Im Duell der 2. Klasse Wachau/Donau setzte sich der SV Zwentendorf mit 3:1 gegen den USC Grafenwörth durch – und das nach einer frühen Roten Karte in Halbzeit eins. Nach dem schnellen 1:0 geriet Zwentendorf in Unterzahl, kassierte den Ausgleich und ging mit 1:1 in die Pause, legte nach dem Seitenwechsel aber klar zu. Trainer Vincent Bögi sprach von einem verdienten Sieg, lobte Kampfgeist und Laufbereitschaft, mahnte aber auch: „Wir brauchen mehr Konstanz am Ball und in unserer Kreativität.“

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Zwentendorf erwischte einen Traumstart: Bereits in Minute 5 traf Philip Török zum 1:0 und gab dem Heimteam die gewünschte Richtung vor. „Wir sind gut gestartet, relativ früh in Führung gegangen“, sagte Coach Vincent Bögi nach Spielende. Danach kippte die Partie jedoch aus Zwentendorfer Sicht: In Minute 21 sah Luigi Iacona Rot. „Dann haben wir den Faden verloren. Die rote Karte war eine blöde rote Karte“, ordnete Bögi ein, ohne Ausflüchte zu suchen. Grafenwörth nutzte die Phase und glich durch Matthias Schwarz in der 32. Minute zum 1:1 aus. „Die Pause hat uns gutgetan. Wir haben uns gesammelt und die Aufstellung geändert“, erklärte der Trainer – auch, weil der Gegner, wie Bögi sagte, „tief gestanden ist und auf Konter gewartet hat“. Zur Leistung des Unparteiischen meinte er knapp: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung, die Rote geht auch in Ordnung.“
Aus der Kabine kam Zwentendorf mit frischem Zugriff, klarerem Plan und spürbarem Willen. In Minute 57 schlug sich das in Zahlen nieder: Markus Marschall stellte auf 2:1 – jener Moment, den Bögi klar hervorhob. „Wichtig war das 2:1“, sagte er, denn dieses Tor gab seiner Mannschaft trotz Unterzahl Sicherheit. „Wir waren in der zweiten Halbzeit auch mit einem Mann weniger dominierend, hatten Chancen und wir haben verdient gewonnen.“ Während Grafenwörth weiter auf Umschaltmomente lauerte, blieb Zwentendorf am Drücker und setzte in Minute 74 den Deckel drauf: Daniel Strohmayer traf zum 3:1. Der Eindruck des Trainers passte dazu: „In der zweiten Halbzeit hatte ich das Gefühl, dass die Partie kippt.“ Das lag weniger an wilden Chancenfluten, sondern an Stabilität, geduldigem Arbeiten und klareren Entscheidungen im letzten Drittel.
Nach dem Schlusspfiff war Vincent Bögi bei aller Freude um eine nüchterne Einordnung bemüht. „Unsere Stärke war heute der Kampfgeist, auch die Laufbereitschaft“, betonte er und verwies damit auf jene Tugenden, die in Unterzahl den Unterschied machten. Gleichzeitig blieb sein Blick nach vorne: „Wir brauchen mehr Konstanz – im Ballbesitz und in der Kreativität.“ Das ist für ihn kein Widerspruch, sondern der nächste Schritt, um aus guten Phasen ein vollständiges Spiel zu machen. Zum Gegner fand er faire Worte: „Grafenwörth hat tief gestanden und auf Konter gewartet.“
Für Zwentendorf, aktuell im hinteren Tabellenbereich unterwegs, sind solche Heimauftritte doppelt wertvoll: Der Sieg gibt Vertrauen, die klare zweite Hälfte zeigt einen klaren Weg. An der gewünschten Konstanz will Bögi in den kommenden Einheiten feilen – damit die Mannschaft auch elf gegen elf das Heft genauso fest in der Hand behält.