In der 2. Klasse Steinfeld musste sich der SV Winzendorf dem SC Piesting mit 1:2 geschlagen geben. Das Ergebnis passte aus Sicht von Trainer Mario Modad nur bedingt zum Spiel, denn seine Mannschaft hatte nach vorne genug Möglichkeiten, machte daraus aber zu wenig. "Wer die Tore nicht schießt, der bekommt sie", brachte es der Winzendorf-Coach nach dem Schlusspfiff auf den Punkt.

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Für Winzendorf begann die Partie mit einem Rückschlag, denn schon in der 3. Minute brachte Mario Ecker die Gäste mit 1:0 in Führung. Modad sah in dieser Anfangsphase auch die beste Phase des Gegners. "In den ersten fünfzehn Minuten waren sie sehr stark", sagte der Trainer und sprach von einem guten Auftreten der Piestinger. Danach fand seine Mannschaft aber deutlich besser in die Partie und hatte laut Modad gerade in der ersten Hälfte genügend Möglichkeiten, das Spiel zu drehen oder zumindest auszugleichen. "Entscheidend war, dass wir in Hälfte eins viermal ein Eins-gegen-Eins gegen den Tormann haben und es nicht schaffen, ein Tor zu erzielen", erklärte er. So blieb es trotz dieser Chancen beim 0:1 zur Pause. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Piesting dann in der 50. Minute durch Philipp Brandecker auf 2:0. Winzendorf musste damit noch einmal einem größeren Rückstand nachlaufen, kam aber erst spät zum Anschlusstreffer, als Samuel Windisch in der 86. Minute das 1:2 machte. Mehr als dieses späte Tor sprang für die Gastgeber am Ende nicht mehr heraus.
Mario Modad machte nach dem Spiel deutlich, dass ihn weniger die Spielanlage seiner Mannschaft störte als vielmehr der Umgang mit den Möglichkeiten vor dem Tor. "Uns fehlt einfach die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor", sagte der Winzendorf-Trainer sehr klar. Für ihn war genau das der Punkt, der den Unterschied ausmachte. Seine Mannschaft habe über weite Strecken genug getan, um etwas mitzunehmen, habe sich dafür aber nicht belohnt. "Uns fehlt da in gewisser Weise einfach eine Abgeklärtheit, eine Routine, dass wir es schaffen, solche Spiele in unsere Richtung zu kippen, indem wir unsere Chancen verwerten und eben auch die großen Spielanteile in einen Sieg umzumünzen", sagte Modad. Gerade deshalb tat ihm diese Niederlage sichtbar weh, weil er nicht von einem schwachen Auftritt sprach, sondern von einem "recht ansehnlichen Spiel", das am Ende trotzdem ohne Zählbares blieb. Die alte Fußballweisheit, die er gleich zu Beginn nannte, zog sich damit wie ein roter Faden durch seine Analyse: vorne zu wenig Ertrag, hinten die Gegentore und unterm Strich eine Partie, aus der Winzendorf deutlich mehr hätte machen können.
Neben der mangelnden Effizienz sprach Modad auch zwei strittige Situationen an, mit denen er überhaupt nicht einverstanden war. Aus seiner Sicht blieb einmal ein Elfmeterpfiff aus, außerdem monierte er eine weitere ungeahndete Szene. "Wir haben gerade nicht das glücklichste Händchen bei Schiedsrichtern", sagte der Trainer, ordnete diese Punkte aber letztlich doch nur als zusätzlichen Ärger eines Abends ein, an dem seine Mannschaft ihre Hauptaufgabe selbst nicht lösen konnte. Gleichzeitig fand er auch anerkennende Worte für den Gegner. "Man merkt vielleicht auch bei Piesting, dass einfach die Selbstverständlichkeit am Ball fehlt aufgrund der Ergebnisse, aber es ist eine Mannschaft mit viel Qualität. Das hat man auch heute gesehen", sagte Modad. Trotz der Niederlage wollte er deshalb nicht alles schlechtreden. "Prinzipiell ist die Entwicklung, die wir haben, positiv. Wir spielen einen ansehnlichen Fußball", betonte er. Der nächste Schritt sei nun, diese Auftritte endlich in Resultate zu verwandeln. "Wir müssen es jetzt einfach schaffen, in der Rückrunde auch gute Spiele in gute Ergebnisse umzuwandeln." Genau darin liegt nach diesem 1:2 die große Aufgabe für Winzendorf.