Ein starker Auftritt in der 2. Klasse Thayatal: Der USV Geras fertigt den USV Pleißing/Waschbach mit 8:1 ab und legt schon zur Pause ein 5:0 vor. Edvard Vasiljev trifft sechsmal, Tomas Kytlica steuert zwei Tore bei. Trainer Lukas Bühler spricht von Spielfreude, Tempo und einer Mannschaft, die den Plan konsequent durchzog – auch wenn er nach dem Seitenwechsel mehr Konsequenz einforderte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Geras nahm von Beginn an das Heft in die Hand und ließ keine Zweifel aufkommen, wer hier die Richtung vorgibt. „Wir waren die klar bessere, spielbestimmende Mannschaft. Wir haben Pleißing in der ersten Halbzeit die Luft abgeschnürt“, sagte Trainer Lukas Bühler. Edvard Vasiljev eröffnete früh mit dem 1:0 (6.) und legte nur vier Minuten später das 2:0 nach (10.). Danach schnürte Tomas Kytlica innerhalb von drei Minuten einen Doppelpack zum 4:0 (21., 24.), ehe Vasiljev vor der Pause noch auf 5:0 stellte (35.). „Wir haben uns super Chancen erarbeitet und sogar drei Hochkaräter ausgelassen. Zur Pause 5:0 – das war verdient“, so Bühler. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Vasiljev schnell auf 6:0 (50.), Philipp Resel verkürzte für die Gäste auf 6:1 (52.). In der Schlussphase legte Vasiljev noch zweimal nach (80., 82.) und machte seinen Sechserpack sowie den 8:1-Endstand perfekt. „Mit der ersten Halbzeit war die Partie entschieden. Der Sieger konnte nur Geras heißen“, bilanzierte der Coach.
Der klare Sieg war für Bühler kein Zufallsprodukt, sondern die Folge eines Matchplans, den seine Mannschaft über weite Strecken sauber ausführte. „Ich wollte, dass wir Fußball spielen, den Ball laufen lassen, die Bälle durch die Kette und in die Tiefe spielen“, erklärte er. Genau das setzte Geras konsequent um. „Unsere Außenverteidiger sind viel mitgegangen und haben vorne Druck erzeugt. Das war der Schlüssel.“ Der Trainer hob die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: „Wir waren sehr kompakt, haben schnell gespielt, den Ball gut laufen lassen und super in die Tiefe gespielt. Jeder ist für jeden gelaufen.“ Aus dieser Wucht entstanden die vielen Chancen – und weil vorne eiskalt abgeschlossen wurde, war Geras über weite Strecken das klar aktivere Team, das das Spiel kontrollierte und sich früh belohnte.
Ganz ohne Ansatzpunkte wollte Bühler seine Mannschaft trotz des Kantersiegs nicht entlassen. „Zweite Halbzeit waren wir nicht mehr so konsequent. Beim Gegentor haben wir zu lässig verteidigt“, meinte er selbstkritisch. „Ich verstehe, dass man bei 5:0 im Kopf meint, es ist erledigt. Trotzdem hätten wir nach der Pause vieles noch klarer zu Ende spielen können. Aber bei einem 8:1 darf man nicht unzufrieden sein.“ Für das Schiedsrichterteam fand der Geras-Coach lobende Worte: „Es gab keine strittigen Szenen, sehr souveräne Leistung.“ In der Tabelle untermauert Geras Rang drei (57 Punkte), Pleißing/Waschbach bleibt im hinteren Bereich. Abseits der Kampfmannschaft war es ein rundum gelungener Vereinsabend: „Unsere U23 hat nach 0:1 noch 2:1 gewonnen, und die U9 hat davor 4:1 gegen St. Bernhard gewonnen – herzliche Gratulation.“ Der Fokus richtet sich nun auf das nächste Spiel: „Wir bereiten uns gut auf Ravelsbach vor, haben einen Plan und hoffen, dort den nächsten Sieg einzufahren.“