In der 2. Klasse Wachau/Donau feierte der SK Tulbing im Derby gegen den USV St. Andrä-Wördern einen 2:1-Heimsieg. Nach starker erster Hälfte und einer 2:0-Führung wurde es in der Schlussphase noch einmal eng. Co-Trainer Michael Hahn brachte es auf den Punkt: „Wir haben es unnötig spannend gemacht.“ Für Tulbing trafen Daniel Köpf (27.) und Rene Mjka (59.), für Wördern verkürzte Deniz Erdogan (82.). Unterm Strich setzte sich der Wille der Hausherren im Derby durch.

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Vom Anpfiff weg war Tulbing das aktivere Team, suchte die Tiefe und erarbeitete sich eine Reihe von Abschlüssen. Michael Hahn sah seine Elf früh auf Kurs: „In der ersten Halbzeit waren wir die klar überlegene Mannschaft, haben viele Torchancen herausgespielt, leider nicht verwertet.“ Das 1:0 fiel dann in Minute 27: Daniel Köpf traf, nachdem Andreas Vrtis zuvor den entscheidenden Ball in die Spitze gespielt hatte. Mit der verdienten Führung im Rücken kontrollierten die Gastgeber das Derby bis zur Pause. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Tulbing am Drücker und legte nach. In der 59. Minute erhöhte Rene Mjka auf 2:0 – vorbereitet von einer starken Aktion des Jungspunds Maximilian Lepic. Hahn lobte die Entstehung: „Das war eine super Aktion von unserem Jungstar, der sich durchgetankt und quergelegt hat, und mit dem ersten Kontakt ging der Ball ins rechte Kreuzeck.“
Statt den Deckel draufzumachen, wurde Tulbing in der Schlussphase zu passiv. Der Co-Trainer ärgerte sich über das wacklige Finish: „Am Schluss haben wir es dann eigentlich unnötig spannend gemacht, waren viel zu passiv und nicht mehr in den Zweikämpfen.“ Wördern hielt mit, suchte konsequent den Weg nach vorn und kam – passend zur eigenen Herangehensweise – über viel hohe Bälle. „Der Gegner hat sehr viel mit hohen Bällen gespielt“, beschrieb Hahn. In Minute 82 belohnte sich St. Andrä-Wördern mit dem Anschlusstreffer: Deniz Erdogan stellte auf 2:1. Die Gäste witterten kurz Morgenluft, doch Tulbing brachte den Vorsprung über die Zeit. Ein Thema abseits der Emotionen gab es nicht: „Der Schiedsrichter war aus unserer Sicht sehr, sehr gut, unauffällig. Eine sehr gute Spielleitung“, so Hahn, der die Ruhe des Unparteiischen ausdrücklich hervorhob.
Warum der Dreier am Ende in Tulbing blieb, erklärte Michael Hahn mit einem klaren Verweis auf den Charakter seiner Mannschaft – und auf einen besonderen Rahmen: „Der entscheidende Unterschied war, dass wir das Derby unbedingt gewinnen wollten, weil heute vier Spieler ihr letztes Heimspiel in Tulbing gespielt haben. Die Mannschaft hat das am Platz gezeigt und Vollgas gegeben.“ Entsprechend fiel der Abschluss des Derbys aus: „Nach Schlusspfiff war es sehr emotional. Die vier wurden von den Fans gebührend verabschiedet, da sind auch ein paar Tränen geflossen.“ Sportlich nahm Hahn viele gute Dinge mit: „Die Mannschaftsleistung war sehr gut. Wir haben mannschaftlich sehr gut verteidigt, nach vorne gute Kombinationen gespielt, leider die Tore nicht gemacht.“ Mit dem Sieg bleibt Tulbing im Spitzenfeld der Liga und kann selbstbewusst in die nächsten Aufgaben gehen, während Wördern trotz des späten Aufbäumens ohne Zählbares die Heimreise antreten musste.