Im Auswärtsspiel beim USC Fallbach zog Benjamin Pallierer, Co-Trainer und Sportlicher Leiter der SU Grabern, eine klare Lehre: Standards entschieden den Verlauf der Partie. Nach einer starken Anfangsphase seiner Elf in den ersten 30 Minuten, mit Chancen zum 0:1 kippte die Dynamik deutlich. Über ruhende Bälle geriet Grabern ins Hintertreffen, der Zugriff ging verloren, Fehlpässe häuften sich – Fallbach nutzte das konsequent, am Ende stand aus Graberner Sicht ein 0:5. Pallierer sprach von einem spürbaren Bruch nach den ersten zwei Gegentreffern.

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„Die Standards haben das Spiel zu Beginn geprägt.“ Konkret fielen die ersten drei Treffer nach ruhenden Bällen: das 0:1 aus Graberner Sicht nach einem langen Freistoß (Torschütze: Marek Sehnal), das 0:2 per Elfmeter (Torschütze: Manuel Prokesch) und das 0:3 erneut nach einem Freistoß (Torschütze: Marek Sehnal). Nach der Pause schraubte Fallbach das Ergebnis bis zum 0:5 in die Höhe (weitere Torschützen: 4:0 Marek Sehnal, 5:0 Daniel Pospisil). „Wir haben zu viele Fehlpässe gespielt, Fallbach war effizient und hätte vielleicht sogar noch ein sechstes Tor schießen können“, so Pallierer.
Zur Statik der Partie sagte Pallierer: „Die ersten 30 Minuten war der Ballbesitz auf unserer Seite.“ Den Wendepunkt beschrieb er so: „Dann war’s, als würde jemand einen Schalter umlegen.“ Kurz vor der Pause stellte der Strafstoß auf 0:2; danach fand Grabern nicht mehr in den Rhythmus und lief zumeist hinterher.
Pallierer beschrieb das eigene Spiel phasenweise als zu fehleranfälliges Aufbauspiel und bilanzierte: „Auch in der zweiten Halbzeit waren wir dann eigentlich nur noch die Mannschaft, die hinterhergelaufen ist.“ Er verwies zudem auf einen Ausfall im Angriff: „Uns fehlt zurzeit noch unser Stürmer, Oliver Schinagl, der noch an einer Verletzung laboriert.“ Zu strittigen Szenen meinte er: Insgesamt sei die Schiedsrichterleistung „okay“ gewesen. Als Maßstab für die Reaktion in den kommenden Wochen führte er das eigene Comeback im Herbst im Hinspiel gegen Fallbach an, als seine Mannschaft einen 1:3-Rückstand noch in ein 4:3 drehte – Damaliger Hattrick-Torschütze: Oliver Schinagl - verbunden mit einem klaren Auftrag: „Ja, die Moral muss wieder zurückkommen, so zu verlieren ist inakzeptabel.“