Spielberichte

„Das 1:1 war sehr wichtig“ – Admira dreht das Derby mit drei Treffern noch vor der Pause

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ESV Wr. Neustadt
Admira Wr. N.

In der 2. Klasse Steinfeld hat SV Admira Wr. Neustadt das Derby bei ESV HW Wr. Neustadt mit 4:1 gewonnen. Die Gäste gerieten früh in Rückstand, stellten die Partie aber noch vor der Pause auf 3:1 und brachten den Vorsprung am Ende klar ins Ziel. Trainer Lukas Grandl sprach zwar nicht von der besten fußballerischen Leistung seiner Mannschaft, hob nach dem Schlusspfiff aber vor allem die Moral hervor. Besonders das frühe 1:1 sei für den weiteren Verlauf entscheidend gewesen.

Fußball in Weiß-Rot auf Rasen

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels

Schwieriger Start, dann kippte die Partie noch vor der Pause

Grandl machte keinen Hehl daraus, dass es für seine Mannschaft kein leichter Nachmittag war. „Es war sicher nicht unsere beste fußballerische Leistung in dieser Saison, aber unterm Strich ist der Sieg in Ordnung gegangen“, sagte der Admira-Trainer. Gerade der Beginn passte aus seiner Sicht überhaupt nicht. „Wir sind relativ schlecht ins Match reingekommen. Es war ein Derby, sehr umkämpft, dazu windig, Regen und der Platz war nicht ideal. Das war ein Spiel, das sehr schwierig zu spielen war.“ In der 10. Minute geriet Admira dann auch in Rückstand, als Hugo Kyselica das 1:0 für die Gastgeber erzielte. Grandl sprach von einem Fehler seiner Mannschaft, nach dem es etwas dauerte, bis die Gäste wieder zu ihrem einfachen Spiel fanden. Umso wichtiger war für ihn das 1:1 in der 27. Minute. „Sehr wichtig war, dass wir das 1:1 noch relativ früh in der ersten Hälfte erzielt haben, weil es sonst sicher immer schwieriger geworden wäre“, sagte er. Marco Lohr verwertete eine Flanke per Kopf zum Ausgleich. Danach zog Admira das Spiel noch vor der Pause auf seine Seite. Marcel Schmidt traf in der 38. Minute direkt per Eckball zum 2:1, ehe Matija Boskovic in der 43. Minute nach einem Abwehrfehler zum 3:1-Pausenstand einschob.

Nach der Pause blieb HW im Spiel, Admira setzte spät den Deckel drauf

Auch nach dem Seitenwechsel wurde es aus Sicht der Gäste kein gemütlicher Nachmittag. Grandl beschrieb die zweite Hälfte als ähnlich wie die erste, nur mit mehr Spielanteilen für die Heimischen. „Vielleicht hat HW sogar mehr Spielanteile gehabt. Wir sind immer wieder durch Konter gefährlich geworden“, sagte er. Das passte zum Verlauf: Admira hatte zwar die bessere Ausgangslage, musste den Vorsprung aber weiter verteidigen, weil die Gastgeber nicht aufsteckten. Der Coach machte auch klar, dass das Match bis zum späten 4:1 tief in der Nachspielzeit nicht endgültig entschieden war. „Bis dahin wäre es sicher noch einmal spannend geworden, wenn HW den Anschlusstreffer erzielt hätte.“ Gleichzeitig betonte er aber auch, dass der ESV trotz der größeren Anteile nicht wirklich zwingend geworden sei. „So richtig gefährlich sind sie auch nicht gewesen.“ Den endgültigen Schlusspunkt setzte dann erst tief in der Nachspielzeit Daniel Ahmadi mit dem 4:1 zum Endstand. Dass der Treffer erst in Minute 90+2 fiel, unterstrich noch einmal, wie lange Admira konzentriert bleiben musste, obwohl das Ergebnis am Ende deutlich aussah.

Grandl hebt die Moral hervor und zollt dem Gegner Respekt

Was Grandl nach dem Derby besonders gefiel, war weniger der spielerische Glanz als die Reaktion seiner Mannschaft auf den frühen Rückschlag. „Wir haben wieder Moral bewiesen und gezeigt, dass wir als Mannschaft sehr gefestigt sind. Auch mit Rückschlägen werden wir nicht nervös, sondern probieren wirklich, unser Spiel wieder aufzunehmen“, sagte er. Genau das sah der Trainer als Hauptgrund dafür, dass der Auswärtssieg am Ende in Ordnung ging. Für den Gegner fand er trotz der Niederlage ebenfalls deutliche Anerkennung. „HW war spielerisch vor allem in der zweiten Halbzeit sehr stark, sie haben sehr gute Einzelspieler und immer weitergekämpft“, meinte Grandl. Deshalb ordnete er auch die Lage des ESV in der Tabelle klar ein: „Das ist eine ganz brave Mannschaft und sie steht zu Unrecht auf dem Tabellenplatz, auf dem sie sich zurzeit befindet.“ Für Admira war der Derbyerfolg jedenfalls ein wichtiger Schritt. Nach zehn Runden halten die Wiener Neustädter bei 24 Punkten und bleiben damit erster Verfolger von Lanzenkirchen. Gerade weil nicht alles rundlief, dürfte dieser Sieg für Grandl ein besonders aufschlussreicher gewesen sein.

2. Klasse Steinfeld: HW Wr. Neustadt : Admira Wr. N. - 1:4 (1:3)

  • 92
    Daniel Ahmadi 1:4
  • 43
    Matija Boskovic 1:3
  • 38
    Marcel Schmidt 1:2
  • 27
    Marco Lohr 1:1
  • 10
    Hugo Kyselica 1:0