In der 2. Klasse Thayatal holte der TSV Irnfritz bei der SG Burgschleinitz/Straning einen 1:0-Auswärtssieg. Nach torloser erster Hälfte entschied Vojtech Preucil per direktem Freistoß in Minute 78. Trainer Peter Bauer sprach von einer zähen Partie bei Hitze, in der sein Team viel Ballbesitz hatte, lange aber zu wenig daraus machte – und sich am Ende dank Einsatz und einem starken Moment doch belohnte.

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Hitze und Schwüle drückten von Beginn weg auf das Tempo, und die Partie brauchte lange, um in Fahrt zu kommen. Peter Bauer nahm das ohne Ausrede, ordnete die Startphase aber klar ein: "Wir sind die ersten fünfzehn Minuten ganz schwer in die Partie gekommen." Insgesamt war die erste Hälfte aus seiner Sicht nichts fürs Auge. "Es war überhaupt in der ersten Hälfte ein schlechtes Fußballspiel von beiden Seiten", sagte der Irnfritz-Coach und verwies auf die Bedingungen: "Es war sehr heiß und schwül." Zur Pause stand es 0:0, viel spielte sich im Mittelfeld ab. Irnfritz hatte zwar schon mehr vom Ball, doch wirklich gefährlich wurde es vor dem Halbzeitpfiff kaum.
Nach der Pause legten die Gäste zu, suchten schneller den Abschluss und kamen zu mehreren guten Möglichkeiten. Bauer bestätigte das: "Wir waren über neunzig Minuten die spielbestimmende Mannschaft, hatten viel mehr Ballbesitz, haben daraus aber viel zu wenig gemacht." Gleichzeitig haderte er mit der Ausbeute: "Wir haben uns in der zweiten Hälfte einige sehr gute Torschancen herausgespielt, diese aber leider nicht genutzt." Die Entscheidung fiel schließlich nach einem ruhenden Ball: Vojtech Preucil versenkte in der 78. Minute einen direkten Freistoß zum 0:1. Für Bauer war das der Knackpunkt: "Ausschlaggebend war am Ende, dass der Freistoß kurz vor Schluss ins Tor gegangen ist. Sonst wäre das ziemlich sicher 0:0 ausgegangen." Danach ließ Irnfritz nichts mehr zu und nahm einen verdienten Auswärtssieg mit.
Im Rückblick hob Bauer vor allem die Mentalität seines Teams hervor. "Unsere größte Stärke war heute, dass wir neunzig Minuten gekämpft haben. Auch wenn unser Spiel nicht gut war, hat jeder alles aus sich herausgeholt." Den Unterschied sah er in einem Moment individueller Qualität: "Gewonnen haben wir das Spiel durch die individuelle Stärke eines Spielers von uns." Den Gegner wollte er nicht groß bewerten, merkte aber an: "Sie waren relativ defensiv eingestellt." Für die eigene Entwicklung bleibt eine Hausaufgabe: "Wenn Gegner tief stehen und uns wenig Räume geben, müssen wir noch bessere Lösungen finden. Der Blick geht nach vorne: In der Tabelle liegt Irnfritz aktuell auf Rang vier, das Ziel bleibt Platz drei. Bauer formulierte es klar: "Wir wollen die verbliebenen zwei Partien gewinnen – und genau so werden wir auftreten."