Spielberichte

Andreas Fitz (Trainer SV Langenzersdorf): „Wir haben das Spiel 90 Minuten diktiert“

SV Stetteldorf
SV Langenzersdorf

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal setzte sich der SV Langenzersdorf beim SV Stetteldorf am Wagram mit 5:2 durch. Der Auswärtssieg fußte auf einem furiosen Start, doch nach der Pause wurde es beim Zwischenstand von 2:3 noch einmal eng. „Wir waren von Anfang an sehr präsent und haben das Spiel 90 Minuten diktiert“, sagte Trainer Andreas Fitz, der trotz klarer Phasen seines Teams eine „enge Kiste“ sah – ehe Langenzersdorf spät nachlegte und die drei Punkte endgültig einsackte.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

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Blitzstart der Gäste und 0:3-Pausenführung

Langenzersdorf erwischte einen Traumstart und legte den Grundstein schon in der ersten Viertelstunde. Justin Osmancevic traf früh zum 0:1 (3.), Adrian Wilfing legte nach (9.), und als auch noch Martin Jukic wenig später auf 0:3 stellte (12.), war das Spielbild klar. „Wir waren von Anfang an sehr präsent, haben in den ersten 15 Minuten drei Tore geschossen und das Spiel diktiert“, schilderte Fitz. Stetteldorf brauchte Zeit, um sich zu ordnen, kam aber vor der Pause trotz einzelner Vorstöße nicht entscheidend durch. Zur Halbzeit stand es 0:3, Langenzersdorf hatte mehr vom Spiel, ließ hinten wenig zu und führte verdient. Fitz unterstrich das Gefühl der Kontrolle mit einem nüchternen Befund: „Bis auf diese zwei Möglichkeiten hat unser Tormann keine einzige Parade machen müssen.“

Stetteldorf meldet sich – Diskussionen um Elfer und indirekten Freistoß

Nach dem Seitenwechsel kam Stetteldorf dennoch zurück. Zuerst verkürzte Nikica Zivkovic auf 1:3 (53.), später brachte Daniel Schöllenbauer mit dem 2:3 (74.) die Hausherren endgültig zurück ins Spiel. Aus Fitz’ Sicht waren die Anschlusstore von Diskussionen begleitet: „Wir haben einen Elfer gegen uns bekommen, für mich war’s keiner. Unser Tormann hält, legt den Ball ab, nimmt ihn wieder auf – so hab ich’s zumindest gesehen. Dann gibt’s einen indirekten Freistoß und das 1:3.“ Beim 2:3 zollte der Langenzersdorf-Coach dem Torschützen Respekt und betonte: „Muss man anerkennen, das war gut gemacht im Sechzehner.“ Insgesamt blieb Fitz aber bei seiner Einschätzung, dass seine Elf das Spiel über weite Strecken im Griff hatte: „Wir waren läuferisch und spielerisch Stetteldorf überlegen.“

Mandl und Haferl machen den Deckel drauf – Fitz lobt Spielanlage, mahnt aber Effizienz ein

In der Schlussphase schlug Langenzersdorf zurück – erst spät, aber dafür umso wirkungsvoller. Zunächst stellte Johannes Mandl in Minute 88 auf 2:4, ehe Luca Haferl in der Nachspielzeit (90+2) den Schlusspunkt zum 2:5 setzte. Fitz beschrieb die Entstehung so: „Das eine war ein Freistoß von Osmancevic über die Mauer, und Johannes Mandl hat alleine vor dem Tormann ins lange Eck geschossen. Das fünfte Tor kam nach einer Flanke, im Fünfer ist der Ball runtergefallen, wir haben ihn über die Linie gedrückt.“ Ganz ohne Gesprächsstoff blieb es nicht, in der Nachspielzeit gab es noch Rot gegen Langenzersdorf – für Fitz „eine umstrittene Entscheidung“. Sportlich überwog aber der zufriedene Ton: „Unsere erste Halbzeit war spielerisch sehr, sehr gut. Wir sind eine junge Mannschaft, das Passspiel war schon besser als zuletzt – aber wir müssen Spiele früher zumachen.“ Ein mögliches 4:0 sei aus seiner Sicht wegen Abseits aberkannt worden, „am Ende des Tages haben wir 5:2 gewonnen“. Der Blick geht nach vorne: „Nächste Woche wartet mit Grabern wieder ein schwieriges Spiel, darauf konzentrieren wir uns jetzt.“

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Stetteldorf : Langenzersdorf - 2:5 (0:3)

  • 92
    Luca Haferl 2:5
  • 88
    Johannes Mandl 2:4
  • 74
    Daniel Schöllenbauer 2:3
  • 53
    Nikica Zivkovic 1:3
  • 12
    Martin Jukic 0:3
  • 9
    Adrian Wilfing 0:2
  • 3
    Justin Osmancevic 0:1