In der 2. Klasse Steinfeld hat SV Zillingdorf am Freitagabend bei SV Admira Wr. Neustadt einen späten 2:1-Auswärtssieg geholt. Nach frühem Rückstand und dem 1:1 zur Pause drehte Zillingdorf die Partie erst in der Nachspielzeit. Trainer Lukas Hammer führte den Erfolg auf Geduld, taktische Disziplin und das nötige Glück zurück. Dabei bezwang sein Team einen Gegner, der vor dieser Runde noch ungeschlagen war.

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Admira erwischte den klar besseren Beginn und ging in der 12. Minute durch Nikola Frljuzec in Führung. Für Hammer war das eine Phase, in der seine Mannschaft noch gar nicht richtig im Spiel war. „Admira hatte den besseren Start, auch mit dem Führungstor. Wir haben schwer ins Spiel gefunden, waren in der Defensive nicht so geordnet und hatten Schwierigkeiten im Stellungsspiel“, sagte der Zillingdorf-Trainer. Mit Fortdauer der ersten Hälfte wurde seine Elf aber stabiler. Zillingdorf fand besser in die Ordnung, kam mit dem Ball sauberer nach vorne und versuchte laut Hammer wieder mehr von dem auf den Platz zu bringen, was die Mannschaft eigentlich auszeichnet. Der Lohn folgte in der 34. Minute, als Stefan Rauch nach einem Eckball mit einem anschließenden Weitschuss vom Sechzehner zum 1:1 traf. So war die Partie zur Pause wieder völlig offen.
Nach dem Seitenwechsel sah Hammer seine Mannschaft dann endgültig im Spiel. „Direkt nach der Halbzeitpause hatten wir eine gute Möglichkeit und waren dann gut in der Partie“, sagte er. Zillingdorf hatte nach seiner Einschätzung mehrere Halbchancen, spielte diese aber nicht immer sauber zu Ende. Genau darin lag für ihn einer der Punkte, warum die Partie lange offen blieb. Trotzdem gefiel ihm, wie seine Mannschaft in dieser Phase bei sich blieb. „Wir sind geduldig geblieben und haben wirklich taktisch diszipliniert gespielt. Wir haben gewusst, wir bekommen unsere Chancen noch“, erklärte Hammer. Dass das gegen einen starken Gegner notwendig war, betonte er ausdrücklich. Admira sei „kein schlechter Gegner“ und habe als bis dahin ungeschlagenes Team gezeigt, warum es im oberen Bereich der Tabelle steht. Auch deshalb ordnete der Zillingdorf-Coach das Match als schwierige, über weite Strecken ausgeglichene Partie ein.
Die Schlüsselszene des Abends kam ganz spät und passte genau zu Hammers Einschätzung, dass sein Team diesmal auch das Glück auf seiner Seite hatte. Zunächst bekam Admira in der Schlussphase noch einen Elfmeter zugesprochen, und auch da wollte der Zillingdorf-Trainer nichts schönreden. „Der Elfmeter geht voll in Ordnung. Das war ein klarer Elfmeter“, sagte Hammer. Weil die Gastgeber diese große Chance aber nicht nutzten, blieb Zillingdorf am Leben. „Das hat uns noch einmal Hoffnung gegeben“, meinte der Trainer. Im Gegenzug fiel dann tatsächlich noch das 2:1. Wieder war es Stefan Rauch, der in der 91. Minute zuschlug und damit den Auswärtssieg fixierte. Hammer sprach von einem „superschönen Siegestor“ nach einer gut kombinierten Aktion nach einem Freistoß und stellte klar: „Mit dem Treffer war das Spiel entschieden.“ Zugleich blieb er in seiner Bewertung nüchtern und sagte auch offen, dass sein Team „am Ende ein bisschen mit Glück“ als Sieger vom Platz gegangen sei.
Trotz des späten Sieges wollte Hammer den Blick nicht nur auf dieses eine Spiel verengen. Er sprach auch über die Entwicklung seiner Mannschaft in der gesamten Hinrunde und darüber, wo Zillingdorf weiter zulegen muss. „Wir haben viel zu viele Gegentore bekommen, vor allem zu viele einfache. Und vor dem Tor müssen wir noch kaltschnäuziger werden“, sagte er. Gleichzeitig war aus seinen Aussagen klar herauszuhören, wie wichtig dieser Erfolg für das Gefühl rund um die Mannschaft ist. „Mit den letzten zwei Partien sind wir wirklich sehr zufrieden. Wir können jetzt positiv in die Pause gehen, und ich bin überzeugt, dass das Frühjahr besser laufen wird.“ Zum Abschluss richtete Hammer noch ein deutliches Lob an seine Gruppe. „Die Truppe hat immer weitergekämpft. Wir halten zusammen, wir kämpfen, und ich freue mich schon auf die Rückrunde.“ Nach einem Abend mit spätem Happy End war genau das der Ton, mit dem Zillingdorf in die Pause geht.