Spielberichte

Robert Wenninger Trainer des USV Kühnring: "Nach der Pause waren wir klar besser" – 7:1 gegen Brunn/Wild

USV Kühnring
USV Brunn/Wild

Ein Nachmittag, an dem Kühnring früh das Kommando übernahm und die Partie deutlich entschied: In der 2. Klasse Thayatal setzte sich der USV Kühnring gegen den USV Brunn/Wild mit 7:1 durch. Prägend war dabei der Tenor von Robert Wenninger, Trainer des USV Kühnring, der trotz des klaren Resultats zunächst ein engeres Duell erwartet hatte und anschließend die eigene Dominanz insbesondere nach der Pause hervorhob. Er beschrieb eine zweite Halbzeit mit intensiven Zweikämpfen, sprach über eine aus seiner Sicht fehlende klare Linie des Schiedsrichters und stellte die Geschlossenheit seines Teams über Einzelleistungen. Zudem verwies Wenninger auf einen ausgedünnten Kader und schwierige Platzverhältnisse, die spielerische Elemente erschwerten – mit dem festen Glauben, dass in den kommenden Wochen noch mehr kommt.

Zweikampf zwischen Spielern in Rot und Weiß-Blau - Ball in der Luft

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Spielverlauf und Tore

Frühe Weichenstellung: In der 11. Minute ging Kühnring durch ein Eigentor von Andreas Amsüss mit 1:0 in Führung. Nur zwei Minuten später erhöhte Dorian Bauer auf 2:0 während Stefan Maurer in der 17. Minute das 3:0 nachlegte. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause. Nach Wiederbeginn setzte Adam Novotny zwei weitere Akzente: Erst traf er in der 67. Minute zum 4:0, dann in der 79. Minute zum 5:0. Brunn/Wild verkürzte durch Michal Prokes in der 82. Minute auf 5:1, doch Kühnring stellte den alten Abstand prompt wieder her: In der 88. Minute schob Tayyip Ersoy zum 6:1 ein, ehe Salih Önsoy in der 90. Minute den Schlusspunkt zum 7:1 setzte. Der souveräne Verlauf untermauerte Wenningers Eindruck, dass seine Mannschaft insbesondere im zweiten Durchgang tonangebend war.

Intensität, Zweikämpfe und die Schiedsrichterleistung

Die Partie wurde nach der Pause robuster. Robert Wenninger sagte dazu: "In der zweiten Halbzeit war die Gangart ruppiger. Da waren ein paar Aktionen der Brunner dabei, bei denen man über einen Platzverweis hätte nachdenken können. Wir haben dann wirklich guten Fußball gespielt, uns schöne Chancen herausgespielt und sehenswerte Tore gemacht. Speziell herausheben möchte ich aber keine einzelne Szene." Zur Leistung des Unparteiischen meinte Wenninger: "Leider gab es keine klare Linie, weil viele ähnliche Aktionen unterschiedlich bewertet wurden. Direkt vor meiner Trainerbank habe ich eine Szene gesehen, die Rot sein muss – sie wurde nicht gegeben. Insgesamt war es aus meiner Sicht nicht die allerbeste Schiedsrichterleistung, allerdings ohne spielentscheidende Situationen – weder für Brunn noch für uns. Eine klarere Linie hätte ich mir dennoch gewünscht."

Kollektiv statt Einzelglanz

Auf die Frage nach einem überragenden Akteur betonte Wenninger die Teamleistung: "Nein, ich würde heute keinen Spieler nennen, der besonders herausgestochen ist. Wir haben das im Kollektiv sehr, sehr gut gemacht – von der ersten bis zur letzten Minute. Aufgrund der vielen Ausfälle, die wir aktuell fix haben, sind wir noch enger zusammengerückt, und bei diesem Ergebnis wäre es unfair, jemanden herauszuheben." Den Gegner nahm er respektvoll wahr und wünschte Brunn/Wild für den weiteren Saisonverlauf viel Glück und Punkte.

Kaderlage, Platzverhältnisse und Ausblick

Wenninger skizzierte eine angespannte Personalsituation: "Es gibt Spieler, die bis jetzt wenig trainiert haben – beruflich oder privat bedingt – und Verletzte, die uns vermutlich über das Frühjahr begleiten werden. Dadurch ist der Kader etwas dünner geworden. Wir haben aber auch ein paar junge Spieler hinten nach, die uns noch sehr viel Freude bereiten werden." Zugleich verwies er auf das spielerische Entwicklungspotenzial und die Rahmenbedingungen: "Wir haben ganz klar noch Potenzial im spielerischen Bereich, aber das ist auch aufgrund der Platzsituation ein bisschen geschuldet, dass es heute nicht so ganz funktioniert hat. Da mache ich der Mannschaft keinen Vorwurf – nach dem Winter sind die Verhältnisse nicht einfach. In den nächsten Wochen haben wir definitiv noch viel mehr Potenzial und Möglichkeiten als heute." Prägnant fasste er die Kräfteverhältnisse auch mit Blick auf Ballbesitz zusammen: "Es gab vielleicht eine Anfangsphase, so von Minute fünf bis Minute fünfzehn, in der Brunn zwei, drei Aktionen hatte. Ab dann waren wir die bessere Mannschaft und hatten sicher mehr Ballphasen als Brunn."

2. Klasse Thayatal: Kühnring : Brunn/Wild - 7:1 (3:0)

  • 90
    Salih Önsoy 7:1
  • 88
    Tayyip Ersoy 6:1
  • 82
    Michal Prokes 5:1
  • 79
    Adam Novotny 5:0
  • 67
    Adam Novotny 4:0
  • 17
    Stefan Maurer 3:0
  • 13
    Dorian Bauer 2:0
  • 11
    Eigentor durch Andreas Amsüss 1:0