In der 2. Klasse Traisental hat SV Altlengbach-Laabental gegen SG Hohenberg/St.Aegyd nach einem wilden Spielverlauf mit 6:4 gewonnen. Die Gastgeber führten 2:0, gingen mit einem 2:2 in die Pause, stellten nach dem Seitenwechsel wieder auf 4:2 und mussten dennoch noch einmal den Ausgleich hinnehmen. Trainer Roland Dancs sprach von einer turbulenten Partie und vor allem von einer klaren Reaktion seiner Mannschaft nach dem 0:8 der Vorwoche.

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Schon der Beginn gab die Richtung vor, und lange sprach vieles für einen vergleichsweise ruhigen Heimsieg. Bernhard Kotynski brachte Altlengbach in der 16. Minute in Führung, Alexander Stajic legte in der 37. Minute das 2:0 nach. Dancs war mit dieser Phase sehr einverstanden und formulierte es deutlich: „Die ersten 37 Minuten haben wir hervorragend gespielt und 2:0 geführt.“ Genau deshalb ärgerte ihn, wie die Schlussphase der ersten Hälfte verlief. Michael Grasl verkürzte in der 43. Minute auf 2:1, ehe ein Eigentor von David Mühlbauer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:2 brachte. „Dann haben wir die letzten sieben Minuten leider komplett die Kontrolle verloren“, sagte der Trainer. Aus einer Partie, die klar in Richtung der Gastgeber lief, wurde damit schon vor dem Seitenwechsel wieder ein offenes Spiel.
Nach der Pause kam Altlengbach allerdings noch einmal mit Nachdruck aus der Kabine und stellte rasch wieder auf zwei Tore Vorsprung. In der 53. Minute traf Vilmos Istvan Szalai zum 3:2, nur zwei Minuten später erhöhte Manuel Masak auf 4:2. Gerade das dritte Tor hob Dancs besonders hervor. „Das 3:2 von Szalai war ein sehr wichtiges Tor“, sagte er und sprach dabei von einem „wunderbaren Kopfballtor“ nach einem Eckball. Doch auch diese Führung brachte noch keine Ruhe in die Partie. Marco Springer verkürzte in der 62. Minute auf 4:3, und als Michael Grasl in der 78. Minute seinen zweiten Treffer des Abends zum 4:4 erzielte, war wieder alles offen. Damit bestätigten die Gäste genau jene Qualität, die Dancs ihnen auch im Rückblick bescheinigte: Sobald der Gegner ein wenig nachlässt, können sie das sofort ausnutzen.
Entscheidend war aus Sicht des Altlengbacher Trainers, dass seine Mannschaft nach dem nächsten Rückschlag nicht auseinanderfiel. „Wir haben nie aufgegeben, egal, was passiert“, betonte Dancs. Genau das zeigte sich in der Schlussphase. Nach dem 2:2 zur Pause und dem späteren 4:4 blieb sein Team weiter nach vorne ausgerichtet, anstatt sich mit dem erneuten Ausgleich zu beschäftigen. Bence Toth sorgte in der 86. Minute für das 5:4, in der Nachspielzeit legte er noch das 6:4 nach. Dancs sah darin die endgültige Entscheidung: „Die Tore zum 5:4 und 6:4 von Bence Toth haben den Gegner komplett gebrochen.“ Für ihn war das der Beleg, dass seine Mannschaft diesmal den Glauben an sich selbst nicht verloren hat. Gerade in einem so offenen Spielverlauf war das für den Trainer der wichtigste Punkt.
Noch wichtiger als die sechs Tore war für Dancs aber das Zeichen, das seine Mannschaft nach außen und nach innen gesetzt hat. Nach dem 0:8 in Böheimkirchen in der Vorwoche sprach er von einer „eindeutigen Reaktion“ und davon, dass in diesem Kader „viel mehr Potenzial“ steckt. Gleichzeitig machte der Trainer kein Geheimnis daraus, dass es zuletzt auch interne Themen gegeben habe, die angesprochen werden mussten. „Die Mannschaft muss in eine klare Richtung gehen“, sagte er. Aus den letzten drei Runden wolle man nun das Bestmögliche herausholen. Den Gästen bescheinigte Dancs ein sauberes und faires Spiel sowie genug Qualität, um zweimal zurückzukommen. Auch mit dem Schiedsrichter war er einverstanden: „Er hat eine gute Leistung gezeigt.“ Aufbauen will Altlengbach nun vor allem auf jenen ersten 37 Minuten, die der Trainer ausdrücklich als Maßstab für die kommenden Wochen nannte.