In der 2. Klasse Steinfeld hat der SV Zillingdorf am Samstagnachmittag ein intensives Heimspiel gegen den SC Piesting mit 2:1 gewonnen. Nach torloser erster Hälfte gerieten die Gastgeber früh nach der Pause in Rückstand, drehten die Partie aber noch. Trainer Lukas Hammer sprach von einem „hart erarbeiteten Sieg“ und sah vor allem die Haltung seiner Mannschaft als Schlüssel: „Moral war heute unsere größte Stärke.“

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Für Lukas Hammer begann die Partie so, wie er sie sich vorgestellt hatte. „Wir waren in der ersten Halbzeit spielbestimmend, haben sehr viele Chancen herausgespielt und waren vor allem in den ersten dreißig Minuten gut in der Partie“, sagte der Zillingdorf-Trainer nach dem Schlusspfiff. Gerade diese Anfangsphase sei aus seiner Sicht klar an seine Mannschaft gegangen. Hammer formulierte es deutlich: „Wir müssen da eigentlich schon in der ersten Halbzeit 2:0 oder 3:0 führen.“ Dass es dennoch mit einem 0:0 in die Pause ging, war für ihn der erste Punkt, an dem sich die bekannte Schwäche seiner Mannschaft gezeigt hat. Zillingdorf war nach seiner Einschätzung aggressiver und bissiger, konnte den Aufwand aber nicht in Tore ummünzen. Gleichzeitig machte Hammer klar, dass Piesting keineswegs nur reagierte. „Piesting war taktisch gut eingestellt, hat immer auf Konter gelauert und hatte auch ein paar gute Möglichkeiten“, meinte er. Insgesamt sei es „ein intensives, spannendes Spiel“ und „ein guter Kampf“ gewesen.
Auch nach Wiederbeginn sah Hammer seine Mannschaft zunächst noch ordentlich im Spiel, ehe die Partie in eine andere Richtung zu kippen drohte. „Wir hatten nach der Halbzeit noch ein, zwei gute Chancen, dann kassieren wir im Gegenzug das 0:1“, sagte er. In der 48. Minute brachte Philipp Hauer die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieser Treffer hinterließ bei Zillingdorf zunächst Wirkung. „Danach haben wir ein bisschen den Faden verloren, und da ist der Gegner stärker geworden“, schilderte Hammer diese Phase. Entscheidend war aus seiner Sicht aber, dass seine Mannschaft sich davon nicht dauerhaft beeindrucken ließ. Der Trainer stellte um und reagierte auch personell. „Wir haben in der Aufstellung ein bisschen etwas umgestellt und zwei Wechsel gemacht“, erklärte er. Danach bekam Zillingdorf wieder mehr Zugriff auf das Spiel. Der Ausgleich durch Erblin Skenderaj in der 69. Minute war für Hammer der klare Wendepunkt. „Das 1:1 war ein hart erzwungenes Tor“, sagte er. Ab diesem Moment habe man gespürt, „dass wir die Partie an uns reißen und die drei Punkte einfahren“. Genau so kam es dann auch: Zillingdorf blieb am Drücker und machte in der 83. Minute durch Jan Haberl verdient das 2:1.
Hammer ordnete den Heimerfolg nicht nur über die Tore ein, sondern vor allem über die Entwicklung seiner Mannschaft. „Moral war heute unsere größte Stärke“, sagte er, und genau auf diesen Punkt kam er mehrfach zurück. In den vergangenen Wochen habe sein Team immer wieder gute Möglichkeiten vorgefunden, sich aber nicht belohnt. Umso wichtiger sei es gewesen, nach dem Rückstand nicht einzubrechen. „Du hast heute wieder viele Chancen und gehst zu Hause 0:1 in Rückstand. Dass wir trotzdem weitermachen und wieder aufstehen, das war stark“, meinte der Trainer. Für ihn war es deshalb „ein hart erarbeiteter Sieg“, der sich auch über mehrere Wochen aufgebaut habe. Ganz zufrieden war Hammer trotz des Erfolgs aber nicht. Das größte Verbesserungspotenzial sieht er weiter im Abschluss. „Die Chancenverwertung müssen wir auf alle Fälle verbessern. Vor dem Tor sind wir noch zu unentschlossen, da müssen wir konsequenter sein“, sagte er offen. Dazu kam aus seiner Sicht in der ersten Hälfte noch eine Szene, in der er einen Strafstoß für sein Team gesehen hatte. Wichtiger war ihm am Ende aber der Blick nach vorne. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Wir arbeiten sehr hart, wir haben eine super Trainingsbeteiligung und ich blicke positiv in die Zukunft“, sagte Hammer. Zillingdorf habe aus seiner Sicht „den richtigen Weg eingeschlagen“ und werde in dieser Saison „noch einige Punkte einfahren“.