Spielberichte

"Es war ganz klar die Torchancenauswertung" – Obritzberger erklärt das 1:4 des SC Schaubach Pyhra

SG Traisen/St.Veit
SC Pyhra

Zum Auftakt der 2. Klasse Traisental hat SC Schaubach Pyhra bei SG Traisen/St.Veit mit 1:4 verloren und damit einen bitteren Start hingelegt. Trainer Peter Obritzberger sah seine Mannschaft nicht völlig unterlegen, machte nach dem Schlusspfiff aber vor allem die mangelnde Chancenverwertung für die klare Niederlage verantwortlich. Vor allem vor der Pause ließ SC Schaubach Pyhra seine Möglichkeiten liegen und lief danach ständig hinterher.

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Guter Start, harte Strafe vor der Pause

Dabei hatte der Abend aus Sicht von Peter Obritzberger nicht von Beginn an nur schlechte Seiten. Der Trainer sprach zwar von einem „gebrauchten Abend“, betonte aber auch, dass seine Mannschaft ordentlich in die Partie gekommen sei. SC Schaubach Pyhra kreierte in der Anfangsphase Möglichkeiten, unter anderem durch Patrik Bachtrögler, nutzte diese Chancen aber nicht. Danach bekam das Spiel jenen Verlauf, der sich aus Sicht der Gäste durch den ganzen Abend zog. In der 20. Minute brachte Sead Morina SG Traisen/St.Veit in Führung, wobei Obritzberger den Ursprung des Treffers in einer eigenen Unachtsamkeit nach einem Out-Einwurf sah. „Wir waren eigentlich immer im Spiel, aber die Big Points waren für den Gastgeber“, sagte der Trainer. Weil SG Traisen/St.Veit konsequenter blieb, legte Jan Omelka in der 31. Minute das 2:0 nach. Kurz vor der Pause traf Morina noch einmal zum 3:0, und genau dieser Zeitpunkt tat dem Gast besonders weh, weil davor erneut gute Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer ungenützt geblieben waren.

Nach dem 3:1 kurz im Spiel, dann fällt die Entscheidung

Gerade deshalb ärgerte Obritzberger weniger das nackte Ergebnis als die Abfolge der Gegentore. „Es war für mich ganz klar die Torchancenauswertung“, sagte er ohne Umwege. Aus seiner Sicht war die Begegnung vom Niveau her keine einseitige Angelegenheit, wohl aber in der Effizienz. Immer wieder habe seine Mannschaft Möglichkeiten vorgefunden, nur habe SG Traisen/St.Veit die Tore „zum richtigen Zeitpunkt“ gemacht. Nach dem Seitenwechsel stemmte sich SC Schaubach Pyhra noch einmal gegen die Niederlage. Nicholas Hagenauer verkürzte in der 68. Minute auf 3:1, dazu kam laut Obritzberger eine taktische Umstellung, mit der seine Mannschaft nochmals Druck aufbauen konnte. „Wir waren wirklich am Drücker zum 3:2“, schilderte er. Genau in dieser Phase blieb die nächste große Chance ungenützt, ehe Daniel Chytil in der 77. Minute auf 4:1 stellte. Spätestens damit war die Partie endgültig entschieden.

Der Gegner war kaltschnäuziger und einen Schritt voraus

Obritzberger suchte die Gründe nicht lange in Nebensachen. Für ihn lag die Niederlage in erster Linie in der fehlenden Konsequenz im Abschluss und in der geringeren Schärfe in den entscheidenden Momenten. „Vom Niveau her war das von beiden Seiten kein großartiges Spiel, aber die Big Points hat der Gastgeber gemacht“, fasste er zusammen. Dazu kam aus seiner Sicht, dass SG Traisen/St.Veit aggressiver auftrat und die Möglichkeiten eiskalt nutzte. Der Trainer von SC Schaubach Pyhra sprach davon, dass der Gegner in allen Belangen „einen Schritt voraus“ gewesen sei. Auch deshalb fiel seine Anerkennung für den Sieger klar aus. SG Traisen/St.Veit habe sich den Erfolg verdient, weil die Heimmannschaft mehr vom Spiel gehabt, konsequenter gehandelt und den Gästen in den entscheidenden Situationen immer wieder die Antwort gegeben habe. Für SC Schaubach Pyhra war das vor allem deshalb bitter, weil die Partie nach Obritzbergers Einschätzung nicht völlig außer Reichweite gewesen wäre.

Auf die zweite Hälfte soll aufgebaut werden

Entsprechend fiel auch der Blick nach vorne nüchtern aus. Viel Positives wollte Obritzberger nach dem 1:4 nicht konstruieren, doch die zweite Halbzeit nahm er ausdrücklich mit. In der Pause habe sich seine Mannschaft vorgenommen, den zweiten Durchgang zu gewinnen und sich anders zu präsentieren. „Auf die zweite Halbzeit können wir aufbauen, da können wir weiterarbeiten“, sagte er. Gleichzeitig forderte er, dass SC Schaubach Pyhra läuferisch und insgesamt näher an die eigene Leistungsgrenze kommen müsse. „Wir haben zwar alles versucht, aber wir sind weit nicht an unsere Grenzen gestoßen“, lautete seine klare Analyse. Abseits davon gab es für den Trainer keine Aufreger, strittige Szenen sah er nicht. Sein Urteil zur gesamten Partie fiel passend knapp aus: „Es war ein Sommerfußballspiel, wie es im Buch steht.“ Im nächsten Spiel will SC Schaubach Pyhra diese Niederlage ausbessern und die angesprochenen Mängel abstellen.

2. Klasse Traisental: SG Traisen/St.Veit : SC Pyhra - 4:1 (3:0)

  • 77
    Daniel Chytil 4:1
  • 68
    Nicholas Hagenauer 3:1
  • 45
    Sead Morina 3:0
  • 31
    Jan Omelka 2:0
  • 20
    Sead Morina 1:0