Spielberichte

Florian Lang (Trainer SV Sieghartskirchen): „Das 4:2 war entscheidend“

SV Sieghartskirchen
USV St. Andrä-Wördern

In der 2. Klasse Wachau/Donau setzte sich der SV Sieghartskirchen mit 5:2 gegen den USV St. Andrä-Wördern durch. Nach einer dominanten ersten Hälfte und einer heiklen Phase direkt nach der Pause brachte ein später Doppelschlag von Stefan Holzbauer die Entscheidung. Trainer Florian Lang sprach von einer starken Teamleistung vor dem Seitenwechsel, aber auch von vermeidbaren Fehlern nach Wiederbeginn – und setzte den Schlüssel klar fest: „Das 4:2 war entscheidend.“ Am Ende blieb Wördern trotz Aufholjagd ohne Ertrag.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Zugriff, klare Kante vor der Pause

Sieghartskirchen legte los wie aus der Pistole geschossen und hatte von Beginn weg mehr vom Spiel. Früh belohnte sich das Heimteam: Danijel Matos traf bereits in Minute 4 zum 1:0 und stellte die Weichen. In der Folge blieben die Hausherren am Drücker, Daniel Walter erhöhte in der 19. Minute auf 2:0, ehe Matos nur vier Minuten später mit seinem zweiten Treffer zum 3:0 nachlegte. „Am Anfang sind wir gut gestartet und haben gleich Torchancen herausgespielt. Die erste Halbzeit war gut, wir waren spielbestimmend, das war in Ordnung“, erklärte Florian Lang zufrieden. Der Pausenstand von 3:0 spiegelte den Verlauf wider – kompakt, zielstrebig und mit sauber zu Ende gespielten Angriffen. „Die erste Halbzeit war eine gute Mannschaftsleistung. Darauf kann man aufbauen“, hielt der Coach fest.

Nach der Pause wackelig – Wördern nutzt die Fehler

Aus der Kabine kam Wördern deutlich giftiger, während bei den Gastgebern die Ordnung kurz verloren ging. „Nach der Halbzeit sind wir herausgekommen, haben leider die Ordnung verloren, den Gegner stark gemacht und zwei kapitale Eigenfehler gemacht“, ärgerte sich Lang. Genau diese Nachlässigkeiten brachten die Gäste zurück ins Spiel: Christian Riess verkürzte in Minute 56 auf 3:1, nur vier Minuten später stellte Ivan Stojanovic mit dem 3:2 endgültig die Spannung her. „Die haben unsere Eigenfehler eiskalt genützt, sie waren auch nicht weg vom 3:3. Wenn wir das 3:3 gekriegt hätten, dann hätten wir es vielleicht auch noch verlieren können“, gab Lang offen zu. In dieser Phase wirkte vieles wackeliger als noch vor der Pause, doch entscheidend war, wie die Heimelf darauf reagierte.

Holzbauer antwortet doppelt und macht alles klar

Als das Match zu kippen drohte, fand Sieghartskirchen wieder Struktur und Mut. „Zum Glück haben wir wieder die Ordnung gefunden und einen besseren Spielfluss gehabt“, sagte Lang – und genau daraus fiel das wegweisende Tor. In der 76. Minute traf Stefan Holzbauer zum 4:2, jener Moment, den der Trainer ohne zu zögern als den wichtigsten des Abends einordnete: „Das 4:2 war entscheidend.“ Damit kippte die Stimmung endgültig zugunsten der Hausherren, die bis zum Schluss dranblieben und nichts mehr anbrennen ließen. Holzbauer setzte in Minute 87 mit seinem zweiten Streich das 5:2 obendrauf. „Dann haben wir zum Glück noch zwei Tore gemacht“, so Lang erleichtert. Aus einer Zitterphase wurde so doch noch ein klarer Heimsieg.

Trainer-Fazit, fairer Rahmen und Einordnung

Unterm Strich blieb bei Sieghartskirchen die Erkenntnis, dass die Balance über 90 Minuten zählt. „Kurzzeitig haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht“, fasste Florian Lang zusammen, verwies aber auch auf die positive Basis: „Auf die erste Halbzeit kann man aufbauen.“ Diskussionen abseits des Sportlichen gab es keine: „Der Schiri war in Ordnung“, hielt der Trainer fest.

In der Tabelle ist Sieghartskirchen aktuell im Spitzenfeld unterwegs (32 Punkte, Rang 3 laut letzter Stand), Wördern liegt im gesicherten Mittelfeld (26 Punkte, Rang 6). Für die Gastgeber gilt nach diesem Abend vor allem eines: Die starke erste Hälfte konservieren und die wackligen Minuten nach der Pause abstellen – dann sind auch in den kommenden Runden drei Punkte drin.

2. Klasse Wachau/Donau: Sieghartskirchen : USV St. Andrä-Wördern - 5:2 (3:0)

  • 87
    Stefan Holzbauer 5:2
  • 76
    Stefan Holzbauer 4:2
  • 60
    Ivan Stojanovic 3:2
  • 56
    Christian Riess 3:1
  • 23
    Danijel Matos 3:0
  • 19
    Daniel Walter 2:0
  • 4
    Danijel Matos 1:0