Spielberichte

Effizient und geschlossen: ASK Wilhelmsburg gewinnt 5:1 und hält Kurs auf Rang zwei

SV Neulengbach
ASK Wilhelmsburg

In der 2. Klasse Traisental kassierte der SV Neulengbach gegen den ASK Wilhelmsburg eine herbe 1:5-Heimniederlage. Die Gäste nutzten ihre Chancen eiskalt, führten schon zur Pause 0:2 und legten nach dem Seitenwechsel nach. Trainer Jan Novak sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung und davon, „in den richtigen Momenten getroffen“ zu haben. Durch den Auswärtssieg bleibt Wilhelmsburg im Rennen um Rang zwei – und damit für das angepeilte Saisonfinish voll auf Schlagdistanz.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Blitz-Führung, dann Kontrolle: Wilhelmsburg setzt früh das Zeichen

Die ersten Minuten gehörten aus Sicht der Gäste noch dem Heimteam. „In den ersten fünf Minuten ist Neulengbach gut in unsere Hälfte gekommen und hatte drei, vier gefährliche Eckbälle“, blickte Jan Novak zurück. In der sechsten Minute wendete sich das Blatt abrupt: Ein Eigentor von Alwin Lackner stellte auf 0:1 und gab Wilhelmsburg den Rückenwind. Danach übernahmen die Gäste zunehmend das Kommando. „Nach den ersten fünf Minuten haben wir die erste Halbzeit dominiert. Wir waren zweikampfstark, läuferisch stärker und haben super gegen den Ball gearbeitet“, so Novak. Kurz vor der Pause legte Patrick Schroffenauer nach und traf in Minute 38 zum 0:2 – ein Ergebnis, das auch den Halbzeitstand markierte. Dass diese Führung verdient war, lag aus Sicht des Trainers an der Konsequenz im Gegenpressing und daran, dass seine Elf die zweiten Bälle oft auf ihre Seite zog.

Schroffenauer legt nach, Krasniqi macht den Deckel drauf

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der ASK Wilhelmsburg das aktivere Team. Patrick Schroffenauer erhöhte in der 57. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 0:3 – ein Moment, den Novak so einordnete: „Die ersten zwei Tore waren über die Seite super kombiniert, beim dritten hilft ein Fehler in der Neulengbacher Abwehr. Wir haben in den richtigen Momenten getroffen.“ Neulengbach gab sich allerdings nicht auf und kam durch Irakli Avaliani in der 65. Minute zum 1:3. Die Gäste blieben ruhig, standen weiter kompakt und gewannen viele Zweikämpfe im Zentrum. „Die Abwehr hat richtig gut gespielt, wir waren kompakt und haben die zweiten Bälle nachgearbeitet – sehr wichtig für das ganze Match“, betonte Novak. In der Schlussphase sorgte Jemin Krasniqi mit einem Doppelpack (82., 86.) erst für das 1:4 und dann für den 1:5-Endstand. „Zum Schluss haben wir sogar noch einige Möglichkeiten liegen gelassen, aber 5:1 sagt alles“, meinte der Coach.

„Jeder für jeden“: Teamgeist, Ziel Rang zwei und ein Appell an die Fans

In seiner Analyse hob Jan Novak weniger Einzelaktionen als vielmehr den gemeinsamen Auftritt hervor. „Der entscheidende Unterschied war der Wille. Wir haben immer weitergearbeitet und nichts nachgegeben“, sagte der Wilhelmsburg-Trainer. Besonders gefiel ihm, wie die Mannschaft Ausfälle wegsteckte: „Uns haben drei wichtige Spieler gefehlt, aber die Jungs von der Bank und aus der U23 haben uns alle geholfen. Das macht eine Mannschaft stark.“ Diskussionsthemen gab es für ihn keine: „Bei den Schiedsrichtern war alles in Ordnung.“ Durch den Dreier bleibt Wilhelmsburg mit 50 Punkten als Dritter dicht hinter dem Zweiten SC Pyhra (52). „Wir wollen unbedingt Zweiter sein. Wir müssen noch zwei Wochen beißen, dann schaffen wir das miteinander“, erklärte Novak – und wandte sich zum Schluss an die Anhänger: „Ich bitte unsere Zuschauer, am Samstag so zahlreich wie möglich zu kommen. Das hilft uns im spannenden Match gegen Pyhra. Nur zusammen schaffen wir das.“

2. Klasse Traisental: Neulengbach : Wilh.burg - 1:5 (0:2)

  • 86
    Jemin Krasniqi 1:5
  • 82
    Jemin Krasniqi 1:4
  • 65
    Irakli Avaliani 1:3
  • 57
    Patrick Schroffenauer 0:3
  • 38
    Patrick Schroffenauer 0:2
  • 6
    Eigentor durch Alwin Lackner 0:1