Nach einem intensiven Duell der 2. Klasse Thayatal mit dem USV Kühnring beschreibt Lukas Bühler die Gefühlslage beim USV Geras als positiv und entschlossen. Seine Mannschaft kontrollierte die Partie über weite Strecken, verlor nach dem Anschluss kurz die Kompaktheit und musste in einer hitzigen Phase Lösungen finden – sogar in Unterzahl. Entscheidend waren neben der Mentalität vor allem die Reaktion auf knifflige Strafraumszenen und die Wucht in der Schlussphase. Bühler betonte zudem die starke Unterstützung von den Rängen und blickte bereits auf das kommende Auswärtsspiel in Mallersbach. Das Stimmungsbild: zufrieden mit der Reaktion, selbstkritisch in Details, geschlossen im Auftritt.

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels
Bühler zu den ersten 45 Minuten: „In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft das richtig gut gemacht.“ Geras war früh griffig in den Zweikämpfen und setzte Akzente: Franz Raab traf zum 1:0 (4.) und erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 (43.). Nach dem Seitenwechsel kam Kühnring besser ins Spiel; laut Bühler gewährte Geras im Zentrum zu viele Räume. Der Anschlusstreffer zum 2:1 (66.) durch Salih Önsoy brachte spürbar Dynamik. Chancen gab es auf beiden Seiten: Einmal parierte der Geraser Keeper stark, auf der Gegenseite entschärfte Daniel Schüller aussichtsreiche Abschlüsse. Aus dem Spiel heraus kamen die Hausherren immer wieder nach weiten Bällen und über Edvard Vasiljev zu Möglichkeiten.
Im Zentrum der Diskussion stand die Strafstoßfolge. Bühler ordnete klar ein: „Der erste war für mich gar kein Elfer, der zweite war eigentlich einer.“ Kühnring drängte anschließend auf das 2:2; ein Kopfballtor zählte wegen Abseits nicht – „ich kann's leider nicht sagen, ob's Abseits war“, so Bühler. Trotz einer späten Gelb-Roten Karte gegen René Haslinger (87.) fand Geras die passende Antwort und stellte in derselben Minute auf 3:1 (Edvard Vasiljev). In der Nachspielzeit legte Stephan Raab das 4:1 nach.
Bei Standards sah sich Geras gut vorbereitet – besonders auf lange Einwürfe und ruhende Bälle in Richtung Adam Novotny – und hielt die meisten Situationen sauber. Prägend war auch die Kulisse: „War halt, wie man so schön sagt, der zwölfte Mann am Feld.“ Aus Trainersicht zählt das Gesamtbild: kompakt auftreten, Präsenz in den Zweikämpfen, Räume schließen – und vorne die Chancen konsequent nutzen. Nach dem Trainerwechsel will Bühler den eingeschlagenen Weg fortsetzen: gut in die Meisterschaft gestartet und mit Rückenwind zum schwierigen Auswärtstermin in Mallersbach, wo erneut ein geschlossener Auftritt gefragt sein wird.