Spielberichte

Andreas Fitz (Trainer SV Langenzersdorf): "Physis und nie aufgeben – unser A und O"

SV Langenzersdorf
FC Würnitz

Der SV Langenzersdorf hat in der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal ein klares Zeichen gesetzt und den FC Würnitz nach frühem Rückstand mit 4:1 gebogen. Gegen kompakte Gäste drehte der SV Langenzersdorf die Partie schon vor der Pause auf 2:1 und legte nach dem Wechsel konsequent nach. Trainer Andreas Fitz hob nach Schlusspfiff vor allem Mentalität und Wucht seiner Mannschaft hervor und sprach von einem Arbeitssieg mit einigen sehenswerten Treffern – bei allem Respekt vor einem unangenehmen Gegner, der sich lange wehrte.

Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Dämpfer, dann drehte Langenzersdorf auf

Die Partie begann mit einem Stich ins Heimherz: Bereits in Minute 11 traf Emre Ulusoy für Würnitz zum 0:1. „Für mich war das Abseits“, meinte Andreas Fitz, der den frühen Gegentreffer dennoch schnell abgehakt sah. Langenzersdorf blieb das aktivere Team und glich in der 19. Minute aus: Julian Küssler stellte auf 1:1 – eine Szene, die Fitz besonders gefiel: „Die Flanke kam von Julien Eggers genau zwischen Fünfer und Elfer, Julian hat volley abgeschlossen – ein richtig schönes Tor.“ Der Gastgeber blieb am Drücker und belohnte sich noch vor der Pause: In Minute 40 schob Julien Noel Eggers zum 2:1 ein. „Das 2:1 war für mich die Schlüsselszene – da haben wir im richtigen Moment unsere Qualität gezeigt“, so Fitz. Mit der 2:1-Führung ging es in die Kabinen.

Nach der Pause abgeklärt – und der Deckel drauf

Aus der Halbzeit kam Langenzersdorf mit Schwung. Nur vier Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Julian Dangl auf 3:1 (49.). Der Gastgeber hatte jetzt mehr vom Spiel, ließ hinten wenig zu und trug seine Angriffe konsequent nach vorne. „Wir hatten mehr Ballbesitz, waren über weite Strecken im Angriff und wollten von der ersten Sekunde an das Kommando übernehmen“, erklärte Fitz. Würnitz blieb griffig und suchte seine Momente, verlor aber in Minute 73 Nico Kratschmayr nach einer Roten Karte. „Würnitz ist immer unangenehm, routiniert, mit vielen kleinen Reibereien – sie geben nie auf“, zollte der Langenzersdorf-Coach dem Gegner Respekt. Spätestens als Justin Osmancevic in der 84. Minute den Treffer zum 4:1 setzte, war der Heimsieg endgültig eingefahren.

Fitz lobt Wucht und Willen – aber auch ehrliche Worte zu Schiri und Baustellen

In seiner Analyse blieb Andreas Fitz bei aller Freude geerdet. „Entscheidend war, dass wir körperlich die stärkere Mannschaft waren und in den richtigen Momenten unsere Qualität gezeigt haben. Wir geben nie auf – das ist unser großes A und O“, sagte der Coach. Gleichzeitig sprach er die eigene Baustelle offen an: „Unser Passspiel ist derzeit wirklich nicht gut, da bringen wir zu wenig Bälle an. Aber als Einheit funktionieren wir, wir wollen Fußball spielen und arbeiten dran.“ Zur Spielleitung meinte Fitz ausgewogen: „Wir hatten eine junge Schiedsrichterin. Sie hat sicher niemanden bevorzugt und auf beiden Seiten relativ hart spielen lassen. Das 0:1 von Würnitz war für mich Abseits, bei unserem 3:1 war’s wohl auch knapp – das war auf beiden Seiten so.“ Sorgen bereitet ihm hingegen die Personalsituation: „Der Verletzungsteufel ist bei uns eingezogen, einige mussten raus, gefühlt hat jede Woche wer was. Wir müssen schauen, dass wir nächste Woche wieder eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen.“

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Langenzersdorf : Würnitz - 4:1 (2:1)

  • 84
    Justin Osmancevic 4:1
  • 49
    Julian Dangl 3:1
  • 40
    Julien Noel Eggers 2:1
  • 19
    Julian Küssler 1:1
  • 11
    Emre Ulusoy 0:1