In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal teilten sich der SC Sparkasse Enzersfeld/W. und der FZSV Rußbach beim 1:1 die Punkte. Die Hausherren legten früh durch Timo Enzi vor, Rußbach glich in der 93. Minute durch Fadim Bedzeti aus. Dazwischen lagen ein Lattenkopfball der Gäste und ein vergebener Elfmeter – lange blieb alles offen. Obmann Philipp Ehrentraud ordnete den Nachmittag knapp, aber klar ein: „Das Unentschieden geht so in Ordnung.“ Und er hielt fest: „Wir haben uns den Ausgleich verdient.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Rußbachs Obmann brachte das Bild des Spiels auf den Punkt: „Ausgeglichen, Chancen auf beiden Seiten.“ Sein Team meldete sich ganz früh an: „Wir hatten gleich zu Beginn einen Kopfball an die Latte“, erzählte Ehrentraud. Kurz darauf lag Enzersfeld vorne – in Minute 10 traf Timo Enzi zum 1:0. Die Gäste ließen sich davon nicht beirren und bekamen im Laufe der ersten Hälfte einen Elfmeter zugesprochen, vergaben aber die große Ausgleichschance. Zur Pause stand es 1:0. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eng, ohne Chancenfestival. „Es waren wenige Szenen, abgesehen vom Elfmeter und dem Lattenköpfler“, sagte Ehrentraud. Rußbach blieb dran, und in der Nachspielzeit zahlte sich das Dranbleiben aus: Fadim Bedzeti traf in der 90.+3 zum 1:1. „Wir haben in der 93. den Ausgleich geschossen – verdient“, so der Obmann.
In der Bewertung seiner Mannschaft blieb Philipp Ehrentraud geradlinig und zufrieden: „Eigentlich hat alles gut geklappt. Defensive, Offensive.“ Das passte zum Eindruck auf dem Platz, denn Rußbach blieb trotz frühem Rückschlag organisiert und suchte geduldig seinen Moment. Auf die Frage nach der Fairness des Ergebnisses meinte er: „Ja, definitiv.“ Entscheidender Knackpunkt war für ihn weder Taktik noch Laufbereitschaft, sondern etwas sehr Handfestes: „Am Ende war es die Chancenauswertung auf beiden Seiten, sowohl Enzersfeld als auch Rußbach.“ Auch den Gegner ordnete er ohne großes Drumherum ein: „Ja, normal.“ In Summe spiegelt das 1:1 genau diese Gemengelage wider: wenige große Szenen, zwei Treffer – einer früh, einer sehr spät – und dazwischen viel Arbeit in beiden Reihen.
Der Punkt in Runde 21 ist keine Selbstverständlichkeit, zumal laut aktueller Tabelle Enzersfeld mit 33 Zählern auf Rang fünf geführt wird, während Rußbach mit 21 Punkten auf Platz acht liegt. Auswärts einen Zähler mitzunehmen, nachdem man früh zurücklag und sogar einen Elfmeter ungenutzt ließ, unterstreicht die Beharrlichkeit der Gäste. Dass der Ausgleich erst in Minute 93 fiel, passt für Ehrentraud zum Gesamtbild eines offenen Spiels: „Ausgeglichen, Chancen auf beiden Seiten.“ Und weil seine Elf defensiv wie offensiv „eigentlich alles gut“ machte, war der späte Treffer durch Fadim Bedzeti mehr als nur ein Zufallsprodukt – er war die logische Folge des Dranbleibens. Für den weiteren Saisonverlauf bleibt als klare Lehre, was der Obmann bereits betont hat: Die Chancenverwertung entscheidet darüber, ob aus einem Punkt auch einmal drei werden.