Nach Platz sechs in der 2. Klasse Wachau/Donau will der USV St. Andrä-Wördern nicht alles über den Haufen werfen, sondern den eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgen. Im Gespräch mit Ligaportal erklärt Faiz Bedzeti, Trainer des USV St. Andrä-Wördern, warum die abgelaufene Saison aus seiner Sicht unter Wert endete, welche Rolle die vielen Verletzungen spielten und weshalb im Sommer vor allem die Entwicklung junger Spieler im Mittelpunkt steht. Dazu wird der Kader punktuell ergänzt, während auf der Anlage kräftig investiert wird.

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Die Endplatzierung liest sich nüchtern, intern wird sie aber nicht als vollständiges Bild der vergangenen Monate verstanden. Bedzeti hebt zunächst hervor, dass die Einbindung von Nachwuchsspielern gelungen ist. „Positiv war auf alle Fälle, dass wir junge Spieler vom Nachwuchs nach oben integriert haben“, sagt der Trainer. Genau darin liegt auch ein zentrales Motiv für die kommende Saison, denn der Verein will diesen Weg nicht nur beibehalten, sondern noch stärker forcieren. Auf der anderen Seite sieht Bedzeti einen klaren Grund dafür, warum die Mannschaft nicht weiter vorne landete. „Leider hatten wir oft das Pech, dass wir viele Verletzte hatten, vor allem gegen Ende sowohl der Hinrunde als auch der Rückrunde.“ Gerade in diesen Phasen fehlte dem Team die Breite, um die Ausfälle aufzufangen. Bedzeti ist überzeugt, dass die Tabelle die Möglichkeiten seiner Elf nur bedingt abbildet: „Der Tabellenplatz war der Qualität der Mannschaft nicht gerecht, weil die Mannschaft schon etwas draufhat.“
Im personellen Bereich hat sich dennoch einiges getan. Den Verein verlassen haben Tormann Djordje Srejic, Verteidiger Marko Rasic sowie die Mittelfeldspieler Daniel Rössler, Ivan Stojanovic und Christian Riess, der seine Karriere beendet hat. Auch Philipp Wurm gehört zu den Abgängen. Neue Vereine nannte Bedzeti nicht. Auf der Zugangsseite wurde gezielt nachbesetzt. Matthias Prunbauer kommt als Tormann von Groß-Schweinbart, Niklas Schmidt wechselte als Innenverteidiger vom FC Klosterneuburg nach St. Andrä-Wördern. Mit Dragan Radosavljevic von Red Star Bentink wurde zudem ein weiterer Mittelfeldspieler verpflichtet. Größere personelle Sorgen gibt es derzeit nicht. „Verletzte Spieler haben wir keine, außer Adam Hamami“, sagt Bedzeti. Der Ausfall dürfte allerdings nicht allzu lange dauern, Hamami sollte zum Saisonstart wieder zur Verfügung stehen.
In der Vorbereitung soll deshalb nicht nur an Fitness und Abläufen gearbeitet werden, sondern vor allem am Profil der Mannschaft. „Wir wollen unsere Spielphilosophie weiterentwickeln“, erklärt Bedzeti. Sein Anspruch ist klar formuliert: „Wir wollen eine Mannschaft sein, die spielbestimmend ist und das Spiel über weite Strecken kontrolliert.“ Das ist ein ambitionierter Zugang für ein Team aus dem unteren Tabellendrittel, passt aber zu jenem Selbstverständnis, das der Trainer seiner Mannschaft vermitteln will. Bei den Zielen bleibt der Verein bewusst bodenständig. Ein konkretes Tabellenziel nennt Bedzeti nicht, eine Verbesserung soll aber sichtbar werden. „Wir wollen uns natürlich um den einen oder anderen Platz in der Tabelle nach oben verbessern“, sagt er. Noch wichtiger ist ihm allerdings, dass sich die Mannschaft als Ganzes entwickelt. „Unser Hauptfokus liegt darauf, die Mannschaft mit jungen Spielern weiterzuentwickeln, die aus dem eigenen Nachwuchs kommen.“ In den nächsten Wochen und Monaten sollen daher weitere Spieler aus der Jugend an den Erwachsenenfußball herangeführt werden.
Konstanz gibt es im Trainerstab, dort hat sich nichts verändert. Bewegung herrscht dafür im Umfeld des Vereins. Die Anlage wird in mehreren Bereichen saniert, ein neues Flutlicht ist geplant, außerdem wird der Rasenplatz komplett erneuert. Für den Verein ist das mehr als ein Nebenschauplatz: Während Bedzeti an einer aktiv auftretenden Mannschaft arbeiten will, werden parallel die Rahmenbedingungen verbessert. Sportlich wie infrastrukturell steht dem Verein also ein Sommer des Umbaus bevor.