In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal empfing der SC Guntersdorf den USC Fallbach – am Ende stand ein 2:2, das sich nach einem wilden zweiten Durchgang gerecht anfühlte. Fallbach legte früh vor, Guntersdorf drehte nach der Pause auf und stellte zwischenzeitlich auf 2:1, ehe die Gäste in der Nachspielzeit noch zuschlugen. „Wir hätten den Sack zumachen müssen“, meinte Obmann Franz Kurzweil, der trotz des späten Ausgleichs insgesamt zufrieden blieb.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Der Start gehörte den Gästen. Bereits in Minute 13 brachte Daniel Pospisil den USC Fallbach 1:0 in Front. „In der ersten Hälfte waren die Gäste klar besser und uns wirklich überlegen – spielerisch, läuferisch und auch im Offensivbereich“, ordnete Franz Kurzweil ein. Mit dem 0:1 ging es in die Kabinen, doch nach dem Seitenwechsel zeigte Guntersdorf ein anderes Gesicht. Christian Hogl traf kurz nach Wiederbeginn (47.) zum Ausgleich, die Heimischen blieben am Drücker. „Nach der Halbzeit hat sich das Bild komplett gedreht. Da waren wir eindeutig besser und sind verdient in Führung gegangen“, so Kurzweil. Diese Führung besorgte Georg Kurzweil in Minute 72 – 2:1 für die Hausherren. Zwei Hochkaräter ließ Guntersdorf danach liegen, und das rächte sich. In der 90.+1. Minute staubte Jan Krejci zum 2:2 ab. „Wie’s halt oft ist – in der Nachspielzeit fällt der Ausgleich“, sagte Kurzweil.
Im Rückblick wollte der Guntersdorfer Obmann das Ergebnis nicht schönreden, aber auch nicht dramatisieren. „Es war ein gerechtes Remis aufgrund der Spielverläufe der beiden Hälften“, meinte Franz Kurzweil, der die Partie insgesamt positiv sah: „Es war ein abwechslungsreiches, gutes Fußballspiel für die zweite Klasse.“ Den klaren Umschwung nach der Pause schrieb er auch der Halbzeitansprache zu: „In der Halbzeit hat die Ansprache vom Trainer gewirkt. Wir waren dann klar besser und haben zwei Tore geschossen.“ Was zum Heimsieg fehlte, brachte er auf den Punkt: „Die Chancen zu nutzen und die Konzentration bis zum Schluss.“ Der späte Gegentreffer wurmte ihn, ohne Nachtreten: „Der Ausgleich war ein Abwehrfehler, der in Tornähe so nicht passieren sollte. Aber es ist kein Beinbruch.“
Kurzweil hatte auch für den Gegner anerkennende Worte: „Fallbach hat für die zweite Klasse sicher eine sehr gute Mannschaft. Diesmal ist es ihnen besser gelungen als im Herbst, wo wir 4:1 gewonnen haben, sich auf uns einzustellen. Es ist sicher eines der stärkeren Teams.“ Mit dem Unentschieden verteidigt Guntersdorf seine starke Position im Spitzenfeld (aktuell Rang zwei), während Fallbach im soliden Mittelfeld unterwegs ist. Lob gab es für den Unparteiischen: „Die Leistung war in Ordnung. Er hat weder hüben noch drüben jemanden bevorzugt.“
Zufrieden zeigte sich Kurzweil auch mit dem großen Ganzen: „Wir sind mit unserem Saisonverlauf mehr als zufrieden. Die fünf jungen Spieler sind integriert.“ Der Ausblick bleibt bodenständig: „Wir wollen das eine Match in Enzersfeld noch gewinnen – auswärts wird’s aber schwierig. Dann nutzen wir die Sommerpause und richten uns gut für den Herbst aus.“