In der 2. Klasse Triestingtal unterlag der SC Schönau dem ASK Blumau mit 0:1. Ein früher Standard entschied die Partie: Gurur Veltan traf nach einem Eckball in Minute acht. Schönau fand nach einer Viertelstunde besser ins Spiel, blieb im letzten Drittel aber zu harmlos. Trainer Laszlo Szalai brachte es nach der knappen Niederlage nüchtern auf den Punkt: „Uns fehlte der letzte Wille vorm Tor – und damit auch der Punch, um etwas mitzunehmen.“

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die ersten Minuten liefen komplett gegen den Plan der Heimischen. „Wir haben ziemlich schlecht angefangen. Eigentlich wollten wir sofort drücken, sofort Druck machen und nach vorne attackieren“, schilderte Laszlo Szalai. Stattdessen setzte es nach einem Eckball den frühen Rückschlag: In der 8. Minute staubte Gurur Veltan zum 0:1 ab. „Das Gegentor war ein Eckball, wir konnten den Ball nicht rausputzen. Es war wieder zu lässig, zu locker alles“, ärgerte sich der Coach. Danach, so Szalai, kam seine Elf besser in Tritt. „Nach fünfzehn Minuten sind wir ins Spiel gekommen, mehr über die Seite, und wir haben gefällige Aktionen ausgespielt.“ Zur Pause blieb es aber beim 0:1, weil im entscheidenden Moment der Zugriff Richtung Tor fehlte.
Über weite Strecken hatten die Schönauer den Ball und setzten ihre Ansätze, doch im letzten Drittel blieb zu viel Stückwerk. „Wir waren im Spiel ziemlich gut, haben schön kombiniert“, fasste Szalai zusammen. „Aber immer der letzte Pass im letzten Drittel, einfach dem Gegner wehzutun, hat uns gefehlt.“ Genau hier lag für ihn auch der Unterschied an diesem Nachmittag: „Beim Abschluss lag der Unterschied. Die sind ein-, zweimal zum Tor gekommen, schießen ein Tor aus nichts. Wir schaffen es nicht, in die Box reinzukommen und abzuschließen – oder irgendwie ein Tor zu schießen.“ Aus den ansehnlichen Vorstößen wurde somit zu selten echte Torgefahr, während Blumau die eine Standardchance eiskalt nützte.
Überraschungen brachte der Gegner laut Szalai keine mit. „Wir wussten, wie sie spielen: langer Ball, dann zweiter Ball, dann wieder in die Tiefe. Das hat uns nicht überrascht“, erklärte er. Gleichzeitig verwies er auf die individuelle Qualität vorne: „Die haben zwei, drei offensive Spieler, die ziemlich gut sind – zusammen rund zwanzig Tore. Das sieht man.“ Das passt auch zum Tabellenbild: Blumau steht im Spitzenfeld, während Schönau im unteren Bereich um jeden Zähler ringt. „Wenn man ganz unten ist, wird man schnell bestraft. Und wenn eine Mannschaft einen Lauf hat, ist alles leichter“, sagte Szalai. Diskussionen über strittige Szenen wollte er nicht führen: „Über Schiedsrichter möchte ich überhaupt nicht reden.“
Die Leitlinie für die kommenden Wochen ist für den Schönau-Trainer klar: Aus den spielerischen Ansätzen müssen mehr klare Abschlüsse werden. „Uns hat der letzte Pass und der Druck aufs Tor gefehlt“, hielt Szalai fest. Vor allem die Konsequenz rund um den Fünfer forderte er deutlicher ein: „Es hat uns wahrscheinlich der Wille gefehlt, ein Tor zu schießen und einmal die Dreier nach Hause zu bringen.“ Die Mannschaft zeigte über Phasen, dass sie im Spiel ist und über die Flügel Gefahr andeuten kann. Doch ohne Zielstrebigkeit in der Box bleibt es bei Ansätzen. Gegen Blumau reichte eine einzige Unachtsamkeit nach Ecke zum 0:1 – der Rest war Aufwand ohne Ertrag.