In der 2. Klasse Wachau/Donau hat SV Zwentendorf die Saison mit 18 Punkten aus 24 Spielen auf Rang zwölf beendet. Für Trainer Vincent Bögi ist das eine klare Sache: „Die Tabelle sagt einiges aus. Wir stehen nicht dort, wo wir stehen wollten.“ Ganz ohne positive Punkte fällt sein Rückblick aber nicht aus. Vor allem die Entwicklung seit dem Winter und eine etwas bessere Rückrunde geben dem scheidenden Trainer zumindest Ansätze, auf die der Verein im Sommer aufbauen kann.

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Dass Bögi die Saison nicht schönredet, passt auch zum Verlauf der gesamten Spielzeit. SV Zwentendorf stand nach der ersten Runde auf Platz zwölf, arbeitete sich zwischenzeitlich bis auf Rang neun nach vorne, verbrachte den Großteil der Saison aber auf den Plätzen elf und zwölf und schloss die Meisterschaft schließlich wieder als Zwölfter ab. Genau daraus leitet der Trainer seine nüchterne Bilanz ab. „Die Tabelle sagt einiges aus“, sagt Bögi. Und er legt sofort nach: „Der vorletzte Platz kann nicht der Anspruch sein von Zwentendorf.“ Viel klarer lässt sich die Ausgangslage vor dem Sommer kaum formulieren. Es geht nicht darum, die Saison im Nachhinein schönzureden, sondern darum, das Abschneiden ehrlich einzuordnen.
Ganz so negativ will Bögi die vergangenen Monate aber dennoch nicht stehen lassen. Er erinnert daran, dass er die Mannschaft im Winter übernommen und seitdem sehr wohl eine Entwicklung gesehen hat. „In der zweiten Hälfte, seit ich die Mannschaft übernommen habe, haben wir uns spielerisch verbessert“, sagt der Trainer. Nach seiner Einschätzung holte SV Zwentendorf in der Rückrunde auch mehr Punkte als davor. Die letzten Wochen passen zu diesem Eindruck zumindest teilweise: Auf Niederlagen gegen USC Fels und SV Sieghartskirchen folgte ein 3:1 gegen USC Grafenwörth, danach ein 1:1 gegen SV Neuaigen und zum Abschluss das 4:6 gegen Meister ESV Krems. Das ist keine Bilanz, die die Tabelle plötzlich auf den Kopf gestellt hätte. Es ist aber eine Phase, in der Bögi Ansätze gesehen hat, auf die der Verein weiter aufbauen kann.
Einen Punkt hebt Bögi im Gespräch ausdrücklich hervor, und dabei geht es um die Rückkehr von Marcel Török. Nach einer schweren Verletzung stand er in den letzten drei Partien wieder zur Verfügung. Noch nicht über die vollen neunzig Minuten, aber für den Trainer war das bereits ein wichtiger Schritt. „Marcel Török ist nach einer schweren Verletzung zurückgekommen, hat die letzten drei Partien bestritten und ist eine richtig gute Verstärkung für die Mannschaft“, sagt Bögi. Auffällig ist dabei auch, dass er darüber hinaus bewusst keinen Einzelspieler herausheben will. „Bei mir zählt die Mannschaft“, stellt er klar. Dieses Denken zieht sich durch seine gesamte Einschätzung. Auch beim Rückblick auf die schwierige Saison stellt er nicht einzelne Spieler in den Vordergrund, sondern die Gruppe als Ganzes.
Dass bei SV Zwentendorf nun ein Sommer des Übergangs ansteht, ist ebenfalls Teil dieser Bestandsaufnahme. Bögi wird ab Sommer nicht mehr Trainer sein. Zu möglichen Abgängen, Neuzugängen oder personellen Änderungen wollte oder konnte er deshalb keine Details nennen. Einen Nachfolger gebe es zwar bereits, den Namen nannte er aber nicht. Seine Botschaft an den Verein ist trotzdem deutlich: „Da gehört ab Sommer eine Steigerung her.“ Gleichzeitig verwies er auf ein großes Fest im Sommer, bei dem es auch ein Konzert geben soll. Sportlich blickt er mit Respekt auf die Konkurrenz, gratuliert dem verdienten Meister aus Krems und hebt auch Hadersdorf sowie Traismauer hervor, die in den vergangenen Monaten viele Punkte gesammelt haben. Für Zwentendorf bleibt damit eine klare Aufgabe: Die spielerischen Fortschritte aus der Rückrunde müssen nach der Sommerpause auch in der Tabelle sichtbar werden.