Spielberichte

Robert Wenninger (Trainer USV Kühnring): 'Pulkau war aggressiver und entschlossener'

SV Pulkau
USV Kühnring

In der 2. Klasse Thayatal setzte sich der SV Pulkau am Sonntag in Runde 24 mit 4:1 gegen den USV Kühnring durch. Die Gäste erwischten zwar den besseren Start, doch mit zunehmender Dauer übernahm Pulkau die Kontrolle und stellte schon vor der Pause die Weichen. Trainer Robert Wenninger sprach von fehlender Spritzigkeit und Entschlossenheit, das 1:0 nach einer Ecke habe die Richtung vorgegeben. Hadern wollte er nicht, vielmehr betonte er die Arbeit, die vor seinem Team liegt, und den Zusammenhalt für die nächsten Wochen.

Zweikampf zwischen Spielern in Rot und Weiß-Blau - Ball in der Luft

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Pulkau dreht auf: Eckball öffnet die Tür, Hahn schnürt den Doppelpack

Kühnring fand zunächst ordentlich hinein, wirkte wach und sortiert. „Wir sind relativ gut reingestartet“, sagte Robert Wenninger, doch genau in dieser Phase kippte das Spiel langsam, weil Pulkau immer mehr Zugriff bekam. Die Führung fiel in Minute 32: Alexander Hahn traf zum 1:0, und der Treffer passte exakt zu Wenningers Lesart. „Das 1:0 war ausschlaggebend – nach einem Eckball, einem kurzen Überstocher, waren wir nicht konsequent genug, den Ball zu klären.“ Kühnring wackelte in der Folge, Pulkau blieb am Drücker und legte nur fünf Minuten später nach: Wieder war Hahn zur Stelle und stellte auf 2:0 (37.). Mit diesem Pausenstand hatte der Gastgeber das Match weitgehend im Griff. Direkt nach Wiederbeginn machte Pulkau den Sack fast zu: Matej Soska erhöhte auf 3:0 (48.), und Michael Schwab legte nur kurz danach das 4:0 nach (52.). Erst in der Nachspielzeit betrieb Salih Önsoy mit dem 4:1 (90+3) Ergebniskosmetik.

„Uns hat die Spritzigkeit gefehlt“ – Wenningers klare Worte nach dem 1:4

Nach Abpfiff suchte Robert Wenninger nicht nach Ausreden, sondern beschrieb nüchtern, wo es an diesem Tag aus seiner Sicht gehapert hatte. „Einen bestimmten Knackpunkt gab es nicht, Pulkau ist nach und nach stärker geworden“, meinte der Kühnring-Coach und verwies nochmals auf den Startschuss durch das 1:0. Vor allem jedoch sah er Defizite im eigenen Auftritt: „Uns hat die Spritzigkeit gefehlt, die Entschlossenheit, der Wille, die Eins-gegen-eins-Duelle zu gewinnen.“ Die Unterschiede legte er ohne Umschweife auf den Tisch: „Sie waren aggressiver, entschlossener und vermutlich auch ein Stück weit mehr trainiert als wir. Das wirkt sich am Ende ganz klar aus.“ Kühnring hielt phasenweise mit, konnte die Druckphasen der Hausherren aber nicht brechen – Pulkau nutzte die Chancen eiskalt und ließ hinten wenig zu, während die Gäste lange vergeblich nach einer Antwort suchten.

Personalsorgen, Lob für den jungen Schiedsrichter und der Blick nach vorne

Auch die Personalsituation bremst Kühnring derzeit. „Ich habe wieder zweimal wechseln müssen aufgrund von Verletzungen, das ist bei uns schon zach“, erklärte Wenninger und machte deutlich, wie sehr die Engpässe den Rhythmus stören. Die Folge: „Wir schauen jetzt nur mehr von Woche zu Woche, damit wir elf Spieler auf den Platz bringen, die einigermaßen fit sind.“ Kritik an den Offiziellen wollte er nicht hören: „Über den Schiedsrichter braucht man nicht viel reden. Mit seinen 16 oder 17 Jahren hat er das über weite Strecken relativ gut runtergepfiffen.“

In der Tabelle bleibt Kühnring mit 43 Punkten auf Rang sechs, Pulkau hält nach der 24. Runde bei 50 Zählern und Platz drei. Für die kommenden Aufgaben setzt Wenninger auf Zusammenhalt: „Wir müssen zusammenbleiben und das Maximum rausholen, was möglich ist.“

2. Klasse Thayatal: Pulkau : Kühnring - 4:1 (2:0)

  • 93
    Salih Önsoy 4:1
  • 52
    Michael Schwab 4:0
  • 48
    Matej Soska 3:0
  • 37
    Alexander Hahn 2:0
  • 32
    Alexander Hahn 1:0