Ein klarer Auswärtssieg in der 2. Klasse Triestingtal: Der FCM Traiskirchen KM II setzte sich beim ATSV Teesdorf mit 5:2 durch. Der Grundstein lag früh, getragen von einem Viererpack von Hamit Ekinci und einem Treffer von Luca Herzog. Teesdorf kam zwar heran und betrieb spät Ergebniskosmetik, doch die Gäste kontrollierten über weite Strecken das Geschehen. Trainer Ayoub Boutarbouch sprach von einem starken, reifen Auftritt seiner jungen Truppe und betonte: „Wir gehen immer auf drei Punkte.“

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Traiskirchen erwischte einen Start nach Maß: In der 1. Minute stellte Hamit Ekinci auf 0:1, schon in Minute 7 legte derselbe Stürmer das 0:2 nach. Teesdorf fand danach besser ins Spiel und verkürzte durch Lukas Manhart in der 17. Minute auf 1:2. Die Gäste blieben aber ruhig, spielten ihren Plan weiter und erhöhten noch vor der Pause durch Luca Herzog (39.) auf 1:3.
„Von der ersten bis zur letzten Minute waren wir die bessere und stärkere Mannschaft. Wir haben das Match dominiert“, erklärte Ayoub Boutarbouch. Die Pausenführung passte zum Verlauf: Traiskirchen hatte mehr vom Spiel, setzte die Akzente und ließ sich auch vom zwischenzeitlichen Anschluss nicht aus der Spur bringen. Der Trainer unterstrich die Grundhaltung seiner Elf knapp und deutlich: „Wir gehen raus und spielen auf drei Punkte – fertig.“
Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste am Drücker. Wieder war es Hamit Ekinci, der nach 51 Minuten auf 1:4 stellte, und auch das 1:5 in der 65. Minute ging auf sein Konto – damit schnürte er einen Viererpack. Boutarbouch führte die Offensivpower auf einen klaren Matchplan zurück: „Wir haben von hinten rausgespielt, sind über die Seite gekommen und mit zwei, drei Kontakten zum Abschluss. Die Schwächen von Teesdorf haben wir genutzt.“ Zugleich hob er die Qualität seines Goalgetters hervor: „Hamit Ekinci war sehr gut – er hat vier Tore gemacht.“ In der 79. Minute sah Ekinci nach einem Foulspiel die Rote Karte; die Gäste beendeten die Partie in Unterzahl. Teesdorf steckte nicht auf und traf in der Nachspielzeit durch Thomas Kandler (90+2) zum 2:5, mehr ließen die kompakt stehenden Traiskirchner aber nicht zu.
In der Analyse blieb Boutarbouch bei seiner Linie: Das Team solle „Woche für Woche“ arbeiten, die jungen Spieler würden „immer besser“. Besonders hob er das Tempospiel seines Kaders hervor: „Das Umschaltspiel war schnell und gut. Motivation und Konzentration waren sehr hoch.“ Der Plan mit wenigen Kontakten und klaren Wegen nach vorne trug auch in Teesdorf.
Trotz des deutlichen Ergebnisses verteilte der Coach Respekt: „Teesdorf hat gut gekämpft und auch rausgespielt, sie hatten Chancen.“ In der Tabelle rangiert Traiskirchen im vorderen Mittelfeld (Platz fünf), Teesdorf im Mittelfeld (Rang acht) – für Boutarbouch zählt aber vor allem die tägliche Arbeit: „Wir arbeiten an vielen Details, Woche für Woche. Die Jungen sind hungrig und wollen alles lernen.“ Zur Leitung meinte er knapp: „Der Schiedsrichter war okay.“ Für Traiskirchen bleibt der Auftrag derselbe: den klaren Plan weiter durchziehen, fokussiert bleiben und sich für Aufwand regelmäßig belohnen.