ist schon das 2:0 gefallen“, sagte Ethofer. Filip Milic erhöhte in der 49. Minute für Hof und stellte die Partie damit früh in die Richtung der Gastgeber. Edelstal habe sich danach zwar noch „aufgerappelt“ und weiter gearbeitet, sei aber nicht mehr zurück ins Spiel gekommen. Statt einer Antwort setzte Hof nach: Robert Caljkusic erzielte in der 61. Minute das 3:0, ehe Leon Mayer nur fünf Minuten später auch noch den vierten Treffer nachlegte und damit den klaren Endstand herstellte.
In seiner Analyse sprach Ethofer nicht von fehlendem Einsatz, sondern vor allem von fehlender Ruhe und Klarheit in der Überzahl. „Uns hat die Abgeklärtheit gefehlt, dass wir aus der Überzahl Profit schlagen und die Räume besser nutzen“, erklärte er. Gleichzeitig erkannte er an, dass Hof die Partie nach dem Bruch in Edelstals Spiel clever herunterspielte. „Hinten sind sie konzentriert und dicht gestanden und haben die Umschaltmomente ausgenutzt“, sagte der Trainer. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters hatte er im Großen und Ganzen kein Problem: Abgesehen von der Ausschlussszene gebe es kaum strittige Situationen, insgesamt sei die Spielleitung „in Ordnung“ gewesen. Für Edelstal bleibt damit eine Niederlage, bei der vor allem der verlorene Faden nach dem Ausschluss nachwirkt.