Nach dem Duell von Manhartsberg gegen Ravelsbach in der 2. Klasse Thayatal ordnete Erich Steindl die 0:2-Niederlage nüchtern und respektvoll ein. Der Trainer sprach von einem gerechten Ausgang, haderte mit der ausgelassenen Ausgleichschance und hob zugleich die starke Phase seines Teams nach der Pause hervor. Taktisch zufrieden, personell geschwächt – vier Ausfälle –, aber ohne Ausreden: Die Punkte blieben verdient in Manhartsberg, der Blick geht dennoch nach vorn.

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Steindl beschrieb das Spiel mit klaren Worten: Im Prinzip sei das 0:2 in Ordnung gewesen. Ravelsbach habe auf einen Punkt gehofft, doch Manhartsberg habe über die gesamte Partie die besseren Chancen gehabt. Nach dem 1:0 durch Philip Brand bot sich seinen Spielern die große Möglichkeit zum 1:1, die jedoch ungenützt blieb – in der Folge fiel das 2:0 durch Patrick Mikolasek, das den Endstand markierte. Der Tenor: Akzeptanz statt Alibis. In den entscheidenden Momenten fehlte die Effizienz, während die Hausherren ihre Möglichkeiten nutzten.
Im Ballbesitz sah Steindl Manhartsberg im Vorteil, stellte seinem Team aber ein gutes Zwischenzeugnis aus – insbesondere im zweiten Abschnitt. Seine Mannschaft habe nach der Pause rund 25 Minuten sehr offensiv agiert und das Spiel in dieser Phase weitgehend kontrolliert. Wichtig war ihm, dass die Elf dabei nicht nur Leidenschaft, sondern auch Ordnung zeigte: Die junge Ravelsbacher Mannschaft arbeite verlässlich im taktischen Bereich; insgesamt sei es eine gute, geschlossene Teamleistung gewesen. In diese Druckphase fiel aus Sicht der Gäste die große Ausgleichschance – vergeben, mit spürbarer Wirkung auf den weiteren Verlauf.
Die Partie kippte in zwei markanten Szenen zugunsten der Gastgeber: Philip Brand traf in der 44. Minute zum 1:0, später legte Patrick Mikolasek in der 72. Minute das 2:0 nach – genau jenes Polster, das Steindl als gerecht einordnete, weil seine Mannschaft in ihrer besten Phase die Antwort verpasste. Dass Ravelsbach personell nicht aus dem Vollen schöpfen konnte, thematisierte der Trainer offen, ohne daraus einen Schutzschirm zu bauen: Vier fehlende Spieler seien nicht spielentscheidend gewesen.
Ein Sonderlob vergab er dennoch: Innenverteidiger Fidan Pllana sei für ihn der Mann des Spiels auf Ravelsbacher, weil er seit Wochen konstant starke Leistungen bringe und auch diesmal überzeugte. Für den Gegner fand Steindl klare Anerkennung: Manhartsberg trete kompakt und reif auf – „ein würdiger Meister“ der 2. Klasse Thayatal. Und der Ausblick des Trainers bleibt zuversichtlich: Die Entwicklung stimme, diesen Weg wolle man konsequent weitergehen.