Spielberichte

Robert Hahn (SV Pulkau): „Das zeigt den Charakter“ – 3:3 gegen Burgschleinitz/Straning nach spätem Sturmlauf

SV Pulkau
Burgschleinitz/Straning

Energisch, offen, mit vielen Wendungen – so beschreibt Robert Hahn, Obmann des SV Pulkau, das Duell der 2. Klasse Thayatal gegen die SG Burgschleinitz/Straning. Zur Pause lag seine Mannschaft 0:2 zurück, nach dem Seitenwechsel stemmte sie sich mit großer Moral gegen die drohende Niederlage. „In der zweiten Hälfte haben wir wirklich gekämpft und bis zum Schluss versucht, noch den Ausgleich zu erzielen. Das zeigt den Charakter der Mannschaft – darauf können wir aufbauen“, betont Hahn. Zwei Treffer in der Nachspielzeit krönten die Aufholjagd, der 3:3-Ausgleich fiel nach einer Standardsituation: Flanke, wuchtiger Kopfball von Martin Baumhauer. Zugleich ordnet Hahn die Partie als offen mit vielen Aktionen ein und spricht von einer leichten Ballbesitzüberlegenheit. Prägend war für ihn der Kontrast zwischen einer schwachen ersten Hälfte und dem intensiven Auftritt nach der Pause – inklusive klarer Einschätzung zu einer Elfmeter-Entscheidung.

Tormann beim Abstoß

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Offener Schlagabtausch und frühe Rückschläge

„Eher offen mit vielen Aktionen“, fasst Robert Hahn den Charakter der Begegnung zusammen. Der Start verlief jedoch bitter für Pulkau: Burgschleinitz/Straning traf durch Miloslav Bukacek früh zum 0:1 in der 13. Minute und legte via Jonas Braunsteiner sieben Minuten später das 0:2 nach. Mit diesem Rückstand ging es in die Pause. Hahns Urteil zur ersten Hälfte ist deutlich: „Das Spielsystem war gut ausgewählt, aber die Mannschaft konnte es vor allem in der ersten Halbzeit nicht umsetzen – das war mitentscheidend für die schwache Leistung.“ Trotz zweier Top-Chancen vor dem Seitenwechsel blieb Pulkau erfolglos: „Die müssen wir normalerweise verwerten. Effizient waren wir dann eher gegen Schluss, als wir in der Nachspielzeit noch zwei Treffer erzielt haben.“

Ballbesitz, Chancen und das prägende Standardtor

Hahn sah sein Team häufiger am Ball: „Ich denke schon, dass wir mehr Ballbesitz hatten – etwa 60:40.“ Nach Wiederbeginn zahlte sich der höhere Zugriff aus: Martin Baumhauer verkürzte auf 1:2 in Minute 68. Zwar stellte Marek Prikry für die Gäste auf 1:3 in der 80. Minute, doch Pulkau blieb dran. Besonders eindrücklich war die Entstehung des späten Ausgleichs, die Hahn detailliert schildert: „Unser letztes Tor, der Ausgleich zum 3:3 in der Nachspielzeit, fiel nach einer Standardsituation: eine Flanke, unser Stürmer kam frei zum Kopfball – eine prägende Szene.“ Den Ausgleich erzielte Martin Baumhauer per Kopf.

Schlussoffensive, Torschützen und klare Elfer-Ansicht

In der Nachspielzeit belohnte sich Pulkau für den Druck: Gernot Traxler traf in der 92. Minute zum 2:3, ehe, zwei Minuten danach, erneut Baumhauer den 3:3-Endstand herstellte. Zum Thema strittige Szenen blieb Hahn gelassen und eindeutig: „Nein, eigentlich nicht. Den Elfer, den wir zugesprochen bekommen haben, war ein klarer Elfmeter. Ansonsten gab es keine entscheidenden Eingriffe.“ Inhaltlich ordnet er die Wende als Ergebnis von Moral und Beharrlichkeit ein – die Mannschaft blieb bis zum Schluss aktiv und griff an.

Selbstkritik und Aufgabenliste

Die Aufarbeitung beginnt bei den Basics. Hahn hält fest: „In der ersten Hälfte haben wir viele Fehlpässe produziert, waren ungenau und standen schlecht. Bei ruhenden Bällen waren wir immer in Gefahr, ein Gegentor zu kassieren.“ Konsequenz: „Beim nächsten Spiel wollen wir weniger Fehlpässe produzieren, Ungenauigkeiten abstellen und in der Abwehr sicherer agieren.“ Gemeinsam mit der offensiven Qualität – Baumhauer mit zwei Treffern, Traxler mit dem wichtigen Anschluss – ergibt das ein klares Bild jener Themen, auf die Pulkau setzt: stabiler stehen, genauer spielen, die Anfälligkeit bei Standards minimieren und den in der Schlussphase gezeigten Charakter mitnehmen.

2. Klasse Thayatal: Pulkau : Burgschleinitz/Straning - 3:3 (0:2)

  • 94
    Martin Baumhauer 3:3
  • 92
    Gernot Traxler 2:3
  • 80
    Marek Prikry 1:3
  • 68
    Martin Baumhauer 1:2
  • 20
    Jonas Braunsteiner 0:2
  • 13
    Miloslav Bukacek 0:1