In der 2. Klasse Thayatal setzte sich der USV Geras im Derby gegen den UFC Drosendorf mit 5:2 durch. Nach frühem 0:1-Rückstand drehte Geras die Partie noch vor der Pause auf 4:1 und brachte den Sieg souverän heim. „Über 90 Minuten war der Sieg mehr als verdient“, betonte Trainer Lukas Bühler. Entscheidend waren eine starke Reaktion nach dem Gegentor und ein Doppelschlag von Tomas Kytlica, der sich ebenso wie Fabian Zimmel, Edvard Vasiljev und Michal Votoupal in die Schützenliste eintrug.
Beide Teams legten intensiv los, doch die Hausherren brauchten laut Coach die ersten Minuten, um ins Spiel zu finden. „Wir wussten, dass Drosendorf gut drauf ist. Es war ein intensives Spiel, und wir haben die ersten zehn, fünfzehn Minuten gebraucht, um reinzufinden“, sagte Bühler. Drosendorf nutzte die Phase und ging in Minute 21 durch Lukas Suchy mit 0:1 in Führung. Die Antwort fiel prompt: Kytlica glich in der 26. Minute aus, Zimmel stellte nach 33 Minuten auf 2:1. Geras blieb am Drücker, Vasiljev schob in der 38. Minute zum 3:1 nach, ehe Kytlica noch vor dem Pausenpfiff (40.) das 4:1 besorgte. Bühler hob genau diese Druckphase hervor: „Nach dem 0:1 haben wir richtig guten Fußball gespielt und uns nicht beirren lassen. Die 20, 25 Minuten vor der Pause haben wir das Spiel komplett gedreht und auf unsere Seite gezogen.“
Nach dem Seitenwechsel wurde es offener, ohne dass Geras die Kontrolle völlig abgab. „Nach der Pause war’s ein bisschen eine offene Partie“, beschrieb Bühler. Drosendorf kam durch Moritz Kaufmann in der 68. Minute auf 4:2 heran, doch die Gastgeber blieben ruhig. „Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen“, so der Trainer. Pech kam dazu: „Wir haben dreimal die Stange getroffen und ein paar gute Chancen nicht verwertet.“ Den Deckel machte schließlich Michal Votoupal in Minute 88 mit dem 5:2 drauf. Trotz des klaren Ergebnisses sah Bühler auch Ansatzpunkte: „Beim 0:1 hatten wir zu wenig Zugriff, und auch beim zweiten Gegentor waren wir nachlässig. Das können wir besser machen.“ Unterm Strich überwog aber die Zufriedenheit: „Die Moral war richtig stark, und wir haben uns mit schönen Toren belohnt.“
Geras’ Spielidee griff über weite Strecken. „Wir wollten das Spiel breit machen, über die Seiten kommen und in die Tiefe spielen. Gegen Drosendorfs große Defensive mussten wir flach bleiben – das haben wir trainiert und sehr gut umgesetzt“, erklärte Bühler. Auch den Charakter seiner Mannschaft stellte er heraus: „Das zeichnet uns heuer aus: Wir geben nicht auf, glauben an unsere Stärken und haben schon öfter Spiele nach Rückstand gedreht.“ Zum Schiedsrichter fand der Coach klare Worte, ohne Öl ins Feuer zu gießen: „Im Großen und Ganzen war es eine solide Leistung, keine gravierenden Fehlentscheidungen. Für ein Derby war es halbwegs fair.“ Zum Schluss schickte Bühler noch Grüße ans Umfeld: „Großes Lob an unsere Fans, die wieder zahlreich da waren und uns getragen haben. Und ein herzliches Dankeschön an die Firma Baumhauer für die neuen Dressen – die haben wir gut eingeweiht.“