In der 2. Klasse Traisental hat die SKVg Pottenbrunn das Heimspiel gegen den USV Pressbaum mit 2:1 gewonnen. Nach frühem Rückstand und dem Ausgleich durch Sebastian Köckeis war Pressbaum bis tief in die Nachspielzeit im Rennen, kassierte dann aber noch das 1:2. Trainer Wolfgang Pfaffl sah trotzdem eine spielerisch sehr starken Leistung seiner Mannschaft und den Unterschied vor allem im letzten Drittel.

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Pfaffl erlebte eine Partie, in der seine Mannschaft viel Ballbesitz hatte, sich gegen die Gastgeber aber nur schwer bis in die wirklich gefährlichen Räume arbeiten konnte. „Pottenbrunn hat uns den Ball überlassen, ist in einem relativ tiefen Block sehr massiv gestanden und hat auf Umschaltmomente gelauert“, sagte der Pressbaum-Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht ein bitterer Start, denn schon in der 7. Minute brachte Abdul Rahman Peter Heinrich Conrad Grönebaum die Hausherren in Führung. Pfaffl meinte, diesem Treffer sei „eine leichte Abseitsposition“ vorausgegangen. Unabhängig davon blieb seine Elf laut Trainer ruhig, hielt an ihrer Linie und swm Matchplan fest und ließ bis zur Pause beim 0:1 kaum Möglichkeiten des Gegners zu.
Gerade das wertete Pfaffl als positiven Punkt, weil er das Defensivverhalten seiner Mannschaft insgesamt ausdrücklich hervorhob. „Unser Defensivverhalten war hervorragend. Auch Pottenbrunn hatte kaum Möglichkeiten“, sagte er. Nach vorne sah er zunächst viel sauberes Passspiel, gute Diagonalbälle und einige ordentliche Ansätze, aber eben zu wenig Durchschlagskraft in Tornähe. „Es ist uns bis in die gegnerische Hälfte, bis 25 Meter vor dem Tor, oftmals sehr gut gelungen“, erklärte Pfaffl. „Allerdings konnten wir nicht klare Torchancen kreieren.“ Nach dem Seitenwechsel fiel dann doch der Lohn aus Pressbaumer Sicht: Sebastian Köckeis traf in der 52. Minute zum 1:1, nachdem Pressbaum laut seinem Trainer weiter aktiv geblieben war.
Auch nach dem Ausgleich änderte sich das Bild für Pfaffl nicht grundlegend. Pressbaum blieb am Ball, versuchte weiter über Kurzpassspiel und Kombinationen Lücken zu finden und sah sich lange auf Augenhöhe. „Am Spiel grundsätzlich hat sich nicht sehr viel verändert“, sagte der Trainer. „Es ist bis zum Schluss knapp geblieben und hätte auch andersrum für uns ausgehen können. Meine Jungs waren ob ihrer körperlichen Physis überlegen, konnten sich aber leider nicht mit Toren belohnen“ Dass Elias Aiwu in der 93. Minute doch noch das 2:1 für Pottenbrunn erzielte, machte den Abend aus Pressbaumer Sicht besonders bitter. Pfaffl sprach trotzdem von „einem sehr interessanten, sehr offenen Spiel auf einem sehr schwierigen Terrain“, in dem aus seiner Sicht beide Seiten die Möglichkeit hatten, als Sieger vom Platz zu gehen.
Nach dem Schlusspfiff überwog bei Pressbaum deshalb nicht nur die Enttäuschung, sondern auch die Überzeugung, dass die eigene Leistung in vielen Bereichen gestimmt hat. Pfaffl lobte „die komplette spielerische Komponente“ und ergänzte: „Wir haben 90 Minuten spielerisch dominiert.“ Außerdem verwies er auf die Bereitschaft seiner Mannschaft, füreinander zu arbeiten, und betonte: „Ich bin trotz der Niederlage sehr stolz auf die Jungs.“ Einen zusätzlichen Ärgerpunkt sprach er ebenfalls an: Neben der Abseitsdiskussion beim 0:1 habe es für ihn noch eine Szene mit offener Sohle gegen einen Pressbaumer Spieler gegeben, die er mit Rot bewertet hätte. An seiner Grundlinie änderte das aber nichts: Pottenbrunn sei „am Ende die glücklichere Heimmannschaft“ gewesen, während Pressbaum auf genau dieser Leistung aufbauen wolle.