Spielberichte

Nikola Nikic (SV Neulengbach, Sportlicher Leiter): 'Dieses Remis ist wie eine Niederlage'

SV Neulengbach
SG Hohenberg/St.Aegyd

In der 2. Klasse Traisental trennten sich der SV Neulengbach und die SG Hohenberg/St.Aegyd mit 2:2. Neulengbach führte zur Pause 2:1, hatte laut Sportchef Nikola Nikic jede Menge Möglichkeiten auf weitere Tore, ließ sie aber liegen. Edison Thaqi traf doppelt, Hohenberg kam nach dem Wechsel zurück. „Aufgrund der ersten Halbzeit ist dieses Unentschieden wie eine Niederlage für uns“, ärgerte sich Nikic nach einem Abend, an dem seine Mannschaft viel investierte, am Ende aber nur einen Zähler mitnahm.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Neulengbach legt vor, Thaqi schnürt den Doppelpack – doch Hohenberg bleibt dran

Neulengbach startete entschlossen und bekam das Spiel früh in die gewünschte Richtung. In Minute 14 besorgte Edison Thaqi das 1:0 – eine Szene, die Nikic so einordnete: „Das erste war eine wunderschöne Kombination über Irakli Avaliani auf Edison Thaqi mit einem super Abschluss.“ Die Gastgeber blieben am Drücker, doch sie verabsäumten es, nachzulegen. Chancen waren da, wie der Sportliche Leiter betonte: „Normalerweise können wir da 4:0, 4:1 zur Halbzeit vorn sein.“ Stattdessen kam Hohenberg/St.Aegyd in der 39. Minute durch Marco Wallner zum Ausgleich. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Thaqi stellte in der 42. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 2:1, zur Pause lag Neulengbach völlig verdient voran. Aber der Befreiungsschlag war das nicht – es blieb das alte Thema: viele Möglichkeiten, wenig Ertrag.

„Viele Chancen vergeben“ – Nikic hadert mit der Effizienz und lobt Hohenbergs Abwehrarbeit

Nach dem Seitenwechsel blieb Neulengbach das aktivere Team, doch das dritte Tor wollte nicht fallen. „Wir hätten in der ersten Halbzeit schon zwei, drei Tore schießen müssen. Irakli Avaliani war alleine vor dem Tormann – da haben wir zu viele Chancen vergeben“, fasste Nikic die Gemengelage zusammen. Hohenberg nutzte die eigene Gelegenheit eiskalt: In der 67. Minute glich Erhan Gürbüz zum 2:2 aus. Für Nikic war das bitter, weil er die Gegentreffer als vermeidbar empfand: „Wir haben zwei sehr dumme Tore bekommen, zwei weite Bälle im Strafraum. Viel mehr war für Hohenberg gar nicht dabei.“ Und dennoch stand am Ende die Punkteteilung – auch, weil die Gäste eine späte Großchance liegen ließen: „Entscheidend war dann auch, dass Fabian Köberl alleine vor dem Tormann daneben geschossen hat. Sonst hätten wir die Partie auch verlieren können.“ Gleichzeitig zollte Nikic dem Gegner Respekt: „Hohenberg hat das relativ schlau gemacht, hat dann gut verteidigt.“

Rote Karte in der Nachspielzeit, Tabelle eng – und ein klarer Auftrag fürs nächste Mal

In einer intensiven Schlussphase fehlte Neulengbach das eine saubere Ende, um den Sieg zu erzwingen. Stattdessen gab es in der Nachspielzeit noch eine Personalnote: In Minute 90+2 sah Sadri Thaqi die Rote Karte – am Resultat änderte das nichts mehr. Über die Schiedsrichter wollte Nikic bewusst nicht sprechen: „Ich möchte einfach nichts zu den Schiedsrichtern sagen, und ich würde mir wünschen, dass Ligaportal keine Fragen dazu stellt.“

Der Blick auf die Tabelle zeigt, wie teuer ausgelassene Chancen sein können: Neulengbach liegt nach 19 Runden mit 37 Punkten auf Rang vier, mitten in einem engen Feld, Hohenberg/St.Aegyd hält nach 20 Spielen bei 23 Punkten. Für Nikic ist deshalb klar, woran zu arbeiten ist: „Der Hauptgrund war die Chancenauswertung. Man muss in der ersten Halbzeit zwei bis vier Tore schießen, dann gewinnt man die Partie.“ An die Fans richtete er noch einen Dank: „Bitte unterstützt uns weiterhin so wie zuletzt – man sieht, dass die Leute wieder gerne am Platz kommen.“

2. Klasse Traisental: Neulengbach : Hohenberg/St.Aegyd - 2:2 (2:1)

  • 67
    Erhan Gürbüz 2:2
  • 42
    Edison Thaqi 2:1
  • 39
    Marco Wallner 1:1
  • 14
    Edison Thaqi 1:0