In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal geht Andreas Fitz mit dem SV Langenzersdorf nach einer turbulenten Saisonhälfte in ein ambitioniertes Frühjahr. Nach drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage aus den letzten fünf Partien rangiert seine Mannschaft auf Platz vier. Der Coach spricht von einem „durchwachsenen Herbst“, betont aber auch die spürbaren Fortschritte eines jungen Teams, das sich nach eineinhalb Jahren gemeinsamer Arbeit zunehmend festigt. Mit gezielten Winterverstärkungen soll nun der nächste Schritt in Richtung Spitzenränge gelingen.

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Der Start in die Saison verlief holprig: drei Niederlagen in den ersten vier Ligaspielen. Fitz erklärt: „Wir haben viele Ausfälle gehabt und dadurch den Beginn verpasst.“ Danach startete die Mannschaft eine positive Serie, präsentierte sich offensiv stark und landete schließlich in der oberen Tabellenhälfte.
Mit 22 Punkten aus zwölf Partien und klarer Tendenz nach oben blickt der Trainer zufrieden zurück: „Wir waren die zweitbeste Offensivmannschaft, haben die zweitmeisten Tore erzielt – defensiv ist noch Luft nach oben.“ Genau dort wird seit Mitte Jänner im Training angesetzt, um die Balance zwischen Angriff und Absicherung weiter zu schärfen.
Im Winter hat der Klub vier Neuzugänge geholt. Besonders hervorsticht „Königstransfer“ Julian Küssler, der mit seiner Erfahrung und Persönlichkeit sofort als Führungsspieler eingeplant ist.
Ergänzt wird er von zwei regionalen Verstärkungen sowie einem jungen Akteur mit Ausbildung in Deutschland. „Nicht nur sportlich, auch als Typ ist er ein super Gewinn“, sagt Fitz über Küssler. Auf der anderen Seite gibt es einen namhaften Abgang, von dem sich der Verein im Guten trennte – mit großem Dank für seine Verdienste.
Langenzersdorf muss im Frühjahr auf Kapitän Ludwig Voith verzichten, der sich einer lange geplanten Kopfoperation unterzog. „Das war eine Neun-Stunden-Operation, aber es ist alles gut verlaufen. Er wird uns noch einige Wochen fehlen“, erklärt Fitz. Auch Julian Dangl pausiert nach einer Bänderverletzung, ansonsten steht der Großteil des Kaders zur Verfügung.
Besonders die Entwicklung der jungen Spieler ist dem Trainer wichtig. Ein Name fällt dabei besonders oft: Luca Haferl. „Er setzt alles um, was man ihm sagt. Chapeau – der Bursch ist auf dem richtigen Weg“, lobt Fitz. Das Team sei insgesamt menschlich top, vielleicht „manchmal etwas zu brav“, was auf dem Platz noch mehr Mut erfordere, aber den Charakter der Mannschaft deutlich widerspiegle.
Neben dem Platz befindet sich der Verein im Aufbruch. Die langjährige Obfrau trat ab, ein neuer Obmann übernahm die Agenden. Fitz spricht von einer Phase des Neuaufbaus: „Der Verein ist gerade im Umbruch oder Aufbruch – nicht nur sportlich, sondern überhaupt. Es wird sehr viel getan, damit es dem Verein bald wieder besser geht.“ Sportlich bleibt das Ziel klar definiert: „Wir wollen vorne andocken. Wenn nicht heuer, dann in der kommenden Saison ganz oben stehen.“
Den Rückschlag gegen einen Titelkandidaten, bei dem Langenzersdorf einen deutlichen Rückstand nicht mehr aufholen konnte und schließlich unterlag, sieht der Coach als Lehrstück. „Wir hatten dort noch mehrere gute Chancen – das zeigt unser Potenzial.“ Mit dieser Zielstrebigkeit, jungem Schwung und gezielten Verstärkungen will Fitz mit seinem Team weiter angreifen – und den nächsten Schritt Richtung Ligaspitze gehen.