Zum Auftakt in der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat die SV Langenzersdorf die SG Obritz / Hadres-M. mit 6:0 besiegt. Für Obmann Christoph Jordan war vor allem der frühe Rückstand ein Thema, dazu sprach er von der „individuellen Klasse“ des Gegners. Lange blieb die Partie beim 1:0 noch offen, nach dem Seitenwechsel zog der Gastgeber dann aber mit fünf weiteren Treffern davon.

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Aus Sicht der SG Obritz / Hadres-M. begann die Partie mit genau jenem Verlauf, den man auswärts bei einem starken Gegner vermeiden wollte. Schon in der 8. Minute brachte Adrian Wilfing die SV Langenzersdorf in Führung, und Christoph Jordan nannte danach auch den Grund, warum seine Mannschaft so rasch in Probleme geraten war. „Wir sind früh in Rückstand geraten durch Fehler im Aufbauspiel“, sagte der Obmann. Trotz dieses Nackenschlags blieb das Spiel vorerst noch im Rahmen, denn bis zur Pause fiel kein weiterer Treffer mehr. Beim 1:0 zur Halbzeit war für die SG Obritz / Hadres-M. also zumindest noch alles offen, auch wenn Jordan die Leistung seiner Mannschaft schon da gemischt einordnete: „Wir haben gute Phasen gehabt und auch weniger gute Phasen.“
Entscheidend war dann die Phase nach dem Seitenwechsel. In der 55. Minute erhöhte Thomas Jackel auf 2:0, und genau diesen Moment beschrieb Christoph Jordan später als klaren Wendepunkt. „Speziell nach dem 2:0 sind sie in einen Spielrausch gekommen und haben richtig Druck gemacht“, sagte er. Die Zahlen stützen diese Einschätzung deutlich, denn kurz darauf legte die SV Langenzersdorf schnell nach. Julian Küssler traf in der 58., 62. und 69. Minute gleich dreimal und stellte damit innerhalb kurzer Zeit auf 5:0. Den Schlusspunkt setzte schließlich Sebastian Haimerl in der 73. Minute mit dem Treffer zum 6:0. Aus einem Spiel, das zur Pause noch eng gewesen war, wurde damit nach der Pause eine klare Angelegenheit.
In seiner Analyse machte Christoph Jordan keinen großen Bogen um die Gründe für die deutliche Niederlage. „Die individuelle Klasse des SV Langenzersdorf hat sich durchgesetzt“, sagte er sehr klar. Gleichzeitig sprach er auch die eigenen Anteile offen an: „Individuelle Fehler haben auch zu ein oder zwei Toren geführt.“ Für ihn kam die Schwierigkeit der Aufgabe allerdings nicht überraschend. „Das war das erwartete schwierige Spiel beim SV Langenzersdorf. Die wollen Meister werden und haben viel Qualität geholt. Das hat man auch gesehen“, so Jordan. Er beließ es dabei nicht bei einem allgemeinen Lob, sondern nannte auch die Mischung, die den Gegner aus seiner Sicht so unangenehm machte: „Gute Einzelspieler, aber auch insgesamt eine gute Mannschaft, die auch nicht aufgehört hat zu spielen.“ Gerade diese Konstanz über die gesamte Spielzeit hinweg sei ein wichtiger Faktor gewesen.
Für die SG Obritz / Hadres-M. bleibt nach dem 0:6 vor allem die Aufgabe, die Lehren aus diesem ersten Saisonspiel rasch mitzunehmen. Jordan formulierte das ohne Ausflüchte: „Wir müssen die eigenen Fehler minimieren und konzentrierter spielen.“ Gleichzeitig wollte er auch nicht alles schlechtreden, denn in einzelnen Phasen habe seine Mannschaft schon gezeigt, dass sie mithalten kann. „Wir haben versucht, gut dagegenzuhalten. Das ist uns nicht immer, aber manchmal gelungen“, sagte er. Diskussionen um äußere Umstände wollte er gar nicht erst aufmachen, auch die Leistung des Unparteiischen bewertete er knapp und sachlich: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“ So bleibt unter dem Strich ein klarer Fehlstart für die SG Obritz / Hadres-M., aber auch eine sehr eindeutige Analyse, woran in den nächsten Wochen gearbeitet werden muss.