Spielberichte

Christian Hasenberger (Trainer USC Markersdorf): „Wir waren über 90 Minuten spielbestimmend“

USC Markersdorf
SC St.Pölten Union Landhaus

In der 2. Klasse Traisental feierte der USC Markersdorf im Heimspiel gegen den SC Inkasso Blum St.Pölten Union Landhaus einen späten 1:0-Erfolg. Nach einer torlosen ersten Halbzeit und viel Kontrolle setzte Christopher Grilz in der 82. Minute den entscheidenden Stich. Trainer Christian Hasenberger sprach von einem über weite Strecken überlegenen Auftritt und hob die Ruhe und Geduld seiner Mannschaft hervor – ein Arbeitssieg, der die laufende Serie der Markersdorfer weiter ausbaut.

Gestapelte Bälle auf Rasen

Foto von Pedram Raz auf Unsplash

Markersdorf hat mehr vom Spiel – St. Pölten mit zwei „Hundertprozentigen“

Vom Anpfiff weg suchten die Hausherren die Initiative, schoben die Partie über weite Strecken in die Hälfte der Gäste und kontrollierten Tempo und Zweikämpfe. Christian Hasenberger brachte es so auf den Punkt: „Über 90 Minuten waren wir spielbestimmend, haben das Spiel gestaltet, waren mehr in der gegnerischen Hälfte als der Gegner bei uns.“ Ganz ohne Zittern ging es aber nicht, denn Markersdorf ließ zwei richtig dicke Möglichkeiten zu. „Wir haben zwei Situationen zugelassen, das waren zwei Hunderter für St. Pölten – da hätte der Spielverlauf auch in eine andere Richtung fallen können“, räumte der Trainer ein. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, auch weil Markersdorf seine vielen Angriffe nicht sauber zu Ende spielte und häufig am letzten Pass scheiterte.

Der späte Punch: Grilz bleibt eiskalt in Minute 82

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Markersdorf geduldig, suchte weiter die Lücke – und bekam sie spät. Das Siegtor in Minute 82 trug die Handschrift dessen, was schon vor der Pause oft angelegt war: „Es war eine Aktion, wie wir sie in der ersten Halbzeit oft hatten – nur hat da der letzte Pass nie gepasst. In dem Moment hat der Pass gepasst, er ist allein auf den Goalie gerannt und hat das überlegt gemacht“, beschrieb Hasenberger die Szene zum 1:0 durch Christopher Grilz. Der Coach atmete danach hörbar auf: „Das war das Tor in der 82. Minute, dann haben wir gewusst: Wir sind durch.“ Für Markersdorf bedeutete es den verdienten Lohn für viel Anlauf – und: „Zum Glück für uns geht die Serie weiter. Wir sind unserem Ziel einen Schritt näher gekommen.“

Geduld und Kontrolle als Schlüssel – Serie hält, Tabellenspitze gefestigt

In seiner Analyse hob Hasenberger vor allem die Ruhe seiner Mannschaft hervor. „Insgesamt bin ich stolz, dass wir ruhig geblieben sind. Wir haben in der Halbzeit noch einmal gesagt: Geduld. Wir stehen eigentlich gut, wir haben das Spiel gut im Griff.“ Genau diese Haltung trug den Sieg, wie der Trainer betonte: „Sie sind geduldig geblieben und haben eine dieser vielen Aktionen, die wir nicht fertig gespielt haben, dann genutzt – das war der Schlüssel zum Erfolg.“ Kritisch merkte er nur an: „Hinten haben wir zwei Top-Chancen für den Gegner zugelassen, da haben wir ganz schlecht verteidigt, aber der Rest war von der Kontrolle her sehr gut.“

Dass es keine einfache Aufgabe war, unterstrich er ebenfalls: „Wir haben gewusst, dass es ein schweres Spiel wird, weil sie einen guten Lauf gehabt haben.“ Sportlich zahlt sich die Konsequenz aus: Markersdorf steht nach 20 Spielen mit 54 Punkten an der Spitze, während St. Pölten mit 34 Zählern Rang sechs hält – ein weiterer Schritt, um die eigene Serie zu verlängern und das große Ziel im Blick zu behalten.

2. Klasse Traisental: Markersdorf : SC St. Pölten - 1:0 (0:0)

  • 82
    Christopher Grilz 1:0