In der 2. Klasse Ost hat der SV Prellenkirchen am Freitagabend bei der SG Stixneusiedl/Sarasdorf mit 4:1 gewonnen und damit ein starkes Ausrufezeichen vor der Winterpause gesetzt. Trainer Markus Miletich machte nach dem Abpfiff vor allem die konsequente Umsetzung des Matchplans für den Auswärtssieg verantwortlich. Selbst nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer blieb seine Mannschaft ruhig und antwortete prompt.

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
Für Miletich begann der Abend genau so, wie er sich das vorgestellt hatte. „Wir sind gut ins Spiel gestartet und haben unseren Matchplan perfekt umsetzen können“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Diese Einschätzung passt auch zum Verlauf vor der Pause, denn Prellenkirchen lag nach 21 Minuten bereits vorne. Rudolf Siegel sorgte für das 1:0, und aus Sicht der Gäste war diese Führung nicht nur wichtig, sondern auch verdient. Miletich betonte ausdrücklich, dass seine Mannschaft bis zur Halbzeit genau das auf den Platz brachte, was sie sich vorgenommen hatte. „Wir sind verdient 1:0 in Führung gelegen“, sagte er. Dass Stixneusiedl/Sarasdorf dennoch versuchte, selbst Fußball zu spielen, wollte der Prellenkirchner Coach gar nicht kleinreden. „Der Gegner hat trotz allem versucht, Fußball zu spielen“, meinte er, schob aber nach, dass das auf diesem Boden nicht leicht gewesen sei, weil viele Bälle versprangen. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft bei sich blieb und das Spiel in dieser Phase klar kontrolliert anging.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Prellenkirchen zunächst am Drücker und legte in der 55. Minute das 2:0 nach. Dass dieses Tor als Eigentor von Christoph Weber in die Wertung einging, änderte aus Sicht der Gäste nichts daran, dass der zweite Treffer zur richtigen Zeit fiel. Miletich sprach davon, dass seine Elf in der zweiten Halbzeit „weiter nachsetzen“ konnte, und genau das zeigte sich in dieser Phase. Komplett ruhig blieb die Partie allerdings nicht bis zum Ende, denn in der 75. Minute kam Stixneusiedl/Sarasdorf durch ein Eigentor von Christoph Guserl noch einmal auf 1:2 heran. Der Trainer sprach von „einem kleinen Kommunikationsfehler zwischen Verteidigung und Tormann“, der den Gastgebern den Anschluss ermöglicht habe. Entscheidend war dann aber die Reaktion. Nur zwei Minuten später stellte Milan Sihelsky auf 3:1, und damit nahm Prellenkirchen der Partie sofort wieder die Spannung. In der Nachspielzeit setzte Christof Kletzenbauer mit dem 4:1 endgültig den Deckel drauf. Genau diese Antwort auf den Rückschlag gefiel Miletich besonders, weil seine Mannschaft nach dem Gegentor eben nicht unruhig wurde, sondern das Spiel gleich wieder auf ihre Seite zog.
Den entscheidenden Grund für den Sieg sah der Prellenkirchner Trainer nicht in einem einzelnen Tor, sondern im Gesamtauftritt seiner Mannschaft. „Der entscheidende Moment für unseren Sieg war auf jeden Fall die perfekte Umsetzung des Matchplans“, sagte Miletich. Die Aufgabe war klar verteilt: hinten kompakt stehen, kompromisslos verteidigen und die Stärken des Gegners so gut wie möglich abdrehen. Besonders wichtig war ihm dabei, den Gastgebern im Zentrum wenig Raum zu geben. „Wir wollten hinten kompakt und kompromisslos verteidigen und die Stärke des Gegners eliminieren“, erklärte er. Aus seiner Sicht sei das „sehr gut geglückt“, weil Prellenkirchen genau aus dieser Ordnung heraus auch zu guten Umschaltmomenten kam. So entstand ein Bild, das im Unterhaus oft entscheidend ist: Die eine Mannschaft wollte ihr Spiel aufziehen, die andere war extrem sauber in der Arbeit gegen den Ball und schlug im richtigen Moment zu. Dass die Partie trotzdem fair blieb, hob Miletich ebenfalls hervor. „Es war ein sehr fair geführtes Spiel von beiden Mannschaften, sehr respektvoll“, sagte er über eine Begegnung, in der es laut seiner Einschätzung nur wenige strittige Situationen gab und an der Leistung des Schiedsrichters „nichts auszusetzen“ gewesen sei.
Für Prellenkirchen ist dieser Auswärtssieg auch deshalb so wertvoll, weil er den positiven Lauf vor der Winterpause bestätigt. Miletich erinnerte daran, dass seine Mannschaft nun schon sechs Spiele nicht verloren hat, und führte das vor allem auf den mannschaftlichen Gedanken zurück. „Besonders gut hat der Zusammenhalt funktioniert, das mannschaftsdienliche Auftreten. Einer kämpft für den anderen, einer läuft für den anderen“, sagte er. Genau dieses kompakte Miteinander habe seine Elf diesmal ausgezeichnet. Ganz ohne Kritik wollte der Trainer den Abend aber nicht stehen lassen. Trotz vier erzielter Treffer sieht er vor allem im Abschluss noch Luft nach oben. „Wir haben einige Chancen gehabt, die wir leichtfertig nicht genutzt haben. Da müssen wir noch kaltschnäuziger und effizienter werden“, sagte Miletich. Gerade deshalb ordnete er das 4:1 nicht als perfekten Abend ein, sondern als sehr gelungenen Auftritt mit weiterem Potenzial. Und auch der Blick auf die nächsten Wochen war klar. „Wir wollten unbedingt die drei Punkte in die Winterpause mitnehmen“, erklärte er. Das sei gelungen, und ebenso wichtig sei gewesen, „dass wir den Anschluss an die Spitze nicht verpasst haben“. Mit diesem Gefühl geht Prellenkirchen nun in die Pause nach einem Sieg, der aus Sicht des Trainers vor allem deshalb so deutlich ausfiel, weil seine Mannschaft an diesem Abend den Plan sauber umsetzte und die drei Punkte ein Stück mehr wollte.