In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal feierte FZSV Rußbach einen klaren 7:3-Auswärtssieg bei SU Grabern. Obmann Philipp Ehrentraud sprach von einer spielerisch starken Vorstellung, in der seine Elf eher dominant war und die Chancen nutzte. Als Knackpunkt nannte er das 2:4 kurz nach der Pause. Trotz des Torfestivals sah Ehrentraud „noch Luft in der Defensive“ und erwähnte zum Ende hin eine Abseitsszene vor dem 3:7. Unterm Strich blieb die Freude über drei Zähler und einen überzeugenden Auftritt.

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Rußbach erwischte den besseren Start und stellte früh die Weichen. Nach zehn Minuten zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz von Grabern: Liridon Dauti sorgte für das 0:1. Die Hausherren ließen sich davon nicht beirren und kamen nach rund zwanzig gespielten Minuten zurück: Elias Zadrazil glich in Minute 23 zum 1:1 aus. Das Spiel blieb offen, doch die Gäste blieben das aktivere Team und legten noch vor der Pause nach. Zuerst traf Marcel Micanovic nach einer halben Stunde zum 1:2, wenig später erhöhte Fadim Bedzeti in Minute 36 auf 1:3. Kurz vor dem Halbzeitpfiff meldete sich Grabern wieder: Zadrazil schnürte mit dem 2:3 in der 42. Minute seinen Doppelpack. Mit diesem intensiven 2:3 ging es in die Kabinen.
Aus Sicht von Obmann Philipp Ehrentraud war die Richtung schon früh klar: „Spielerisch war es von beiden Mannschaften sehr gut, Rußbach war eher dominant.“ Auf die Frage nach dem Moment, in dem das Match kippte, antwortete er ohne zu zögern: „Eigentlich von Anfang an. Die Mannschaft war motiviert, spielerisch sehr gut unterwegs und vor allem wurden die Chancen genutzt.“ Ausschlaggebend war für ihn dann der Blitzstart nach der Pause. „Ausschlaggebend war gleich nach der Halbzeit das 2:4“, sagte Ehrentraud zum Treffer in Minute 50, den Fadim Bedzeti markierte – und er schwärmte: „Ein wunderschönes Tor mit dem rechten Außenrist ins lange Eck.“ Mit dieser Szene bekam Rußbach die Kontrolle noch stärker in die eigene Hand und spielte die Führung sicher herunter.
Nach dem 2:4 legten die Gäste weiter zu. Liridon Dauti schnürte in Minute 58 mit dem 2:5 seinen Doppelpack, Valtrim Veseli stellte nach 73 Minuten auf 2:6. Spätestens als Fadim Bedzeti in der 83. Minute zum 2:7 traf und damit seinen dritten Treffer des Abends bejubelte, war die Sache endgültig entschieden. Der letzte Eintrag gehörte den Gastgebern: Manuel Proksch verkürzte in Minute 88 noch auf 3:7. Ehrentraud hob trotzdem vor allem Tugenden seines Teams hervor: „Zusammenhalt, Teamgeist und Kampfgeist.“ Verbesserungspotenzial sieht er klar: „In der Defensive.“ Den Gegner erlebte er „nicht so stark, hatte ihn besser in Erinnerung“. Und zur Leitung: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung, bis am Schluss. Da wurde ein klares Abseits nicht gegeben, was dann zum 3:7 führte.“ Für Rußbach bleibt nach diesem Auswärtssieg vor allem eines: Selbstvertrauen fürs nächste Spiel – und die Aufgabe, an der Stabilität hinten weiterzuarbeiten.