In der 2. Klasse Traisental feierte der SC Schaubach Pyhra einen 3:1-Heimsieg über Meister USC Markersdorf. Nach dem Spalier vor Anpfiff legten die Gastgeber einen reifen Auftritt hin: Patrik Bachtrögler traf kurz vor der Pause zum 1:0, Jaroslav Hrdina erhöhte in Minute 67 per Traumtor. Florian Leimhofer brachte Markersdorf noch einmal heran, ehe Jakob Bernhard spät alles klar machte. „Wir haben dem Meister eine Niederlage zugefügt“, sagte Pyhra-Coach Peter Obritzberger stolz – und lobte eine starke Teamleistung.

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Pyhra begann mit Respekt, aber ohne Scheu. Trainer Peter Obritzberger erzählte, dass seine Elf nach den ersten vorsichtigen Minuten immer mehr Zugriff bekam: „Ab der 20. Minute hat meine Mannschaft gemerkt, dass heute etwas möglich ist.“ Aus diesem Gefühl wurde Selbstvertrauen. „Wir haben mit sehr schönem Kombinationsspiel die beste Defensive der Liga in Schwierigkeiten gebracht“, so der Coach. Kurz vor der Pause fiel der verdiente Lohn: In der 43. Minute verwandelte Patrik Bachtrögler zur 1:0-Führung. Ob es, wie Obritzberger schilderte, ein strittiger Elfmeter war, wollte er nicht bewerten: „Ich war 80 Meter weg. Wenn der Schiedsrichter pfeift, dann ist es ein Elfer.“ Mit diesem Vorsprung ging Pyhra in die Pause, die den Plan für Halbzeit zwei festigte.
Aus der Kabine kam Pyhra mit breiter Brust zurück. Der Trainer sah seine Mannschaft nun mit viel Ballruhe und klarem Kopf: „Es war auch Kopfsache. Wir hatten einen sehr guten Tag.“ In diese Phase passte der große Moment von Jaroslav Hrdina: In der 67. Minute stellte er auf 2:0 – für Obritzberger der Knackpunkt. „Das 2:0 von Jaroslav Hrdina war die Entscheidung“, sagte er. Und er schwärmte vom Treffer: „Hrdina zog von der linken Seite in die Mitte und hat wunderbar ins lange Kreuzeck geschossen – wirklich ein Traumtor.“ Der Coach hatte zudem den Eindruck, dass beim bereits feststehenden Meister ein bisschen Druck und Spannung draußen waren, während seine Elf „das Ziel, den Meister zu schlagen, klar vor Augen“ hatte und genau das auf dem Platz zeigte.
Ganz ohne Antwort wollte Markersdorf den Abend nicht beenden. In der 75. Minute traf Florian Leimhofer für die Gäste zum 2:1 und brachte den Meister noch einmal heran. Pyhra blieb jedoch ruhig und verlor nicht den Faden. „Auch der Anschlusstreffer hat uns nicht beirrt. Wir haben weiter drauflosgespielt und mit dem 3:1 den Sack zugemacht“, erklärte Obritzberger. Genau so kam es: In Minute 82 besorgte Jakob Bernhard das 3:1 und stellte den Endstand her. Der Coach sprach bei allem Respekt von einem „kurzen Aufbäumen“ des Gegners: „Sie waren immer wieder gefährlich – natürlich, es ist der Meister. Trotz allem haben wir weiter unser Spiel durchgezogen.“ Mit kühlem Kopf und klaren Aktionen brachte Pyhra die Führung sicher ins Ziel.
Nach dem Schlusspfiff überwog beim Pyhra-Trainer Dankbarkeit und Stolz. „Wir waren körperlich Markersdorf überlegen, das war mitentscheidend. Ich kann Woche für Woche auf die Besten zugreifen, wir haben eine wunderbare Bank“, betonte er. Besonders freute ihn, dass die Pyhra-Reserve tags zuvor den Titel holte: „Unsere Reserve wurde Meister – da kommt genug Jugend nach.“ Bei aller Euphorie blieb er geerdet: „Wir haben noch etwas zu wenig Routine und müssen in gewissen Situationen lernen. Grundsätzlich sind wir aber auf einem wunderbaren Weg.“ Zum Gegner fand er anerkennende Worte: „Sehr spielstark, sehr homogen – Gratulation zum Titel.“ Und zum Unparteiischen sagte er: „Der Schiedsrichter hat das Spiel grundsätzlich gut geleitet.“ Die Stimmung? „Hervorragend.“ In der Tabelle steht Pyhra hinter dem Meister auf Rang zwei – der 3:1-Sieg unterstreicht, wie nah man dem Liga-Primus an einem starken Abend kommen kann.