Spielberichte

Norbert Stummer (Trainer USV Brunn/Wild): „Wir belohnen uns einfach nicht“

USV Brunn/Wild
Burgschleinitz/Straning

In der 2. Klasse Thayatal empfing der USV Brunn/Wild die SG Burgschleinitz/Straning – am Ende setzte sich der Favorit mit 3:2 durch. Zur Pause stand es 1:1, nach Wiederbeginn entschied die Kaltschnäuzigkeit des Tabellenzweiten eine intensive Partie. Brunn/Wild ließ mehrere Topchancen aus, blieb aber bis zum Schluss dran. Trainer Norbert Stummer brachte es auf den Punkt: „Wir belohnen uns einfach nicht, und sie haben zu den günstigsten Zeitpunkten getroffen.“

Verschiedene Fußballtore auf einem Trainingsplatz

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Früher Rückstand, starke Antwort – und ein Kaltschock nach der Pause

Der Start ging an die Gäste: Nach einem frühen Corner köpfte Jonas Braunsteiner in Minute 7 zum 0:1 ein. „Die ersten 15, knapp 20 Minuten war Burgschleinitz ein bisschen besser im Spiel und ist verdient in Führung gegangen“, sagte Norbert Stummer. Danach drehte Brunn/Wild auf, kam zu dicken Möglichkeiten und belohnte sich kurz vor der Pause: Andreas Amsüss traf in der 40. Minute zum 1:1. Gleich nach dem Seitenwechsel folgte der nächste Nackenschlag: Jan Benes traf in Minute 47 zum 1:2. „Das 1:2 war direkt nach Wiederanpfiff: ein verunglückter Diagonalball von uns, sie fangen ihn ab und spielen es mit einem Diagonalball super zu Ende. Da sind wir nicht mehr in den Zweikampf gekommen“, schilderte Stummer. In Minute 61 legte Jan Benes zum 1:3 nach – laut Coach wieder nach einem Corner, den Brunn/Wild „nicht gut verteidigt“ hat. Die Hausherren gaben aber nicht auf: Benjamin Bösel stellte in der 68. Minute auf 2:3. „Danach war es ein offener Schlagabtausch. Das hätte 4:2 ausgehen können oder 3:3“, so Stummer über die lebhafte Schlussphase.

Brunn/Wild lässt Großchancen liegen – viel Einsatz, aber fehlende Belohnung

Entscheidend war für den Heimtrainer die mangelnde Effizienz in der stärksten Phase vor der Pause. „Wir haben drei Hundertprozentige und noch ein, zwei Halbschancen gehabt – da müssen wir in Führung gehen“, ärgerte sich Stummer. Seine Mannschaft habe sich nach der zähen Anfangsphase gut ins Spiel gekämpft: „Bis auf die ersten 15 Minuten, wo wir nicht aggressiv genug, nicht nah genug am Mann waren, hat die Mannschaft fast alles umgesetzt. Wir haben eine sehr junge Truppe, sie haben das Herz am Platz gelassen.“ Dass es trotzdem nicht zu einem Punkt reichte, lag auch an der Balance zwischen Risiko und Absicherung. „Unser Torwart hat uns im Spiel gehalten. Vorne haben wir die Chancen, die wir hatten, nicht verwertet – so verlierst du so ein Match“, fasste Stummer nüchtern zusammen. An Einstellung und Bereitschaft ließ er allerdings keinen Zweifel: „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden – nur die Chancen müssen rein.“

Effizienz, Standards und die Tabelle: Warum am Ende Burgschleinitz jubelte

Aus Sicht des Heimtrainers machte Burgschleinitz/Straning genau das besser, was in solchen Duellen den Ausschlag gibt. „Sie haben die Chancen besser genutzt und zu den günstigsten Zeitpunkten getroffen – aus Standards und gleich nach der Halbzeit. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, erklärte Stummer. Strittige Szenen sah er nicht als Thema: „Nicht wirklich, zumindest nicht spielentscheidend.“ Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht das Kräfteverhältnis: Burgschleinitz/Straning ist Zweiter, Brunn/Wild Vorletzter. „Wir müssen uns alles schwer erarbeiten und belohnen uns leider nicht dafür. Das macht den Unterschied aus“, sagte Stummer. Trotz der Enttäuschung nahm er Positives mit: seine junge Mannschaft blieb nach dem 1:3 stabil, kam durch Benjamin Bösel zurück und hielt die Partie bis zum Schluss offen. Für Brunn/Wild bleibt damit die Aufgabe klar: an der Konsequenz in beiden Strafräumen arbeiten und sich für den hohen Aufwand endlich mit Zählbarem belohnen.

2. Klasse Thayatal: Brunn/Wild : Burgschleinitz/Straning - 2:3 (1:1)

  • 68
    Benjamin Bösel 2:3
  • 61
    Jan Benes 1:3
  • 47
    Jan Benes 1:2
  • 40
    Andreas Amsüss 1:1
  • 7
    Jonas Braunsteiner 0:1