In der 18. Runde der 2. Klasse Triestingtal setzte sich die SG Bad Vöslau/Kottingbrunn II klar mit 5:0 gegen den 1. SC Sollenau durch. Von Beginn an lief die Partie nur in eine Richtung, wie Sollenau-Trainer Christopher Zwischitz einräumte: "Bad Vöslau war von Anfang an giftig und hat unsere Stärken komplett aus dem Spiel genommen." Seine Mannschaft fand kaum in die Zweikämpfe, der Coach sprach von einem "Tag zum Vergessen" und machte den fehlenden Einsatz als Hauptgrund für die deutliche Auswärtsniederlage aus. Für die Gäste blieb es ein bitterer Nachmittag, an dem der Gegner das Tempo vorgab und Sollenau keinen Zugriff bekam.

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Die Heimelf hatte von Anfang an mehr vom Spiel, gewann die Zweikämpfe und ließ den Ball laufen – genau das, was der Gegner später bestätigte. Der Druck zahlte sich kurz vor der Pause aus: In der 39. Minute stellte Luca Knezevic auf 1:0, nur zwei Minuten später erhöhte David Giedelmann Perilla auf 2:0 (41.). Mit dieser Führung ging es in die Kabinen, der Halbzeitstand lautete 2:0. Sollenau kam auch nach dem Seitenwechsel nicht richtig in die Spur, während die Vöslauer Reserve weiter am Drücker blieb und ihre Möglichkeiten eiskalt nützte. Armen Aleksanjan legte innerhalb weniger Minuten nach und traf zum 3:0 (65.) und 4:0 (69.). Damit war die Partie endgültig entschieden, doch Aleksanjan hatte noch nicht genug: Mit seinem dritten Tor des Tages stellte er in Minute 74 auf 5:0 und machte den klaren Heimsieg perfekt.
Nach dem Schlusspfiff sparte Christopher Zwischitz nicht mit klaren Worten. "Es gab keinen bestimmten Moment, Bad Vöslau war von Anfang an spielbestimmend und das Spiel ging nur in eine Richtung", sagte der Trainer. Vor allem die Basics fehlten aus seiner Sicht: "Meine Mannschaft war in allen Belangen Zweiter. Wir haben in keine Zweikämpfe gefunden." Auch defensiv bekam Sollenau den Gegner nicht zu fassen. Zwischitz erklärte: "Wir konnten die Lochpässe und auch die weiten Bälle nicht verteidigen." Auf der anderen Seite beeindruckte ihn die Entschlossenheit des Gegners: "Gutes Passspiel, schnelle Bewegung ohne Ball, immer einen Mann frei. Insgesamt viel mehr Laufbereitschaft, mehr Aggressivität, und der Siegeswille war beim Gegner zu hundert Prozent da." Sein bitteres Fazit fiel eindeutig aus: "Einsatzwille und Leidenschaft waren nicht vorhanden. Es war, ganz klar, ein Tag zum Vergessen."
Zum Drumherum gab es aus Sollenauer Sicht wenig zu sagen, Diskussionen blieben aus. "Nein, es gab keine strittigen Situationen", stellte Zwischitz klar. In der Tabelle liegt Sollenau laut aktuellem Stand mit 6 Punkten auf Rang 13, während Bad Vöslau/Kottingbrunn II mit 21 Zählern als Neunter im Mittelfeld rangiert. Der Coach fasste den Kern der Niederlage knapp zusammen: "Der größte Unterschied lag im Einsatz." Für die kommenden Wochen heißt das: mehr Leidenschaft zeigen, wieder in die Zweikämpfe kommen und die tiefen wie auch hohen Bälle besser verteidigen – genau jene Punkte, die der Trainer angesprochen hat. Das 0:5 tut weh, liefert aber ein klares Arbeitsprogramm für die nächsten Einheiten.