Spielberichte

„Das 1:0 war ein bisschen der Dosenöffner“ – Irnfritz zieht nach der Pause auf 5:0 davon

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TSV Irnfritz
USV Geras

In der 2. Klasse Thayatal hat TSV Irnfritz am Samstag gegen USV Geras mit 5:0 gewonnen und damit nicht nur drei klare Punkte geholt, sondern auch den Herbstmeistertitel fixiert. Trainer Peter Bauer sah vor allem das 1:0 kurz vor der Pause als Schlüssel für den weiteren Verlauf. Nach einem eher zähen Beginn legte seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel deutlich zu und entschied die Partie früh.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vor der Pause fehlte noch die Konsequenz

Der klare Endstand täuschte nach Bauers Einschätzung zunächst ein wenig über den Beginn hinweg. „Wir sind gar nicht so gut ins Spiel gekommen“, sagte der Irnfritzer Trainer nach dem Schlusspfiff. Zwar hatte seine Mannschaft in der ersten Hälfte mehr Ballbesitz und war die spielbestimmende Elf, aus diesem Übergewicht machte sie zunächst aber zu wenig. Ein bis zwei gute Möglichkeiten waren da, doch im Abschluss fehlte die Belohnung. Umso wichtiger war für Bauer deshalb die Führung in der 39. Minute, die durch ein Eigentor von Lorenz Schleinzer zustande kam. „Das 1:0 war ein bisschen der Dosenöffner“, sagte er. Mit diesem Treffer ging Irnfritz mit einem Vorsprung in die Kabine, obwohl der Trainer mit dem eigenen Spiel bis dahin noch nicht wirklich zufrieden war.

Zwölf starke Minuten entscheiden die Partie

Nach der Pause zeigte Irnfritz dann genau jene Phase, die Bauer als stärkste des Nachmittags hervorhob. „Da waren wir wirklich aggressiv, giftig, haben den Gegner hoch attackiert und endlich die Torchancen genutzt“, so der Trainer. Innerhalb kurzer Zeit machte der Tabellenführer aus einer knappen Führung ein klares Ergebnis. Michael Winkler erhöhte in der 50. Minute auf 2:0, Lukas Speneder legte in der 58. Minute das 3:0 nach und in der 62. Minute traf nochmals Winkler zum 4:0. Spätestens da war die Partie entschieden. Bauer hatte nicht den Eindruck, dass Geras an diesem Tag noch einmal zurückkommen könnte. Dafür war seine Mannschaft in dieser Phase zu präsent, zu aktiv und vor allem vor dem Tor deutlich entschlossener als noch im ersten Durchgang.

Standards besser, hinten fast nichts zugelassen

Bauer wollte nach dem Spiel gar kein einzelnes Tor besonders herausheben, weil für ihn die Mischung den Unterschied machte. „Es waren Tore nach Eckbällen, es waren Kopfballtore und es waren schön herausgespielte Tore“, sagte er. Gerade bei den Standards sah er nach der Pause eine klare Steigerung. Während diese in der ersten Halbzeit noch „wirklich schlecht geschossen“ gewesen seien, kamen die Bälle später viel besser in die Gefahrenzone, wo Irnfritz dann auch präsenter war. Den Schlusspunkt setzte Christof Rauscher in der 79. Minute zum 5:0. Dass es am Ende so deutlich wurde, lag für Bauer aber nicht nur an der Offensive. „Defensiv waren wir heute wirklich sehr, sehr stabil“, meinte er. Trotz schlechten Wetters und eines immer schwieriger zu bespielenden Platzes ließ Irnfritz über weite Strecken kaum etwas zu und machte nur sehr wenige Fehler.

Heimserie hält, das letzte Spiel wartet schon

Für Bauer lag der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften am Ende klar auf der Hand. „Heute war der Unterschied einfach die Qualität“, sagte er. Geras sei bemüht gewesen und habe alles versucht, habe seiner Einschätzung nach aber nicht die Möglichkeiten gehabt, um Irnfritz ernsthaft wehzutun. Dazu passte auch, dass es keine strittigen Situationen gab und der Schiedsrichter für den Trainer „unauffällig“ leitete. Besonders groß war die Freude bei Bauer aber über die Einordnung dieses Erfolgs. „Das war heute das 15. Heimspiel in Folge, das wir gewonnen haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Da steckt viel Arbeit und viel Einsatz dahinter“, sagte er und gratulierte seiner Mannschaft sowie dem gesamten Trainerteam. Mit dem 5:0 und nun 32 Punkten überwintert Irnfritz als Herbstmeister an der Spitze. Viel Zeit zum Genießen bleibt allerdings nicht, denn Bauer stellte sofort klar: „Für uns ist die Saison noch nicht vorbei. Nächste Woche wartet noch das letzte Spiel mit dem Derby in Japons und dort wollen wir uns mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden."

2. Klasse Thayatal: Irnfritz : Geras - 5:0 (1:0)

  • 79
    Christof Rauscher 5:0
  • 62
    Michael Winkler 4:0
  • 58
    Lukas Speneder 3:0
  • 50
    Michael Winkler 2:0
  • 39
    Eigentor durch Lorenz Schleinzer 1:0