Spielberichte

„Wenn man in dieser Klasse fünf Spieler vorgeben muss, wird es eng“ – Admira holt ein 2:2

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Admira Wr. N.
ATSV Wöllersdorf

In der 2. Klasse Steinfeld hat SV Admira Wr. Neustadt gegen ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl nach einem wechselhaften Abend 2:2 gespielt. Die Gastgeber legten früh vor, gingen dennoch mit einem 1:2 in die Pause und kamen erst in der 76. Minute zum Ausgleich. Trainer Lukas Grandl führte den Punktgewinn vor allem auf großen Einsatz trotz fünf fehlender Stammspieler zurück und meinte zugleich, dass seiner Mannschaft am Ende etwas Offensivpower von der Bank fehlte.

Fußball und violette Fußballschuhe

Foto von Frantzou Fleurine auf Unsplash

Starker Beginn, dann dreht Wöllersdorf die Partie

Grandl war vor allem mit dem Einstieg zufrieden. „Mit der Vorgeschichte, dass uns fünf Stammspieler gefehlt haben, war ich mit den ersten Minuten sehr zufrieden“, sagte der Admira-Trainer nach dem Spiel. Seine Mannschaft ging bereits in der 5. Minute in Führung, als Daniel Ahmadi eine Aktion über die Seite zum 1:0 abschloss. Der Coach sprach von einer Szene, „wie wir es eigentlich immer wieder vortragen wollen“, mit einem Stanglpass und dem Abschluss auf der zweiten Stange. Danach hätte Admira nachlegen können. „Wir haben dann das 1:0 gemacht und hätten wahrscheinlich noch das eine oder andere nachlegen müssen“, meinte Grandl, verwies aber auch darauf, dass der Tormann der Gäste mehrere Situationen gut parierte und so das zweite Tor verhinderte.

Früher Rückschlag und ein kurioses 1:2

Statt eines zweiten Treffers fiel jedoch rasch der Ausgleich. Amer Duran stellte in der 11. Minute auf 1:1, nachdem Admira den Konter nach Einschätzung des Trainers schon früher hätte unterbinden können. „Im Mittelfeld hätten wir wahrscheinlich schon ein taktisches Foul ziehen müssen. Das haben wir verabsäumt“, sagte Grandl. Dazu kam, dass Nikola Frljuzec schon früh mit Oberschenkelproblemen vom Feld musste, wodurch die ohnehin angespannte Personalsituation noch einmal schwieriger wurde. In der 17. Minute ging Wöllersdorf dann durch Adama Saidy 2:1 in Führung. Grandl bezeichnete diesen Treffer als „sehr kurios“ und schilderte, dass ein schneller Abstoßversuch an einem Gegenspieler landete und der Ball von dort ins Tor sprang. Aus seiner Sicht war die Szene „sehr strittig“, weil sich der gegnerische Spieler im Strafraum befunden habe. Der Schiedsrichter gab den Treffer, zur Pause lag Admira damit 1:2 zurück.

Viel Moral, Boskovic gleicht aus

Nach dem Seitenwechsel blieb Admira trotz der schmalen Bank im Spiel und steckte nicht auf. Grandl betonte mehrfach, wie seine Mannschaft mit der Situation umging: „Von der Moral her muss ich wieder den Hut ziehen vor meiner Mannschaft.“ Es kamen einige Spieler aus der U23 zum Einsatz, und dennoch entwickelten die Gastgeber laut ihrem Trainer noch einmal „sehr, sehr viel Druck“. Der Lohn folgte in der 76. Minute, als Matija Boskovic nach einem schnellen Umschalten das 2:2 erzielte. Grandl beschrieb die Szene so: Nach einem gewonnenen Ball im Mittelfeld,von Gtaf David sei sofort die Tiefe gesucht worden, ehe Boskovic im Eins-gegen-eins traf. Danach blieb die Partie offen. „Ab der 70. Minute war das Spiel sehr offen, eigentlich schon vogelwild“, sagte der Trainer. Beide Seiten hätten noch das 3:2 machen können, „aber unterm Strich ist das 2:2 in Ordnung gegangen“.

Großes Kompliment trotz dünner Personaldecke

Auch in der Einordnung nach dem Schlusspfiff blieb Grandl sachlich. Die Leistung des Gegners schätzte er hoch ein und nannte Wöllersdorf eine „Top-drei-Mannschaft in der Liga“, bei der man erkenne, dass der Trainer eine klare Idee habe und viel Qualität im Kader stecke. Trotz der Diskussion um das 1:2 bewertete er auch den Auftritt des Unparteiischen ausgewogen: „Die Schiedsrichterleistung war unterm Strich vollkommen okay.“ Gleichzeitig erklärte er, warum aus seiner Sicht am Ende nicht mehr als ein Punkt drin war. „Wenn man fünf Spieler vorgibt plus den Einserstürmer nach 15min wechseln muss, wird es am Ende ein bisschen eng“, sagte Grandl. Gerade von der Bank habe seiner Mannschaft die letzte Offensivpower gefehlt, obwohl sich die eingewechselten Spieler laut Trainer „reingehauen“ hätten. Mit dem 2:2 bleibt Admira nach fünf Runden mit neun Punkten in der Spitzengruppe dabei.

2. Klasse Steinfeld: Admira Wr. N. : Wöllersdorf - 2:2 (1:2)

  • 76
    Matija Boskovic 2:2
  • 17
    Adama Saidy 1:2
  • 11
    Amer Duran 1:1
  • 5
    Daniel Ahmadi 1:0