In der 2. Klasse Traisental hat SC Schaubach Pyhra das Derby gegen SV Würth Böheimkirchen mit 3:5 verloren. Nach einem furiosen Start der Gäste stand es schon früh 0:3, am Ende wurde es trotz klarer Böheimkirchner Führung noch einmal eng. Trainer Sali Veseli brachte den Unterschied nach dem Schlusspfiff für ihn sehr klar auf den Punkt: „Die ersten 30 Minuten waren spielentscheidend.“

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Böheimkirchen kam so in die Partie, wie es sich Veseli erhofft hatte. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben eine sehr gute Dynamik an den Tag gelegt und vor dem Tor auch das nötige Glück gehabt“, sagte der Trainer. Diese starke Anfangsphase schlug sich auch direkt im Ergebnis nieder. Valentino Fürnwein brachte die Gäste in der 13. Minute in Führung, nur drei Minuten später erhöhte Tolga Yilmaz auf 2:0. Gerade dieses zweite Tor hob Veseli besonders hervor: „Das 2:0 war ein Weitschuss genau ins Kreuzeck.“ Als Maximilian Müllauer in der 23. Minute das 3:0 nachlegte, war für den Böheimkirchner Coach klar, wo der Grundstein für den Auswärtssieg gelegt worden war. „Die ersten 30 Minuten waren fulminant. Wir waren körperlich überlegen, wir waren fußballerisch überlegen.“ Dazu kamen laut Veseli sogar noch weitere gute Möglichkeiten, mit denen sein Team die Partie noch früher hätte entscheiden können.
Mit dem klaren Vorsprung im Rücken hätte Böheimkirchen die Partie nach Meinung des Trainers schon vor der Pause beruhigen können. Genau das sei aber zunächst nicht gelungen. „Nach dem 3:0 hätten wir das mit Erfahrung runterspielen können, aber die Jungs waren ziemlich geladen und wollten immer weiter nach vorne“, erklärte Veseli. Pyhra fand danach besser hinein, bekam laut dem Gäste-Coach eine Drangphase und kam durch Patrik Bachtrögler in der 44. Minute verdient auf 1:3 heran. Entscheidend war für ihn aber, dass seine Mannschaft den bis dahin herausgespielten Vorsprung mit in die Kabine nahm.
Für die zweite Halbzeit nahm sich Böheimkirchen vor, das Spiel sauberer zu kontrollieren. „Wir haben uns vorgenommen, das Spiel zu beruhigen, die Räume zu nutzen und den Deckel draufzumachen“, erzählte Veseli. Genau das gelang zunächst auch. Die Gäste hielten den Ball besser in den eigenen Reihen, ließen Pyhra nach der Pause nicht richtig aufkommen und sorgten früh für klare Verhältnisse. Fürnwein stellte in der 51. Minute auf 4:1, Yilmaz erhöhte in der 65. Minute auf 5:1 und schnürte damit wie Fürnwein einen Doppelpack. Für Veseli steckte dahinter vor allem die geschlossene Leistung seiner Mannschaft. „Jeder ist über seine Grenze gegangen. Jeder ist für jeden gelaufen“, sagte er und nannte „die Chancenauswertung und die Teamleistung“ als entscheidenden Unterschied. Ganz durch war die Sache aber trotzdem noch nicht, weil Pyhra sich nicht aufgab. Bachtrögler verkürzte in der Schlussphase noch zweimal zum 2:5 und 3:5. So wurde es am Ende noch einmal enger, als es nach dem 5:1 ausgesehen hatte. Unterm Strich blieb der Böheimkirchner Trainer aber bei seiner Einschätzung: „Es war ein verdienter Sieg.“ Gleichzeitig nahm er auch eine Lehre aus dem Derby mit: Eine 3:0-Führung müsse seine Mannschaft künftig „ein bisschen ruhiger angehen“ und noch abgeklärter nach Hause spielen.