In der 2. Klasse Thayatal feierte der USV Kühnring einen reifen 2:0-Erfolg gegen den SV Raiffeisen Union Japons. Nach einer torlosen ersten Hälfte legten die Hausherren nach der Pause zu: Salih Önsoy stellte in Minute 57 auf 1:0, Adam Novotny machte in der 86. den Deckel drauf. Trainer Robert Wenninger sprach von einer kompakten Defensive und guter Effizienz – ein Sieg, der aus einer starken zweiten Halbzeit und viel Disziplin gewachsen ist.

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Der Auftakt gehörte keinem so richtig, auch wenn die Gäste minimal mehr vom Spiel hatten. „In der ersten Halbzeit war es ziemlich ausgeglichen, mit ein bissl mehr Spielanteilen für Japons“, fasste Robert Wenninger zusammen. Aus seiner Sicht hatten die Gäste eine „sehr, sehr große Chance, die fast ein Tor sein muss“. Kühnring jubelte einmal kurz – „Wir haben auch ein Tor aus vermutlicher Abseitsposition geschossen“, so der Coach –, zur Pause blieb es aber beim 0:0. Nach dem Wechsel änderte sich das Bild deutlich. „Ab der Anfangsphase der zweiten Halbzeit kippte es in unsere Richtung“, erklärte Wenninger. Kühnring wurde zielstrebiger, gewann mehr zweite Bälle und belohnte sich: In der 57. Minute traf Salih Önsoy zum 1:0. Japons fand danach kaum noch Tiefe, Kühnring blieb konzentriert und setzte spät den Schlusspunkt – Adam Novotny sorgte in der 86. Minute für das erlösende 2:0.
Der Kühnringer Trainer legte den Finger genau auf das, was seine Elf stark machte. „Die Kompaktheit in der Defensive und die Kaltschnäuzigkeit offensiv“, nannte Wenninger als größte Stärke. Entscheidend war für ihn, „dass wir hinten bis auf die eine große Chance nichts zugelassen haben“. Dieses Gefühl der Kontrolle trug seine Mannschaft durch die zweite Hälfte: „In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, wir hatten vorne ein paar Chancen, waren effizient genug und hinten konsequent genug. Wir haben nach der Pause nichts mehr zugelassen.“ Genau diese Mischung aus Geduld, stabiler Defensive und besserem Timing in den Offensivaktionen machte am Ende den Unterschied, weil Kühnring in den entscheidenden Momenten zupackte, ohne zu viel Risiko zu gehen.
Trotz des Sieges sparte Wenninger nicht mit Anerkennung für den Gegner: „Japons war spielerisch sehr, sehr gut.“ Dass Kühnring den Ball phasenweise lieber laufen ließ, hatte Gründe. „Mit dem Ball gibt’s noch Verbesserungspotenzial. Da rennt noch nicht alles so rund, wie man sich’s vorstellt – aufgrund der Verletzungen und Ausfälle –, aber wir sind wieder auf einem guten Weg“, sagte der Coach. In der Tabelle steht Kühnring nach 28 Runden bei 49 Punkten auf Rang sechs, Japons hält bei 31 Zählern. Auch die Rahmenbedingungen passten: „Der Schiedsrichter war ganz in Ordnung. Ansonsten gibt’s keine strittigen Szenen.“ Unterm Strich war es ein Heimsieg mit klarer Handschrift: solide bleiben, den Moment nutzen – und genau das taten Önsoy und Novotny.
Die Richtung ist für Wenninger klar. Die Mischung aus enger Defensive und Zielstrebigkeit nach vorn soll bleiben, dazu will Kühnring im eigenen Ballbesitz zulegen. „Wir sind auf einem guten Weg“, betonte der Trainer noch einmal, auch mit Blick auf die Rückkehr einzelner Spieler. Die zweite Halbzeit gegen Japons taugt als Blaupause: kompakt stehen, geduldig arbeiten und vorne die klaren Chancen verwerten. Wenn Kühnring diese Linie festigt und im Aufbau ruhiger wird, sind die nächsten Punkte greifbar – zumal die Mannschaft gezeigt hat, dass sie ein Spiel kontrollieren kann, sobald sie in ihren Rhythmus findet.