Spielberichte

Robert Wenninger (Trainer USV Kühnring): "Uns fehlte vorne die Spritzigkeit"

USV Kühnring
SV Manhartsberg

In der 2. Klasse Thayatal musste der USV Kühnring dem SV Manhartsberg mit 0:1 den Vortritt lassen. Das Goldtor fiel nach gut einer halben Stunde, zur Pause stand es 0:1, und dabei blieb es. Trainer Robert Wenninger sprach von einem offenen Duell: "Es war ziemlich ausgeglichen." Entscheidend war für ihn das 0:1 und die eigene Personalsituation. "Vorne hat uns die letzte Spritzigkeit gefehlt", meinte er.

Fußball mit Sternen-Design auf Rasen

Foto von Daniel Norin auf Unsplash

Ein Tor macht den Unterschied

Wenninger ordnete den 90 Minuten einen klaren Rahmen zu: "Es war ziemlich ausgeglichen." In so einem Spiel reicht oft eine Szene, und die kam nach 31 Minuten. Jan Nespesny traf für Manhartsberg zum 0:1. Bis zum Pausenpfiff blieb der knappe Rückstand bestehen, der Zwischenstand laut Ticker: 0:1 (45.). Nach dem Seitenwechsel stemmte sich Kühnring gegen die Niederlage, ohne den letzten Zug zum Tor zu finden. "In der letzten Zone Richtung Tor sind wir nicht spritzig und schnell genug", erklärte der Coach, warum der Ausgleich ausblieb. In der Nachspielzeit sah dann Daniel Grafinger die Rote Karte (90.+3), am Resultat änderte das nichts mehr. Nach 90 intensiven Minuten stand ein 0:1, entschieden durch diesen einen Treffer.

Wenninger über Personal, Offensive und Gegner

Nach dem Schlusspfiff sprach Robert Wenninger offen über die Gründe. "Wir haben das heute eindeutig wegen unserer Personalsituation verloren", sagte der Trainer und machte damit klar, dass er seinem Team wenig vorwirft, was Einsatz und Wille betrifft. Gerade vorne sah er das größte Manko: "In der letzten Zone Richtung Tor sind wir nicht spritzig und schnell genug." Positives strich er trotzdem klar heraus: Die Moral im gesamten Verein und in der Mannschaft sei stark, da bringe sich jeder voll ein. Auch den Gegner ordnete er ein. Trotz der starken Bilanz der Gäste meinte Wenninger: "Manhartsberg war heute nicht so überzeugend, dass man sagt, die haben 23 Siege in 24 Spielen – da würde man sich schon mehr erwarten." Zum Schiedsrichter sagte er knapp: "Beim Schiedsrichter gab es aus meiner Sicht nichts."

Tabellenführer gefordert, Blick nach vorne

Die Tabelle zeigt, warum sich die 0:1-Niederlage für Kühnring dennoch wie eine enge Kiste anfühlt: Manhartsberg reist als klarer Tabellenführer an und steht nach 25 Runden bei 72 Punkten, während Kühnring mit 43 Zählern auf Rang sechs liegt. Dass der Ligaprimus nur durch Jan Nespesny zum Zug kam und der Rest des Spiels offen blieb, passt zu Wenningers Eindruck eines ausgeglichenen Duells. Für die nächsten Wochen nimmt der Coach zwei Aufgaben mit: die Personallage stabilisieren und im letzten Drittel zulegen. "Das 0:1 war entscheidend", sagte er – mit der Moral, die er lobte, und ein wenig mehr Schärfe vorne soll die Antwort bald auf dem Platz folgen.

2. Klasse Thayatal: Kühnring : Manhartsberg - 0:1 (0:1)

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    Jan Nespesny 0:1