Ein klarer Nachmittag in der 2. Klasse Thayatal endet aus Sicht der Gäste ernüchternd: Thomas Kauer, Trainer vom UFC Drosendorf, ordnet die 0:3-Niederlage beim SV Manhartsberg ohne Ausflüchte ein. Ein früher Rückstand, ein lange offenes Spiel nach dem 0:1 bis zur Mitte der zweiten Halbzeit und schließlich zwei weitere Gegentreffer zeichneten das Bild dieses Duells. Kauer beschreibt die Hausherren als klar tonangebend, hebt aber auch eine Phase hervor, in der seine Mannschaft kurz Luft bekam, ehe das 0:2 fiel und die Entscheidung brachte. Zur Pause lag Drosendorf 0:1 zurück, am Ende 0:3 – und Kauer spricht über Fehlerketten, taktische Disziplin, die Qualität des Gegners, eine insgesamt „halbwegs in Ordnung“ gehende Schiedsrichterleistung und eine unveränderte Personalsituation ohne Verletzte.

Image by Stadien_NRW from Pixabay
Die Weichen stellte der SV Manhartsberg früh: In der 3. Minute geriet Drosendorf durch Tomas Kouril mit 0:1 in Rückstand. Bis zur Pause blieb es dabei, auch weil Drosendorf defensiv viel investierte, während die Gastgeber dominierten, zunächst aber nicht nachlegten. Kauer fasst die Kräfteverhältnisse deutlich zusammen: „Manhartsberg hat eine dominante Spielweise und zwei, drei herausragende Spieler, die nur schwer aus dem Spiel zu nehmen sind – deshalb ging die Niederlage in Ordnung.“ Den frühen Rückstand ordnet er als Folge eines Eigenfehlers ein.
Genau in dem Moment, als Drosendorf etwas mehr Raum fand, setzten die Hausherren den entscheidenden Stich. Jan Nespesny stellte in der 67. Minute auf 0:2. Wie prägend diese Sequenz war, schildert Kauer so: „Kurz bevor wir das 0:2 bekamen, hat Manhartsberg ein bisschen Räume für uns freigemacht; wir kamen etwas ins Spiel, aber genau in dieser Phase fiel das 0:2 – das war die Entscheidung.“ Vier Minuten später machte Patrick Mikolasek mit dem 0:3 in der 71. Minute endgültig den Deckel drauf. Drosendorfs Versuch, nach dem Rückschlag wieder anzuschließen, verpuffte, weil die Gastgeber in den entscheidenden Zonen konsequent blieben und ihre Qualität in Tore ummünzten.
Ein individueller „Mann des Spiels“ war für Kauer auf Drosendorfer Seite nicht auszumachen. Seine Analyse fällt nüchtern aus: „Da gibt es weder positiv noch negativ jemanden hervorzuheben. Wir haben leider zu viele Fehler gemacht, und deswegen ist es zu dieser Niederlage gekommen.“ Auch im taktisch-disziplinären Bereich sah er Nachlässigkeiten: „Wir haben ein bisschen zu viele dumme Fehler gemacht, die man leichter hätte verhindern können. Dann wäre das Spiel vielleicht länger offen gewesen. Das war aber auch der Klasse des Gegners geschuldet.“ Zur Leitung des Spiels liefert Kauer eine gelassene Einordnung: „Kleinigkeiten haben die Spieler schon aufgeregt, aber von der Linie draußen hatte das mit dem Spielverlauf nichts zu tun. Die Schiedsrichterleistung war für mich insgesamt halbwegs in Ordnung.“ Personell gab es bei Drosendorf keine Ausfälle: Auf die Frage nach Verletzten sagte Kauer: „Nein, eigentlich nicht.“ Und auf mögliche Ergänzungen zur aktuellen Lage hielt er fest: „Nein, eigentlich nicht. Passt soweit alles andere.“