Deutliche Geschichte in der 2. Klasse Thayatal: Der SV Pulkau kassierte gegen den USV Weitersfeld eine 0:7-Heimniederlage (0:5). Pulkau lag nach 17 Minuten bereits 0:4 hinten, der frühe Doppelschlag stellte die Weichen. Obmann Robert Hahn nahm kein Blatt vor den Mund: „Wir waren gestern einfach schlecht.“ Zwar fehlten vier Stammkräfte, trotzdem war sein Fazit eindeutig: „Das Ergebnis in dieser Höhe ist verdient und geht in Ordnung.“

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Weitersfeld legte los wie die Feuerwehr und nutzte die ersten Möglichkeiten eiskalt. Bereits in Minute zwei stellte Philipp Gwirtner auf 0:1, nur zwei Minuten später legte derselbe Mann das 0:2 nach. Damit war die Richtung vorgegeben, und Pulkau bekam, wie Robert Hahn es formulierte, „keinen Zugriff auf das Spiel“. In der 13. Minute erhöhte Andreas Gschweicher auf 0:3, ehe Gwirtner mit seinem dritten Treffer nach 17 Minuten den 0:4-Zwischenstand herstellte – ein Hattrick innerhalb einer Viertelstunde. Noch vor der Pause traf Richard Nesvadba zum 0:5 (26.), der Halbzeitstand war eine deutliche Ansage. Nach dem Wechsel blieb Weitersfeld effizient: Nesvadba schraubte das Ergebnis mit einem Doppelpack in der 52. und 57. Minute auf 0:7. Pulkau bemühte sich, fand aber keine Mittel, um den Lauf der Gäste zu stoppen.
Nach dem Schlusspfiff sprach Obmann Robert Hahn Klartext. „Wir haben leider kein gutes Spiel gezeigt“, sagte er und verwies zwar auf die Personalsituation: „Wir hatten einen Ausfall von vier Stammkräften, aber nichtsdestotrotz waren wir einfach schlecht.“ Besonders der Start tat weh: „Wenn wir nach 17 Minuten 0:4 im Rückstand sind, sagt das eigentlich alles. Der Doppelschlag gleich zu Beginn war spielentscheidend.“ Was seiner Mannschaft am meisten fehlte? „Es waren viele individuelle Fehler“, so Hahn. Trotz der klaren Niederlage fand er einen kleinen Lichtblick: „Das Bemühen war auf jeden Fall da. Das war das einzig Positive.“ Den Gegner würdigte er ausdrücklich: „Weitersfeld hat seine Sache sehr gut gemacht und unsere Schwächen eiskalt ausgenutzt.“ Mehr Worte braucht es nicht, um den Unterschied an diesem Abend zu erklären.
In der Tabelle bleibt Pulkau trotz des Dämpfers mit 50 Punkten auf Rang vier, Weitersfeld schiebt sich mit nun 39 Zählern im gesicherten Mittelfeld auf Platz neun. Für Pulkau heißt es nun, die Fehler abzustellen, wieder Zugriff zu bekommen und im nächsten Spiel eine Reaktion zu zeigen.