Spielberichte

Markus Koch (Sektionsleiter SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf): „Burgschleinitz war routinierter“

Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf
Burgschleinitz/Straning

In der 2. Klasse Thayatal musste die SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf gegen die SG Burgschleinitz/Straning eine 1:3-Heimniederlage hinnehmen. Nach einem deutlichen 0:3 zur Pause kam die Heimelf zwar besser aus der Kabine, mehr als der Anschlusstreffer gelang aber nicht. Sektionsleiter Markus Koch sprach von einem verdienten Auswärtssieg und hob zugleich den Auftritt seiner jungen Spieler hervor: „Der Sieg für Burgschleinitz geht in Ordnung, sie waren in der ersten Halbzeit klar besser. Nach der Pause sind wir besser ins Spiel gekommen und konnten das Mittelfeld offener gestalten.“

Fußball und die Beine von zwei Spielern unterschiedlicher Mannschaften

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Früher Doppelschlag stellt die Weichen

Der Start gehörte den Gästen, die rasch klarmachten, warum sie ganz vorne mitspielen. Nach rund 20 Minuten verwertete Jonas Braunsteiner zur 0:1-Führung, nur wenige Augenblicke später legte Jan Benes das 0:2 nach. Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf fand in dieser Phase kaum Ruhe am Ball, Burgschleinitz blieb das aktivere Team und ließ wenig zu. Kurz vor der Pause sorgte Stefan Bauer mit dem 0:3 dafür, dass es mit einem dicken Rucksack in die Kabinen ging. „Der Sieg geht in Ordnung, Burgschleinitz war in der ersten Halbzeit klar besser“, hielt Markus Koch fest. Für die Heimischen bedeutete das Halbzeit-Resultat eine echte Hypothek, zumal die Gäste ihre Chancen bis dahin eiskalt genutzt hatten, während vorne auf der anderen Seite kaum zwingende Möglichkeiten herausschauten.

Heimelf steigert sich, Seidl setzt starkes Ausrufezeichen

Nach Wiederbeginn griff die SG mutiger an, schob die Linie nach vorne und holte sich – vor allem im Zentrum – mehr Anteile. „Nach der Pause sind wir besser ins Spiel gekommen und hatten im Mittelfeld mehr Ballbesitz“, erklärte Koch die spürbare Steigerung. Der Lohn folgte in Minute 53: David Seidl traf zum 1:3. Koch lobte die Entstehung überschwänglich: „Der Anschlusstreffer durch David Seidl war stark: Er hat sich den Ball erkämpft, sich durchgetankt und mit einem satten Schuss vollendet. Das war sehr souverän für einen 17-Jährigen.“ In dieser Phase hatten die Gastgeber mehr vom Spiel, Burgschleinitz verteidigte jedoch abgeklärt und hielt den Vorsprung ohne große Wackler. Weitere zwingende Heimchancen blieben Mangelware.

„Luft nach oben“ bei Ballsicherheit – Burgschleinitz abgebrühter

In seiner Analyse wurde Koch deutlich, ohne seine junge Truppe fallen zu lassen. „Der Unterschied lag in der Chancenauswertung: Burgschleinitz hatte mehr Möglichkeiten und hat sie genützt. Unsere konkreten Chancen waren begrenzt“, sagte der Sektionsleiter. Dazu kamen Basics, die an diesem Nachmittag fehlten: „Bei uns fehlten Ballsicherheit und das Zweikampfverhalten, da gibt es Luft nach oben.“ Mehrere Ausfälle zwangen zur Improvisation, die Mannschaft war extrem jung: „Wir haben mit zwei 15-Jährigen und einem 17-Jährigen gespielt. Da waren sie uns körperlich überlegen.“ Auch sonst sah Koch die Gäste auswärts einen Tick reifer: „Burgschleinitz war routinierter, abgebrühter und vorne durchschlagskräftiger.“ Ein Wort noch zur Leitung: „Es gab keine diskussionsreifen Szenen, die Schiedsrichterleistung war sehr gut.“ Während Burgschleinitz mit nun 59 Punkten weiter auf Rang zwei marschiert, bleibt Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf mit einem Zähler am Tabellenende. Die SG nimmt dennoch die zweite Halbzeit als Auftrag mit, an den Basics zu arbeiten und die Jungen weiter behutsam heranzuführen.

2. Klasse Thayatal: Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf : Burgschleinitz/Straning - 1:3 (0:3)

  • 53
    David Seidl 1:3
  • 41
    Stefan Bauer 0:3
  • 23
    Jan Benes 0:2
  • 20
    Jonas Braunsteiner 0:1