Spielberichte

„Es war ein Sieg für die Mentalität“: Wr. Neustadt dreht frühes 0:1 zum 3:2

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ESV Wr. Neustadt
SV Zillingdorf

In der 6. Runde der 2. Klasse Steinfeld hat ESV HW Wr. Neustadt daheim gegen SV Zillingdorf einen 3:2-Erfolg gefeiert. Nach einem frühen Eigentor ließ sich die Mannschaft von Trainer Tim Komfort nicht aus der Ruhe bringen, schlug noch vor der Pause dreimal zu und brachte den Vorsprung dann mit viel Einsatz über die Zeit. Für den Coach war es vor allem „ein Sieg für die Mentalität“.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Rückschlag, dann die schnelle Antwort

Der Nachmittag begann für die Hausherren mit einem Schreckmoment. Schon in der 6. Minute geriet Wr. Neustadt durch ein Eigentor von Luca Simphiwe Freedom Lassager mit 0:1 in Rückstand. Genau diese Szene stellte Tim Komfort nach dem Schlusspfiff an den Anfang seiner Analyse, weil sie viel über den weiteren Verlauf aussagte. „Anfangs war es ein kurzer Schreckmoment mit dem Eigentor, aber die Mannschaft hat sich nicht verunsichern lassen, hat mutig nach vorne gespielt sowie defensiv sehr gut verteidigt“, sagte der Trainer. Dass seine Elf die passende Antwort schnell fand, war aus seiner Sicht ein ganz entscheidender Punkt. Bereits in der 13. Minute stellte Slobodan Gojanovic mit dem 1:1 wieder alles auf Anfang, und Tim Komfort hob dieses Tor besonders hervor: „Das war das 1:1 von Slobo mit einem Traumtor in der 13. Minute.“ Für den Coach war damit schon sehr früh spürbar, dass das Spiel nicht gegen seine Mannschaft laufen würde. „Direkt in der Anfangsphase“, erklärte er auf die Frage, wann die Partie in die eigene Richtung gekippt sei.

Drei Treffer bis Minute 21 legen den Grundstein

Auf den Ausgleich folgte die stärkste Phase der Gastgeber. Wr. Neustadt blieb mutig, spielte nach vorne und nutzte die Möglichkeiten konsequent. In der 16. Minute brachte Hugo Kyselica sein Team mit 2:1 in Führung, nur fünf Minuten später legte derselbe Spieler das 3:1 nach. Innerhalb weniger Minuten hatte sich das Spiel komplett gedreht, und genau dieses Umschalten gefiel dem Trainerteam besonders gut. „Wir haben sehr gute Umschaltmomente gehabt und die Chancen genutzt, die wir bekommen haben“, sagte er. Auch deshalb sprach er von einer Mannschaft, die ihren Plan auf den Platz gebracht habe. „Dieser Sieg war mental enorm wichtig. Die Mannschaft hat den Matchplan umgesetzt, vorne schnelle Umschaltspiele kreiert und in der Defensive nichts anbrennen lassen.“ Zur Pause stand damit ein 3:1, und diese erste Halbzeit war letztlich die Basis für den Heimsieg. Wr. Neustadt hatte den frühen Rückstand nicht nur korrigiert, sondern das Spiel in kurzer Zeit auf seine Seite gezogen.

Zillingdorf kommt zurück, Wr. Neustadt hält dagegen

Ganz erledigt war die Partie damit aber nicht. Kurz nach Wiederbeginn verkürzte Erblin Skenderaj in der 49. Minute für Zillingdorf auf 3:2 und brachte damit wieder Spannung hinein. Tim Komfort machte auch keinen Hehl daraus, dass die zweite Hälfte aus seiner Sicht kritischer zu bewerten war als die erste. „Verbesserungspotenzial sehen wir speziell in den zweiten Halbzeiten. Da müssen wir noch aggressiver sein und die Abstände zum Gegner geringer halten“, sagte der Trainer. Dazu passte seine Einschätzung zum Gegner, dem er einen engagierten Auftritt bescheinigte. „Die Mannschaft von Lukas Hammer hat nie aufgegeben und hat alles reingeworfen und speziell in der zweiten Halbzeit phasenweise oder über weite Strecken mehr Ballbesitz gehabt.“ Gerade deshalb bekam das Spiel bis zum Ende noch einmal einen offenen Charakter. Komfort sprach von einem „intensiven Match über neunzig Minuten und mit einer guten Spannung bis zum Schluss“, und genau so entwickelte sich die Schlussphase auch aus seiner Sicht.

Heissenberger rettet spät, der Sieg soll Auftrieb geben

Dass die drei Punkte am Ende tatsächlich in Wr. Neustadt blieben, lag nach Aussage des Trainers nicht nur an den Toren vor der Pause, sondern auch an einer Szene kurz vor Schluss. „Es war noch der Moment kurz vor Schluss, wo Bernd Heissenberger einen Ball von der Linie gekratzt hat“, sagte Komfort und nannte damit jene Aktion, die für ihn ebenso spielentscheidend war wie der Ausgleich von Gojanovic. So blieb es beim 3:2, das der Trainer insgesamt als verdient einstufte, obwohl seine Mannschaft nach der Pause stärker gefordert war. „Im Gesamten war es trotzdem ein verdienter Sieg für uns“, hielt Komfort fest. Positiv bewertete er zudem den ruhigen Rahmen der Partie: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut. Das Spiel hatte er über die ganze Partie im Griff und es gab keine strittigen Entscheidungen.“ Für Wr. Neustadt ist dieser Erfolg nicht nur wegen des Ergebnisses wichtig, sondern auch, weil die Mannschaft nach einem frühen Rückschlag die richtige Reaktion gezeigt hat.

2. Klasse Steinfeld: HW Wr. Neustadt : Zillingdorf - 3:2 (3:1)

  • 49
    Erblin Skenderaj 3:2
  • 21
    Hugo Kyselica 3:1
  • 16
    Hugo Kyselica 2:1
  • 13
    Slobodan Gojanovic 1:1
  • 6
    Eigentor durch Luca Simphiwe Freedom Lassager 0:1