Auswärts beim SV Hausleiten in der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal erlebte SV Langenzersdorf einen intensiven Nachmittag – und Andreas Fitz hob nach dem 1:0-Auswärtssieg die mannschaftliche Reife und den Kampfgeist hervor. Der Coach beschrieb eine Partie mit viel Lauf- und Zweikampfarbeit, in der sein Team vor der Pause mehr Kontrolle und die klareren Möglichkeiten hatte, ehe nach dem Seitenwechsel der Druck der Gastgeber zunahm. Fitz sprach über klare Chancen, notwendige Korrekturen auf dem Platz und eine Schlussphase im Kontermodus – sowie über eine konstruktive Nachbesprechung, in der auch Entscheidungen diskutiert wurden, ohne von großen Aufregern zu sprechen.

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„Eher ein intensives Match mit sehr viel Laufarbeit und Kampfarbeit und nicht geprägt durch die Fülle der Chancen“, fasste Fitz die Charakteristik zusammen. Sein Team war vor der Pause „sicher griffiger“ und kam zu den besseren Gelegenheiten: Johannes Mandl tauchte in Halbzeit eins alleine vor dem Tormann auf, der Abschluss wurde kurz vor der Linie zur Ecke geklärt. Der Führungstreffer durch Sebastian Haimerl fiel noch vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel lief auch Justin Osmancevic frei auf den Keeper zu, konnte aber nicht erhöhen. Auf der anderen Seite resultierte die gefährlichste Szene der Hausherren aus einem Fehler in der Hintermannschaft, als dem Tormann der Ball durchrutschte – ein Verteidiger bereinigte im Fünfer in letzter Sekunde. Aus Sicht von Fitz erspielte sich Hausleiten insgesamt keine hundertprozentige Torchance; in der Nachspielzeit schoss ein Angreifer aus etwa elf Metern seitlich am Tor vorbei. Zur Pause führte der SV Langenzersdorf mit 1:0.
„Ja, wir sind zweite Halbzeit zu tief gestanden“, räumte Fitz ein. Weil seine Offensive den Ball nicht mehr gut festmachen konnte, prallten viele Aktionen schnell zurück in die eigene Hälfte. Der Trainer reagierte, schob die Sechser etwas höher und coachte aktiv gegen das zu tiefe Verteidigen: „Nicht, dass wir zu tief stehen – ein bisschen rausrücken.“ Dennoch drückte Hausleiten in den letzten 20 Minuten stark, Langenzersdorf blieb kompakt und lauerte vermehrt auf Konter. Entscheidend: Trotz des wachsenden Drucks blieben glasklare Chancen der Gastgeber aus, während die Gäste die zuvor herausgespielten Möglichkeiten schon im ersten Durchgang auf 2:0 hätten stellen können.
Gefährliche Standards der Hausherren gab es laut Fitz keine. Auf der anderen Seite sorgte eine Ecke für die beste ruhende Gelegenheit: Julien Eggers kam völlig frei am Sechzehner zum Kopfball, setzte ihn jedoch über das Tor – geblendet von der tief stehenden Sonne. In Summe bewertete der Coach das Umschaltverhalten kritisch: „Äh, Umschaltspiel, das Umschaltspiel von uns war nicht das Beste diesmal. Normalerweise sind wir da viel konkreter.“ Mitverantwortlich seien die Verhältnisse gewesen: Der Platz im März war zwar gut bespielbar, zugleich „sehr morastig und sehr weich“, was einigen Spielern zu schaffen machte. Nach Abpfiff wurde auch über Entscheidungen diskutiert; zwei Fouls hätten aus Sicht der Gäste für sie gepfiffen werden können. Das Gesamtfazit fiel dennoch versöhnlich aus: „Am Ende des Tages war der Schiri kein Schlechter.“