Spielberichte

"Es gibt eine grobe Verunsicherung innerhalb der Mannschaft": Drosendorf bleibt beim 0:2 ohne Antwort

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Burgschleinitz/Straning
UFC Drosendorf

In der 2. Klasse Thayatal musste sich UFC Drosendorf am Samstagabend bei SG Burgschleinitz/Straning mit 0:2 geschlagen geben. Für Co-Trainer Rudolf Weinberger war dabei nicht nur das Ergebnis ein Problem, sondern vor allem die eigene Vorstellung. Er sprach nach dem Spiel von einer insgesamt schwachen Leistung, von Verunsicherung in der Mannschaft und davon, dass seine Elf offensiv viel zu wenig zustande brachte.

Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

Foto von RF._.studio _ bei Pexels

Mit dem 0:1 wurde es ein schwieriger Abend

Aus Drosendorfer Sicht nahm die Partie nach einer halben Stunde eine Richtung, aus der die Gäste nicht mehr herausfanden. Sebastian Schön brachte Burgschleinitz/Straning in der 30. Minute mit 1:0 in Führung, zur Pause stand damit ein knapper, aber aus Sicht der Gäste bereits unangenehmer Rückstand. Weinberger machte nach dem Schlusspfiff klar, dass sein Team schon vor dem zweiten Gegentor nicht richtig in der Partie war. "Wir sind natürlich sehr enttäuscht, nicht nur vom Ergebnis, sondern auch von der Leistung" sagte der Co-Trainer ohne Umschweife. Nach dem Seitenwechsel wurde die Aufgabe dann noch schwerer, weil Drosendorf laut Weinberger früh mit Gelb-Rot gegen Kilian Pfeiffer in Minute 52 in Unterzahl geriet. Er wollte die Niederlage aber nicht auf diese Szene reduzieren. "Die gelb-rote Karte Anfang der zweiten Halbzeit war schon mitentscheidend, aber sicher nicht spielentscheidend. Wir waren auch davor schon nicht gut im Spiel." Als Miloslav Bukacek in der 64. Minute zum 2:0 traf, war die Partie damit endgültig in eine klare Richtung gekippt.

Weinberger spricht von Verunsicherung und einem Kopfthema

Besonders deutlich wurde Weinberger in seiner Analyse dort, wo es um das eigene Offensivspiel ging. Für ihn lag ein Hauptgrund der Niederlage nicht in einzelnen Szenen, sondern in einem grundsätzlichen Problem, das sich durch die gesamte Mannschaft zog. "Es gibt eine grobe Verunsicherung innerhalb der Mannschaft, warum auch immer", sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Drosendorf im Spiel nach vorne praktisch nie zu einem Rhythmus fand. "Wir hatten kaum Torchancen, wir waren nicht imstande, Offensivaktionen zu liefern. So kann man leider kein Spiel gewinnen." Auch auf die Frage, was seiner Mannschaft konkret gefehlt habe, blieb Weinberger bei dieser Linie. Er sprach davon, dass die Mannschaft zu selten in gute Situationen kam. Viel mehr als ein gut getretener Freistoß in der ersten Halbzeit und ein Weitschuss nach der Pause blieb ihm dabei auch im Rückblick nicht in Erinnerung. "Sonst gab es eigentlich keine oder nur sehr wenige Offensivaktionen von uns", sagte er.

Burgschleinitz nutzte die Möglichkeiten konsequenter

Dass die Gastgeber am Ende als verdienter Sieger vom Platz gingen, stellte Weinberger trotz aller Enttäuschung nicht infrage. Interessant war dabei seine Einordnung des Gegners: Er sah Burgschleinitz/Straning nicht als übermächtigen Gegner, wohl aber als Mannschaft, die mit ihren Möglichkeiten wesentlich besser umging. "Das war eigentlich ein Gegner, der aufgrund der Tabellensituation auf Augenhöhe sein sollte", meinte der Drosendorfer Co-Trainer. Zugleich betonte er, dass auch die Heimelf nicht zu einer Flut an Chancen gekommen sei. Genau darin lag für ihn aber der Unterschied des Abends. "Sie hatten auch nicht viele Torchancen, aber die wenigen haben sie gut genutzt und das Spiel deshalb verdient gewonnen." Auch rund um den Unparteiischen wollte Weinberger kein großes Thema aufmachen. Eine Szene in der ersten Halbzeit habe von der Drosendorfer Bank zwar nach Strafstoß ausgesehen, mehr aber auch nicht. "Das war relativ weit entfernt. Der Schiedsrichter wird es besser gesehen haben", sagte er und ließ damit erkennen, dass für ihn die Ursachen der Niederlage klar bei der eigenen Mannschaft zu suchen waren.

Viel Aufbauarbeit vor dem Spiel gegen Röschitz

Nach sechs Runden steht Drosendorf damit weiter im unteren Mittelfeld der Tabelle, und die nächste Aufgabe wird nach Weinbergers Einschätzung nicht leichter. Schon jetzt richtet sich der Blick auf das kommende Spiel gegen Röschitz, das er als einen der stärksten Gegner der Liga einordnet. Gerade deshalb dürfte die Aufarbeitung dieser Niederlage intern noch einmal deutlich ausfallen. Weinberger kündigte an, dass es in den nächsten Tagen nicht nur um taktische Punkte gehen werde, sondern auch um den mentalen Zustand der Mannschaft. "Wir werden schauen, dass wir die Mannschaft so gut wie möglich einstellen, mental aufbauen und über gewisse Sachen diskutieren", sagte er. Der Anspruch für die kommende Woche ist damit klar formuliert: Drosendorf will nach einem enttäuschenden Auftritt wieder ein anderes Gesicht zeigen und gegen den nächsten schweren Gegner zumindest zu jener Stabilität zurückfinden, die in Burgschleinitz über weite Strecken gefehlt hat, auch wenn einige Ausfälle zu beklagen sein werden.

2. Klasse Thayatal: Burgschleinitz/Straning : Drosendorf - 2:0 (1:0)

  • 64
    Miloslav Bukacek 2:0
  • 30
    Sebastian Schön 1:0